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WM 2014: Kevin-Prince Boateng mit Rundumschlag: WM ein "Albtraum"

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"Alles amateurhaft"  

Boateng mit Rundumschlag: WM ein "Albtraum"

29.06.2014, 22:46 Uhr | sid, t-online.de

WM 2014: Kevin-Prince Boateng mit Rundumschlag: WM ein "Albtraum". Kevin-Prince Boateng rechnet nach seinem WM-Rausschmiss mit Ghanas Verantwortlichen ab. (Quelle: dpa)

Kevin-Prince Boateng rechnet nach seinem WM-Rausschmiss mit Ghanas Verantwortlichen ab. (Quelle: dpa)

Drei Tage nach seinem Rauswurf bei der WM hat Kevin-Prince Boateng zum Rundumschlag gegen die Nationalmannschaft Ghanas ausgeholt. Er sei "sehr, sehr enttäuscht", die WM sei "einfach keine schöne Zeit" gewesen, sagte der Bundesliga-Profi von Schalke 04 zu "Sport Bild Plus".

Die Weltmeisterschaft nannte er einen "Albtraum vom ersten Tag der Vorbereitung bis hin zum Ende" und "eine reine Katastrophe. Von den Trainingsbedingungen, den Schlafmöglichkeiten, einfach alles".

Boateng deutet Rücktritt an

Wegen seines Rauswurfs sei er "sehr gelassen und relaxt, weil ich definitiv weiß, dass ich nichts dergleichen getan habe". Der Verband hatte die Maßnahme mit angeblichen Beleidigungen gegen den Coach begründet. Erfahren habe er von der Suspendierung durch einen "weißen Zettel unter meiner Tür". Einen Rücktritt aus der Nationalelf ließ der 27-Jährige aber offen. Es sei "unter den Voraussetzungen schwierig, weiterzuspielen", aber er wolle das erst nach seinem Urlaub entscheiden.

Den Verbandsvertretern des deutschen Gruppengegners habe er jedoch "ins Gesicht gesagt, dass sie Lügner sind, uns permanent nur Versprechen machen und nichts halten. Wir wurden nur angelogen." Er frage sich, "wo das ganze Geld hinfließt. Der Verband bekommt so viel Geld von Sponsoren, von der FIFA - für die Hotels, Flüge, die Mannschaft und die Vorbereitung wird es sicher nicht ausgegeben."

"Alles war amateurhaft"

Er habe "niemals gedacht, dass man eine WM-Vorbereitung und eine WM so schlecht organisieren kann. Die Hotels, die Flüge - einfach alles war amateurhaft". Die Spieler hätten mit schmerzenden Beinen in der Economy Class gesessen, "unser Präsident saß zeitgleich mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in der Business Class". Sein Gepäck sei verlorengegangen, vor dem US-Spiel hätten sie in einer "Absteige" mit Wasserschäden gewohnt.

Die Mannschaft sei zudem "kein Team" gewesen: "Jeder war mit sich selber beschäftigt, jeder machte den anderen schlecht." Nach seiner Suspendierung hätte ihm Spieler "ins Gesicht gesagt, dass ich mit allem recht haben würde. Dennoch haben sie sich beim Trainer gegen Sulley (der ebenfalls suspendierte Muntari, d. Red.) und mich ausgesprochen".

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