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Thermomix und seine Konkurrenz im Test

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Küchenmaschinen im Test: Der "Thermomix" im Vergleich zur Konkurrenz

11.10.2016, 10:02 Uhr | Ralph Wefer sive Evermann, rw, zuhause.de

Thermomix und seine Konkurrenz im Test. Küchenmaschinen-Test: Der "Thermomix" bietet im Alltag den größten Mehrwert. (Quelle: dpa)

Küchenmaschinen-Test: Der "Thermomix" bietet im Alltag den größten Mehrwert. (Quelle: dpa)

Was taugt der beliebte "Thermomix" von Vorwerk verglichen mit der Konkurrenz? Bei der Stiftung Warentest bekam der Platzhirsch unter den Küchenmaschinen zuletzt keine guten Noten. Wir wollten uns selbst ein Bild machen. Im großen ZUHAUSE.DE-Test ließen wir den "Thermomix" antreten gegen die "Cooking Chef" von Kenwood, die "Prep & Cook" von Krups und gegen "James the Wondermachine" von Severin.

Im Dezember 2015 erschütterte die Stiftung Warentest die Welt der Küchemaschinen-Freunde mit einem mittelschweren Beben: Vorwerks "Thermomix" schnitt im Test nur mittelmäßig ab. Mehr als ein "Befriedigend" war für ihn nicht zu holen. Drei Geräte waren besser – darunter die "Cooking Chef" und die "Prep & Cook".

So haben wir die Küchenmaschinen getestet

Kritik an der Testmethodik und der Gewichtung einzelner Ergebnisse ließ nicht lange auf sich warten. Gerade die riesige "Thermomix"-Fangemeinde mochte das nur durchschnittliche Abschneiden ihres Lieblings nicht recht nachvollziehen. Insbesondere die Abwertung um eine halbe Note, weil er auf höchster Drehzahl zu laut sei, sorgte für Unmut. Ohne diese Abwertung hätte er ebenso gut abgeschnitten wie die drei Testsieger.

In unserem Test haben wir auf Laboruntersuchungen verzichtet. Uns ging es um die alltägliche Gebrauchstauglichkeit. Zusammen mit Profi-Koch Thomas Ehmke, Küchenchef des Sodexo Betriebsrestaurants des Telekom-Standorts in Darmstadt, haben vier Tester aus der Redaktion die Küchenmaschinen ausprobiert. In jeder Maschine wurde ein Smoothie, eine Suppe, ein Hauptgericht aus Lachs und Beilagen, eine Mousse au Chocolat und ein Hefeteig zubereitet.

Die Stärken des "Thermomix"

Anders als die anderen Testgeräte hat der "Thermomix" eine integrierte Waage. Man kann alle Zutaten direkt in den Behälter geben und muss sie nicht vorher abmessen und abwiegen. Das spart Zeit und man muss keine zusätzlichen Schüsseln und Messbecher spülen.

Außerdem überzeugte der "Thermi", wie Vorwerks Küchenmaschine von vielen Liebhabern genannt wird, mit seiner "Guided Cooking"-Funktion. Ein Speicherchip mit zahlreichen Rezepten gehört zum Lieferumfang. Das Gerät führt dann über sein Display Schritt für Schritt durch das Rezept. So einfach wie den Thermomix ließ sich keine der anderen Küchenmaschinen bedienen. 

Das bestätigt im Wesentlichen die Ergebnisse der Stiftung Warentest. Auch dort fielen die einfache Bedienung und die Waage positiv auf. Allerdings wurden Geräte ohne Waage im Vergleich zum Thermomix nicht abgewertet. Unsere Tester hingegen sehen in ihr einen entscheidenden Mehrwert. Die Lautstärke hingegen fiel in unserem Praxistest nicht negativ auf. 

