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Heimwerken leicht gemacht: Tipps zum Bohren und Dübeln

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So lang darf der Nagel sein  

Mit diesen Tipps bohren und dübeln Sie viel einfacher

24.01.2018, 12:34 Uhr | dpa-tmn

Heimwerken leicht gemacht: Tipps zum Bohren und Dübeln. Mit den richtigen Tricks klappt alles viel einfacher. (Quelle: dpa/DIY-Academy)

Mit den richtigen Tricks klappt alles viel einfacher. (Quelle: DIY-Academy/dpa)

Beim Heimwerken geht schnell etwas schief: Da rutscht der Bohrer ab und hinterlässt ein riesiges Loch. Mal steckt der falsche Dübel in der Wand und lässt sich nicht mehr herausziehen. Gegen die meisten Missgeschicke gibt es praktische Tipps und Tricks. 

Oft rutscht der Bohrer ab. Hier muss man auf die richtige Haltung achten: Die Bohrspitze muss senkrecht zur Oberfläche angesetzt sein, dann erst wird die Maschine gestartet. Nun herantasten, bis der Bohrer festen Halt an der Wand hat, dann leichten Druck ausüben. Diese Haltung verhindert auch, dass das Bohrloch schief wird. Auf glatten Fliesen ist das Bohren aber schwieriger: Hier raten die Experten der Heimwerkerschule DIY Academy in Köln, ein Stück Klebeband auf die Bohrstelle zu kleben.

Joghurtbecher-Trick gegen Bohrstaub

Bohrstaub in der Wohnung ist äußerst lästig. Gegen ihn lässt sich natürlich mit dem Staubsauger angehen. Dafür muss man aber zu zweit sein: Einer bohrt, der andere saugt den Bohrstaub gleich weg. Wer aber alleine ist, kann einen Kaffeefilter oder Briefumschlag verwenden, der unter das Loch geklebt wird, verrät die DIY Academy. Arbeitet man an der Decke, nimmt man einen Joghurtbecher: Die Hälfte abschneiden, dann ein Loch in den Boden bohren. Dadurch den Bohrer an der Decke ansetzen, der Becher fängt das Bohrmehl auf.

Zu großes Bohrloch

Ist das Bohrloch zu groß geworden, lässt es sich mit einem speziellen Gewebestück stopfen, das mit schnell härtendem Spezialmörtel versehen ist. Dieses Reparaturvlies wird mit Wasser befeuchtet und um einen Kunststoffdübel gewickelt, für größere Löcher am besten mehrlagig. Das Ganze kommt ins Bohrloch und härtet dort innerhalb von Minuten aus. In den Dübel wird dann wie üblich die Schraube gedreht.

Die Alternative ist eine Reparierknete aus dem Baumarkt. Einfach ein Stück abschneiden, kneten und in das Loch drücken. Danach kommt der Dübel in das Loch. Eine Viertelstunde sollte das Ganze dann aushärten, bevor die Schraube oder der Haken eingedreht werden.

Löcher reißen aus

Nicht nur ein zu großes Bohrloch macht Heimwerkern Probleme, manchmal reißen die Ränder auch aus. Das kann an der Art liegen, wie man mit dem Bohrer umgeht. Wird er ausgemacht und dann erst aus der Wand gezogen, können die Seiten einreißen. Daher sollten Heimwerker einen Bohrer immer mit noch drehendem Motor aus dem Loch ziehen, erläutert die DIY Academy. Ist das Malheur doch einmal passiert, lässt sich der ausgerissene Bohrrand mit Flüssigdübeln behandeln. Dabei handelt es sich um eine Zweikomponentenmasse, die in das Loch gespritzt wird.

Korkenzieher hilft bei festsitzendem Dübel

Ein alter Dübel muss raus, spätestens wenn man beim Auszug aus der Wohnung Schönheitsreparaturen durchführen muss. Steckt der alte Dübel fest, hilft ein Korkenzieher. Er wird ein wenig in den Dübel eingedreht und dieser dann wie ein Korken herausgezogen. Alternativ geht das auch mit einer Schraube. Diese nur ein bis zwei Umdrehungen weit hineindrehen, aber auf keinen Falls so weit, dass der Dübel sich spreizt, erklärt Peter Birkholz, Ratgeberautor der Stiftung Warentest. Dann beides gemeinsam vorsichtig herausziehen.

So lang darf der Nagel sein

Verbiegt sich ein Nagel beim Einschlagen, kann das an seiner Länge liegen. Geht es nicht mehr weiter, kann der Nagel sich krümmen, oder er bricht sogar ab. Hier hilft Vorbeugen. Birkholz rät: Ein Nagel sollte nicht länger als drei Zentimeter sein, denn tiefer wird man ihn kaum einschlagen können. Auch sollte der Nagel aus hartem Stahl bestehen. Und der Hammer darf nicht zu leicht sein. Die Energie zum Einschlagen des Nagels holt man besser aus dem Gewicht des Werkzeugs als durch weites Ausholen.

Finger vor Verletzung schützen

Statt den Nagel in den Fingern zu halten, nimmt man beim ersten Schlag eine Kombi- oder Flachzange, erklärt Birkholz. Oder einen kleinen Pappstreifen, durch den man den Nagel steckt. Nägel zum Aufhängen von Bildern oder Dekorationsstücken schlägt man in einem leichten Winkel nach oben ein, damit der anzuhängende Gegenstand zur Wand hin rutscht und nicht nach vorne. 

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