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Immergrüne Hecken: die besten Heckenpflanzen

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Die besten immergrünen Hecken

11.07.2016, 10:29 Uhr | sj; dpa-tmn, dpa-tmn, zuhause.de

Immergrüne Hecken: die besten Heckenpflanzen. Immergrüne Sträucher bringen auch im Winter Farbe in den Garten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Immergrüne Sträucher bringen auch im Winter Farbe in den Garten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hecken und Sträucher bieten einen natürlichen Sichtschutz im Garten, der lebendiger wirkt als etwa eine Wand oder ein Holzzaun. Wer dabei auch im Winter vor neugierigen Blicken der Nachbarn geschützt sein möchte, entscheidet sich besser für immergrüne Gewächse. Sie lockern zudem die triste Winterlandschaft ein wenig auf. Doch nicht alle Sträucher sind für jeden Garten geeignet. Der Kirschlorbeere beispielsweise wächst so intensiv, dass er für kleine Gärten weniger geeignet ist. Wir stellen Ihnen die beliebtesten immergrünen Heckenpflanzen mit ihren Vor- und Nachteilen vor.

Der beste Zeitpunkt, eine immergrüne Hecke zu pflanzen, ist der Herbst. Bevor die ersten Fröste kommen, können die Pflanzen anwachsen, sich an den Standort gewöhnen und treiben dann im Frühling besonders gut aus.

Allerdings darf man im Winter nicht vergessen, die Pflanzen zu gießen. Besonders bei trockener, sonniger Kälte ist es wichtig, dass der Wurzelballen niemals ganz austrocknet. Immergrüne Pflanzen verdunsten auch in der kalten Jahreszeit über ihre Blätter Wasser. Wenn aus dem gefrorenen Erdreich kein Nachschub kommt, nehmen die Sträucher Schaden. Die Blätter werden braun und ganze Triebe sterben ab.

Hecken, die schnell wachsen

Ein Nachteil von vielen immergrünen Hecken ist, dass sie im Vergleich zu Stauden, Kletterpflanzen und vielen sommergrünen Büschen recht langsam wachsen. Es ist also ein wenig Geduld gefragt. Doch es gibt auch einige schnellwachsende Sorten unter den wintergrünen Heckenpflanzen.

Liguster beispielsweise bringt es je nach Art auf bis zu einen Meter Zuwachs im Jahr. Im Durchschnitt legen die dicht wachsenden Pflanzen allerdings nur um 40 bis 50 Zentimeter jährlich zu. Auch Kirschlorbeer legt mit etwa 40 Zentimetern pro Jahr ein ordentliches Wachstum hin. Gerade der Kirschlorbeer wird deshalb gerne als schneller Sichtschutz eingesetzt. Allerdings wächst er auch sehr in die Breite und ist deshalb für kleinere Gärten nur bedingt geeignet.

Experten raten zur Thuja (auch als Lebensbaum bekannt) als Alternative. "Steht wenig Platz zur Verfügung, sind der Lebensbaum 'Smaragd' oder 'Columna' eine gute Wahl", empfiehlt etwa Landschaftsarchitekt Arne Janssen aus dem niedersächsischen Worpswede. Die Sorten wachsen schmal, ihre Seiten brauchen alle zwei Jahre einen Schnitt. "Die Leittriebe kürzt man erst, wenn die Hecke die Endhöhe erreicht hat."

Damit das ganzjährige Grün auf Dauer nicht zu eintönig wird, kann man es gewissermaßen als Kulisse für andere blühfreudige Pflanzen in Szene setzen. "Die immergrüne Hecke bildet eine perfekte Rückwand für aparte Sträucher und Stauden", nennt Gabriele Schabbel-Mader, Präsidentin der Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur, ein Beispiel.

Immergrüne Hecken bieten auch im Winter Sichtschutz

Ideal geeignet sind immergrüne Hecken zur Einfriedung des Grundstücks, denn sie bleiben auch im Winter blickdicht. Beim Sichtschutz sollte man aber möglichst nur die intensiv genutzten Gartenbereiche mit blickdichten Lösungen umgeben statt das gesamte Grundstück. Da wirkt sonst vor allem in verhältnismäßig kleinen Gärten einengend.

"Ich bin ein Fan von immergrünen Heckenriegeln", sagt Schabbel-Mader. Zwischen den Blöcken lässt die Gartenarchitektin Lücken, die sich nicht auf den ersten Blick zeigen, aber doch je nach Perspektive einen Ausblick in die Umgebung zulassen. "Man kann auch mal freiwachsende Gehölze dazwischen setzen, um die Wände aufzulockern." Darüber hinaus seien immergrüne Hecken eine gute Kulisse für andere Pflanzen. "Die immergrüne Hecke bildet eine perfekte Rückwand für aparte Sträucher und Stauden."

