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Altersvorsorge  

Rentenbescheid prüfen: So gehen Sie gegen falsche Rentenbescheide vor

17.12.2012, 17:23 Uhr | sk (CF)

Medien berichten immer wieder über falsche Rentenbescheide. Betroffene haben teilweise seit Jahren oder Jahrzenten zu wenig Rente erhalten. Jeder Rentenversicherte sollte gewissenhaft seinen Rentenbescheid prüfen, um Fehler auszuschließen.

Falsche Rentenbescheide: Prüfen Sie genau!

"Es gibt Schätzungen, dass etwa fünf Prozent aller Rentenbescheide falsch sind", so Rentenberater Stefan Albers in einem Interview des ZDF-Magazins "WISO". Die falschen Berechnungen fallen dabei aber nicht immer zum Nachteil der Rentenversicherten aus, sondern haben in einigen Fällen auch für eine zu hohe Rente gesorgt. Um herauszufinden, ob Sie zu den Betroffenen zählen, sollten Sie Ihren Rentenbescheid genau auf Fehler überprüfen.

Das können Sie schon lange vor Rentenalter tun. Sofern der Rentenversicherte bereits über fünf Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt und das 27. Lebensjahr vollendet hat, erhält er fortan einmal jährlich die sogenannte Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung Bund. Hierbei handelt es sich um eine Art Update über den aktuellen Stand der Dinge, das unter anderem das Entgeltpunktekonto sowie die bisherige Versicherungszeit auflistet.

Überprüfen Sie zunächst, ob alle Versicherungszeiten berücksichtig wurden und korrekt angegeben sind. Gerade Ausbildungszeiten wurden in der Vergangenheit oft nicht korrekt angerechnet. Fehlen Versicherungszeiten komplett, sollten Sie entsprechende Nachweise für diese zusammensuchen oder beispielsweise beim Arbeitsamt anfordern, um sich gegen einen falschen Rentenbescheid zu wehren. (Gesetzliche Rente: Was Sie im Alter erwartet)

Sehen Sie zudem nach, ob alle Kindererziehungszeiten berücksichtigt wurden. Bei Geburten vor 1991 werden 12 Monate angerechnet, für Kinder, die nach 1991 zur Welt gekommen sind, sind 36 Monate zu berücksichtigen. Weitere Fehlerquellen können auch einfache Zahlendreher sein. Überprüfen Sie also jedes Datum, Zeitangaben und andere Zahlenwerte genau, um eventuellen Fehlern auf die Schliche zu kommen. (Wie werden Erziehungszeiten bei der Rente angerechnet?)

Weitere Tipps für Fehlerquellen: DDR-Besonderheiten

Bürger der ehemaligen DDR sollten für die Zeit vor 1991/1992 die angegebenen Arbeitsverdienste mit den Angaben im sogenannten DDR-SV-Ausweis vergleichen, rät Rentenberater Christian Lindner gegenüber dem Nachrichtenmagazin "MDR aktuell". Grundsätzlich sollten ehemalige DDR-Bürger darauf achten, dass die freiwillige Zusatzrente (FZR) sowie Sonderversorgungszeiten und sonstige Besonderheiten berücksichtigt wurden und die Zeiträume entsprechend korrekt sind.

Fehler im Rentenbescheid erkannt: Was nun?

Sollten Sie in Ihrem Rentenbescheid tatsächlich Fehler finden, ist die Berechnung mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls falsch. Um sich gegen zu geringe Altersbezüge zu wehren, sollten Sie anschließend schriftlichen Widerspruch bei der Deutschen Rentenversicherung Bund innerhalb der vierwöchigen Frist einlegen. Eine Begründung ist noch nicht erforderlich, Sie sollten jedoch darauf verweisen, dass Sie diese nachreichen werden. (Entgeltpunkte bei der Rente: Erklärung)

Anschließend empfiehlt es sich, mit professioneller Hilfe gegen den falschen Rentenbescheid vorzugehen, denn nur Fachleute können mit Gewissheit feststellen, ob die Berechnung Ihrer Altersbezüge letztendlich auch tatsächlich fehlerhaft ist. Tipp: Wenden Sie sich hierfür an eine der kostenlosen Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung Bund. Ist Ihr Widerspruch erfolgreich, haben Sie einen Anspruch auf Nachzahlung für bis zu vier Jahre, im Einzelfall sogar länger. Auch wenn der Rentenversicherte bereits verstorben ist, können sich hinterbliebene Eheleute oder Erben wehren und Anspruch auf eine Nachzahlung erheben.

Tipp: Sofern Ihr Widerspruch abgelehnt wird, bleibt nur noch der Weg über das Sozialgericht. Beachten Sie, das Nachzahlungen nur für maximal vier Jahre rückwirkend geleistet werden können. (Rente mit 60 ohne Abschläge? So geht's)

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