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Gartenkalender Februar: Pflanzen vorziehen und Hecken schneiden

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Gartenkalender Februar  

Pflanzen jetzt vorziehen und Hecken schneiden

01.02.2018, 07:18 Uhr | dpa-tmn

Gartenkalender Februar: Pflanzen vorziehen und Hecken schneiden. Zaubernuss: Im Frühjahr blüht die Zaubernuss. (Quelle: Getty Images/dgero)

Zaubernuss: Im Frühjahr blüht die Zaubernuss. (Quelle: dgero/Getty Images)

Im Februar kommt es oft zu heftigen Temperaturschwankungen. Mal fällt Schnee, mal sind die Temperaturen recht milde. Darauf muss sich der Gärtner einstellen. Zugleich setzt der Gesetzgeber für manche Arbeiten klare Fristen. Die Hecke darf man nur noch in diesem Monat zurückschneiden. Was im Garten jetzt sonst noch ansteht.

Unkraut wacht bei milden Temperaturen schon aus dem Winterschlaf auf. Die Bayerische Gartenakademie rät daher, jetzt mit Eimer und Messer den Garten davon zu befreien. Denn im schlimmsten Fall erblühen manche Unkräuter schon und versetzen den Boden mit Millionen Samen, deren Auswüchse dann im Sommer hervorkommen. 

Falls doch noch Schnee fällt, muss man auch darauf reagieren – und zur Not den Schnee räumen, erläutert Dr. Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem. Liegen auf den Gartenpflanzen weiße Decken, die dicker als zehn Zentimeter sind oder verbiegen sich die Zweige darunter, sollte auch diese sonst schützende Schicht geräumt werden. Gerade schlecht geschnittene Pflanzen betrifft das, denn sie bilden keine stark verzweigten Äste aus, erläutert Van Groeningen. "Auf einer gut gewachsenen Hecke sollte eine dicke Handtasche stehen können."

Auch für den Rasen ist Schnee ungünstig

Liegt Schnee auf dem Rasen, darf dieser nicht mehr betreten werden. Durch den Druck verdichtete sich die weiße Schicht und braucht hierdurch länger zum Tauen. Doch auch nach dem Auftauen sind die nassen Rasenflächen erst einmal tabu, denn die Graswurzeln leiden unter dem Druck, den Füße auf den Boden ausüben. Der Boden selbst wird dabei verdichtet.

Trotz Eis und Schnee sollte man auf Streusalz verzichten. Es schadet den Pflanzen, wenn es von Gartenwegen mit dem Tauwasser in den Garten geschwemmt wird. Salzempfindliche Pflanzen können sogar absterben. Experten raten daher, Wege durch den Garten am besten nur mit abstumpfenden Mitteln wie Sand und Splitt zu bestreuen.

Unser Tipp
Liegt kein Schnee auf dem Gras, können Sie Ihren Rasen jetzt etwas düngen. Dadurch erhalten Sie im Frühjahr einen gesunden und grünen Rasen.

Obstbäume mit Kalk schützen

Die Rinde von Obstbäume sollte man – auch schon mal mit Blick auf das Winterende – mit einem Kalkanstrich vor Temperaturschwankungen schützten. Das verhindert, dass sich Risse in der Rinde bilden. Eisschichten auf den Blättern brauchen Hobbygärtner nicht beunruhigen. "Obstbaumzüchter gehen sogar mit der Nebelmaschine an die Bäume, wenn es friert", berichtet Van Groeningen. Denn die Schicht schütze die Blätter. Auf den Beeten behütet der Schnee auf ähnliche Weise die Pflanzen. "Der Schnee wirkt hier wie eine dicke warme Daunendecke", sagt die Gartendozentin.

Salat, Kräuter und Blumen säen

Ende des Monats können die Samen der ersten Gemüsesorten wie Salat, die ersten Kräuter und Blumen wie Duftwicken gesät werden. Sie kommen in einen Topf oder einen Saatkasten an einem hellen Fenster. Optimal seien die Ost- oder Westseite bei einer Raumtemperatur von 15 bis 20 Grad. Der Topf wird mit Glas oder einer durchsichtigen Folie abgedeckt. 

Damit das Keimen leichter gelingt, sollten Sie vor dem Säen das Substrat im Topf oder Kasten mit Wasser vollsaugen lassen. Der Samen kommt obendrauf. Wird erst nach dem Säen gegossen, kann das Saatgut womöglich weggeschwemmt werden.

Frühkartoffeln vorkeimen

Ende Februar kann man auch schon die Frühkartoffeln vorkeimen. Die Saatkartoffeln sollten in flachen Kisten locker ausgebreitet und dann bei 12 bis 15 Grad möglichst hell aufgestellt werden.

Verblühte Topfpflanzen im Garten aussetzen

Verblühte Winterblüher wie die Christrose können draußen aus dem Topf in die Erde gesetzt werden. "Am besten kommt sie in kalkreichen Boden", sagt die Pflanzenexpertin. Wer den nicht hat, dem rät Van Groeningen, ein Stück Tafelkreide in den Boden zu legen.