"Thermomix" ist teuer und schwächelt im Detail

Billig ist der "Thermomix" allerdings nicht. Stolze 1109 Euro verlangt Vorwerk für seinen Bestseller. Zum 4. April 2016 legt der Wuppertaler Hersteller nochmal eine Schippe drauf: Dann werden 1199 Euro fällig. Den "Thermomix" gibt es nur über den Direktvertrieb direkt von Vorwerk.

Fehlerlos ist die teure Maschine dabei nicht. Steifen Eischnee für die Mousse au Chocolat zu schlagen, misslang nicht nur in unserem Test. "Ich mache alles mit dem Thermomix, nutze ihn täglich, aber das ist mir noch nie gelungen", sagt Testerin Anke Dehning, die seit Jahren einen "Thermi" ihr Eigen nennt und ansonsten begeistert von ihm ist. Am Ende lieferte das Vorwerk-Gerät von den vier Test-Maschinen trotz der Schwäche beim Eischnee die beste Mousse.

Doch auch das Hauptgericht – Lachsfilet mit Reis und Brokkoli – konnte zumindest den Profi-Koch nicht vollends überzeugen. "Alle Bestandteile sind übergart", urteilte Thomas Ehmke beim Probieren. Dafür machte der Thermomix die beste Suppe und zusammen mit der "Prep & Cook" den besten Hefeteig.

Genauso gute Ergebnisse mit der "Prep & Cook"

Das Krups-Gerät bewegt sich auch sonst in nahezu jeder Hinsicht auf ähnlichem Niveau wie der Branchenprimus aus dem Hause Vorwerk. Sie ist ebenfalls einfach zu bedienen, Qualität und Verarbeitung stimmen.

Die Speisen bereitet die immerhin gut 300 Euro günstigere "Prep & Cook" im Schnitt ebenso gut zu wie der "Thermomix". Beim Lachs traf sie den Garpunkt sogar besser. Auch die Kartoffelsuppe hatte eine bessere Konsistenz als die des "Thermomix". Perfekter Eischnee ist mit der Krups-Maschine ebenfalls kein Problem. 

Rezepte schlechter als beim "Thermomix"

Trotzdem gelang die Mousse au Chocolat am Ende nicht ganz so gut wie mit der Vorwerk-Maschine. "Die Rezepte müssten in sich stimmiger aufgebaut sein", findet Testerin Katja Baumann. Um den Eischnee herzustellen, musste die geschmolzene Schokolade umgefüllt werden. Als der Eischnee fertig war, war die Schokolade schon zu kalt. Dadurch wurde die Mousse recht fest und klumpig.

Auch das Rezept der Kartoffelsuppe konnte nicht überzeugen. Die Suppe sah zwar appetitlich aus und hatte eine gute Konsistenz, doch ihr fehlte Pepp. Der Profi-Koch bewertete die Suppe aus der "Prep & Cook" als zu fade und zu wenig würzig. Ein Vorteil der Rezepte ist allerdings, dass immer auch Bilder des benötigten Zubehörs gezeigt werden.

"Cooking Chef" machte im Test den besten Lachs

Die "Cooking Chef" von Kenwood bereitete das beste Hauptgericht zu. Das Lachsfilet mit Gemüse und Safran-Curry-Sauce überzeugte Juror Thomas Ehmke. "Die Konsistenz vom Fisch ist gut, noch leicht glasig, so wie es sein soll", lobte der Kochprofi.

Positiv fiel den Testern außerdem die enorm gute Verarbeitung auf. "An dem Knethaken könnte man auch einen Schweinerücken aufhängen", scherzt Tester Timo Bürger. Die Kenwood ist schwer, steht bombensicher und arbeitet leiser als die übrigen Maschinen. Außerdem ist extrem viel Zubehör im Lieferumfang enthalten.  

"Cooking Chef" ist nicht selbsterklärend

Das macht die Kenwood-Maschine einerseits vielseitig einsetzbar, könnte Hobby-Köche im normalen Haushaltsalltag aber auch überfordern. Die Maschine kommt mit unheimlich vielen Einzelteilen. Man braucht viel Patz in der Küche und muss sich sehr gut überlegen, wie man das Zubehör so verstaut, dass man es bei Bedarf auch schnell zur Hand hat.