Im Vorgarten halten Hobbygärtner aber besser ausreichend Abstand zwischen Hecke und Wegen ein. Denn hier wird im Winter Streusalz verwendet, was die Pflanzen nicht vertragen, erklärt Schabbel-Mader. "Außerdem sollte Zugluft vermieden werden." Denn das begünstige das Auftreten von Schädlingen wie der Weiße Fliege und Blattläusen.

Viele immergrüne Sträucher sind giftig

Wem Kirschlorbeer und Thuja zu langweilig sind, für den können Stechpalmen oder Feuerdorn mit ihren roten und orangen Früchten, die von Herbst bis Winter noch ein wenig Farbe in den Garten bringen. Allerdings sind beide Früchte leicht giftig – insbesondere für Tiere. Die Sträucher sind daher für nicht zu empfehlen, wenn sich Hunde, Katzen, Kaninchen oder andere Haustiere im Garten aufhalten sollen. Doch Vorsicht ist auch bei anderen Sträuchern geboten – fast alle beliebten Hecken haben giftige Bestandteile.

Sogar für den Menschen giftig sind Kirschlorbeer und Eibe. Die beliebten Heckenpflanzen wurden in den Jahren 2013 und 2011 zur Giftpflanze des Jahres gewählt. Beim Kirschlorbeer enthalten insbesondere die Blätter und Samen giftige Glycoside, die beim Zerkauen Blausäure freisetzen. Schon zehn Samen können tödlich sein. Die Nadeln und Samen der Eibe enthalten das Alkaloid Taxin, das unter anderem auf das Herz wirkt und bis zum Herzstillstand führen kann.

Bei der Thuja sind Holz, Zapfen und vor allem die Zweigspitzen giftig. Außerdem sollte beim Schneiden aufpassen. Nach Hautkontakt kann es zu allergischen Reaktionen kommen, die sich durch Rötungen und Juckreiz bemerkbar machen: also besser die Arme schützen und Handschuhe beim Heckenschneiden tragen.

Der Buchsbaum hat zwar keine zum Verzehr einladenden Früchte, enthält aber in allen Pflanzenteilen Alkaloide, die Erbrechen und Krämpfe auslösen können. Ansonsten ist der Buchsbaum besonders für niedrige Zierhecken geeignet. Er wächst sehr langsam, lässt sich aber gut in Form schneiden, weil er bis ins Pflanzeninnere grüne Blätter trägt. Für größere Hecken ist der Liguster sehr schnittfreudig. Er bildet mit seinem dichten Wuchs schnell eine blickdichte Hecke, die sich gut zurechtstutzen lässt.

Immergrüne Hecken schneiden

Die meisten immergrünen Hecken dürfen zweimal im Jahr geschnitten werden. Am besten stutzt man sie im Frühjahr vor dem Austrieb und im Herbst vor den ersten Frösten noch einmal. So wachsen sie besonders dicht. Allerdings muss man darauf achten, dass Radikalschnitte zwischen März und Oktober verboten sind, um brütende Vögel nicht zu stören. Formschnitte kann man das ganze Jahr über vornehmen.

Ein trockener aber bedeckter Tag bietet die besten Bedingungen für einen Heckenschnitt. Wenn es zu heiß ist, werden die Schnittstellen braun, ist es zu nass, droht Pilzbefall. Wichtig ist, dass die Schere möglichst scharf ist, damit die Triebe nicht gequetscht werden. Was man beim Heckenschneiden noch beachten und welche Fehler man vermeiden sollte.

Welche Hecken für welchen Garten geeignet sind und was man beachten sollte:

Sorte Zuwachs/JahrBoden StandortBlüten/Früchte/Wuchsgiftig
Liguster40 - 50 cmanspruchslossonnig/halbsonnigkleine weiße Blüten im Frühsommer; dunkle Beeren im Herbst (allerdings nicht bei häufigem Rückschnitt)Beeren sind giftig
Thuja (Lebensbaum)40 cmnährstoffreicher sandig-lehmiger Bodensonnig/halbschattigunauffällige FrüchteHolz, Zapfen und Zweigspitzen giftig
Kirschlorbeer40 cmanspruchslos für die meisten Standorte geeignetbraucht vergleichsweise viel Platz in der BreiteBlätter und Samen enthalten giftige Glycoside
Eibe20 - 40 cmüberwiegend anspruchslos, mag kalkhaltige Bödenhalbschattig/schattiglässt sich gut in Form schneidenNadeln und Samen enthalten herzwirksames Alkaloid
Buchsbaum20 - 30 cmanpassungsfähig/mag leicht basischen Bodensonnig/halbschattigdichter Wuchs bis in die Mittealle Pflanzenteile leicht giftig
Feuerdorn20 - 40 cmlockerer, nicht zu nasser Bodensonnig/halbschattigkleine weiße Blüten im Mai; orange-gelbe Beeren im Herbst, dornige ZweigeFrüchte schwach giftig
Scheinzypresse20 - 30 cmanspruchslossonnig/halbschattiggrüne oder blaue Färbung mit unauffälliger BlüteAlle Pflanzenteile giftig

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