Hecke noch im Februar schneiden

Wer Hecken stark schneiden oder roden will, muss dies bis Ende des Monats tun. In Wohngebieten gilt vom 1. März bis 30. September ein Bestandsschutz, damit Vögel und andere Tiere in den Gehölzen nisten können. Für den Hobbygärtner wird das leicht zum Problem, denn bei Minusgraden sollte man seine Heckenpflanzen auch nicht schneiden. Durch die offenen Schnittstelle ist die Pflanze nämlich besonders frostempfindlich. Form- und Pflegeschnitte sind allerdings weiterhin im Frühjahr und Sommer erlaubt.

Zusätzlich sollten Sie Ende Februar auch Nistkästen für Vögel aufhängen. Vor allem bei Meisen und Stare sind diese gern gesehen. Diese Vogelarten brühten bereits ab März.

Brombeeren jetzt schneiden

Auch Brombeeren muss man im Februar zurückschneiden, damit sie im Sommer möglichst viele Früchte tragen. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin rät, die Sträucher dabei gleich für den nächsten Rückschnitt im folgenden Jahr vorzubereiten. Beim Schnitt der Brombeeren werden diejenigen Ruten bodennah zurückgeschnitten, die bereits getragen haben. Von den nicht verzweigten jungen Ruten dagegen bleiben vier bis sechs pro Pflanze stehen. Sie bilden den Grundstock für das neue Brombeerjahr.

Um im nächsten Jahr im Brombeerdickicht schnell den Überblick zu haben, welche Ruten abgeschnitten werden sollten, werden diese vier bis sechs Ruten waagerecht oder fächerförmig an ein Spalier gebunden. Genau diese sind dann beim nächsten Schnitt an der Reihe.

Kübelpflanzen umtopfen

Kübelpflanzen wie Geranien können zurückgeschnitten und umgetopft werden. Daraufhin bilden sie neue Triebe, die als Stecklinge zum Vermehren der Pflanzen genutzt werden können.

Immergrüne regelmäßig gießen

Steigen die Temperaturen über null Grad, müssen die Immergrünen gut gegossen werden. Buchsbaum, Kirschlorbeer, Rhododendron und Co. verdunsten im Winter über die Blätter permanent Wasser. Vor allem an sonnigen Tagen und bei starkem Wind benötigen sie dann mehr Feuchtigkeit als etwa über den Regen nachkommen kann. Besonders Pflanzen, die an Plätzen stehen, wo Niederschläge sie nicht erreichen, müssen regelmäßig gewässert werden.

Herrscht trotz Sonnenschein noch starker Frost, sollte man am besten für einen Sonnenschutz sorgen. Denn es kann sein, dass die Blätter auftauen und Wasser benötigen, erläutert Isabelle Van Groeningen. Dieses können die Pflanzen aber nicht aus dem gefrorenen Boden ziehen. "Am besten ein Bettlaken über die Krone legen. Wenn keines zur Hand ist, geht auch Zeitungspapier", rät Van Groeningen. Vor allem Gehölze an der Ost- und Südseite brauchen einen Schattenspender.

Gartengeräte fit für den Frühling machen

Daneben kann sich der Hobbygärtner mal in den Keller zurückziehen. Jetzt hat er Zeit, seine Geräte zu warten. Spaten, Harke und Schaufel werden geputzt, entrostet und eingefettet, Scheren geschliffen. Auch bei Rasenmäher und Heckenschere müssen die Messer geschärft werden, Baumsägen benötigen eventuell ein neues Sägeblatt.

Blumentöpfe jetzt säubern

Blumentöpfe und Pflanzcontainer, die wiederverwendet werden sollen, brauchen eine Reinigung. Pilzsporen beispielsweise können viele Monate in Tontöpfen überleben. Gefäße, in denen kranke Pflanzen waren, sollten daher vor dem Neubepflanzen ausgekocht oder gleich entsorgt werden. Sie nur in Wasser einzuweichen und abzubürsten, reiche nicht, sagt Peter Botz, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Garten-Center e. V..

Waren in den Gefäßen keine kranken Pflanzen, ist der Aufwand geringer: "Am einfachsten geht die Grundreinigung im trockenen Zustand: Die leeren Gefäße werden sorgfältig mit einer Wurzelbürste abgerieben", erläutert Botz. Kleben feuchte Erdklumpen oder Wurzelreste an den Seiten, sollte man die Töpfe erst in Wasser einweichen und sie anschließend ausbürsten.

Schöner werden Tontöpfe durch die Behandlung nicht unbedingt. Zwar verblassen manche Algen- oder Kalkrand mit dem Putzen. "Auf die Dauer ist gegen diese Ablagerungen jedoch nichts zu machen", sagt Botz. "Selbst eine Intensivkur mit Essigwasser hilft nur vorrübergehend."

Zaubernuss blüht jetzt

Die Pflanze, die Hobbygärtner im Februar am meisten im Garten erfreuen kann, ist für Isabelle Van Groeningen die Zaubernuss. "Wenn sie blüht, beginnt für mich die Saison", sagt die Gartenexpertin. "Ich liebe sie, sie hat eine sehr charaktervolle Wuchsform, eine schöne Herbstfarbe und einen besonderen Duft."

Die Pflanze braucht im Garten allerdings viel Platz, um sich zu entfalten: Mindestens drei bis vier Meter sollten es sein. Außerdem benötigt die Zaubernuss einen säuerlichen Boden, und sie schätzt Kompost oder Laubmulch.

Wie Sie einen Baum richtig stutzen und fällen, erfahren Sie hier.

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