Außerdem muss man sich erheblich länger mit der etwa 1120 Euro teuren Maschine beschäftigen und mehrere Bedienungsanleitungen studieren, bis man die Möglichkeiten der Maschine voll verstanden hat. 

Keine Maschine im Test mussten wir während der Zubereitung unseres Menüs häufiger umbauen. "Für mich scheint das Gerät nicht in erster Linie auf Effizienz oder Arbeitserleichterung ausgelegt zu sein", fasst Testerin Anke Dehning ihren Gesamteindruck zusammen. "Ich glaube die Maschine ist ein Profi-Tool für die sehr ambitionierte Küche. Der normale Familien- oder Single-Haushalt hat einen anderen Fokus."

Severin-Maschine machte den besten Smoothie

Allen drei Küchenmaschinen gemein ist ihr stolzer Preis. Muss das sein? Um das zu testen, haben wir auch ein deutlich günstigeres Gerät ins Rennen geschickt. "James the Wondermachine" heißt die Küchenmaschine von Severin. Sie kostet nur rund 340 Euro und damit nicht einmal halb so viel, wie die nächst günstige "Prep & Cook".

Wie der "Thermomix" und das Krups-Gerät ist auch die günstige "Wundermaschine" leicht zusammen zu bauen und zu bedienen. Vor allem bei einfachen Aufgaben machte "James" keine schlechte Figur und kann mit der teuren Konkurrenz mithalten. "Für Suppen, Smoothies & Co. reicht die Severin aus", findet Tester Timo Bürger. Mit ihr gelang sogar der leckerste Smoothie im Test.

Schwächen der günstigen Severin-Maschine

Allerdings ist die auf Saugnäpfen stehende Maschine nicht so gut verarbeitet wie ihre Kontrahenten. "Dreht man sie höher als Stufe 2, entwickelt sie ein Eigenleben", sagt Katja Baumann. Das Gerät wird sehr laut, ruckelt und rappelt. Man kann die Temperatur nicht stufenlos regulieren, sondern hat nur vier vorgegebene Temperaturstufen zur Auswahl (37, 70, 100 und 120 Grad).

"Außerdem ist der Dampfaufsatz zu klein", kritisiert Baumann. "Da kommt nicht genug Dampf durch." Ein weiteres Minus: Weil im Mixtopf Technik verbaut ist, darf er nicht in die Spülmaschine.

Fazit des Küchenmaschinen-Tests

Wer über diese Schwächen hinwegsehen kann und keine Unsummen für eine Küchenmaschine ausgeben will, ist mit der "Wundermaschine" aus dem Hause Severin aber durchaus gut bedient.

Den größten Mehrwert für den Alltag bietet nach Einschätzung unserer Tester aber der "Thermomix" – wenn auch zu einem stolzen Preis. Insbesondere die "Guided Cooking"-Funktion und die integrierte Waage erleichtern die Arbeit und garantieren, dass das Essen auch gelingt.

Die "Prep & Cook" ist nicht minder hochwertig. Die Kochergebnisse sind ebenfalls gut, gegebenenfalls muss man ein wenig vom Rezept abweichen und nochmal abschmecken und nachwürzen. Die Krups-Maschine ist das richtige Gerät für alle, denen eine integrierte Waage und die "Guided Cooking"-Funktion des Thermomix nicht über 300 Euro wert sind, die aber trotzdem eine Küchenmaschine aus dem Premium-Segment suchen.

Kenwoods "Cooking Chef" verlangt nach reichlich Platz in der Küche. Man sollte Spaß daran haben, sich mit der Maschine und ihrem Zubehör zu befassen. Dann eröffnet sie dem ambitionierten Hobby-Koch von allen Geräten die meisten Möglichkeiten. Wer aber eine Arbeitserleichterung für die alltägliche Küchenarbeit sucht, fährt mit dem "Thermomix" oder der "Prep & Cook" wohl besser.

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