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Geldscheine während der Hyperinflation - Als wir alle Milliardäre waren


Geldscheine während der Hyperinflation - Als wir alle Milliardäre waren

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1000-Mark-Reichsbanknote von 1922 (Vorderseite)
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Quelle: LW/privat

Die Eurokrise lässt viele Deutsche an die Zeit der Hyperinflation während der Weimarer Republik denken. Vor allem in den frühen 1920er Jahren beschleunigte sich die Inflation immer mehr und erreichte bis zu 32.400 Prozent pro Monat. Das Geld entwertete sich in schwindelerregendem Maße - immer schneller mussten Banknoten mit höheren Werten gedruckt werden. Wir zeigen Ihnen Geldscheine aus der Zeit, als alle Deutschen Millionäre oder sogar Milliardäre waren.

500.000-Mark-Reichsbanknote von 1923
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Quelle: LW/privat

Dieser 500.000-Mark-Schein von 1923 gehörte schon bald zu den kleineren Banknoten. Wie schnell das Geld gedruckt werden musste, zeigt sich unter anderem daran, dass die Scheine sehr schlicht gestaltet waren. Die Rückseite zum Beispiel ist bei den meisten gar nicht bedruckt. Diese Note hat immerhin im rechten, dunkleren Bereich ein Wasserzeichen.

1-Million-Mark-Reichsbanknote von 1923
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Quelle: LW/privat

Auch dieser 1-Million-Mark-Schein von 1923 war einfach gehalten und nur auf der Vorderseite bedruckt. Im senkrecht stehenden Text links wurde trotzdem unverdrossen vor dem Fälschen von Banknoten gewarnt. Wer es trotzdem tat, dem drohte "Zuchthaus nicht unter zwei Jahren".

10-Millionen-Mark-Reichsbanknote von 1923
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Quelle: LW/privat

Auch dieser 10-Millionen-Mark-Schein war 1923 in Deutschland in Umlauf. Doch damit hatte der Inflationswahnsinn noch lange kein Ende gefunden.

Hyperinflation 1923: Abwiegen von Geldscheinen
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Quelle: dpa-bilder

Die Geldbündel wurden 1923 oft gewogen, weil das Zählen der Scheine zu lange gedauert hätte.

50-Millionen-Mark-Reichsbanknoten von 1923
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Quelle: LW/privat

Dieses Bündel von 50-Millionen-Mark-Scheinen von 1923 ist sogar noch von der Bank-Banderole umgeben. Die 20 Scheine kommen damit auf einen Nominalwert von einer Milliarde Mark. Im rechten, dunkleren Bereich sind Sicherheitsfasern und ein Wasserzeichen in die Scheine eingearbeitet.

100-Millionen-Mark-Reichsbanknote von 1923
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Quelle: LW/privat

Auch 100 Millionen Mark konnte man 1923 handlich in Form dieser Banknote im Geldbeutel transportieren - sofern es nicht zu viele Scheine waren. Die Kaufkraft der einseitig bedruckten Note war nämlich äußerst gering. Im September 1923 kosteten ein Pfund Butter und drei Eier 104 Millionen Mark, wobei 50 Millionen Mark auf die Butter entfielen.

10-Milliarden-Mark-Reichsbanknote von 1923
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Quelle: LW/privat

Im Oktober 1923 erreichte der Inflations-Wahnsinn seinen Höhepunkt: Ein Pfund Butter kostete 5,8 Milliarden Mark. Einen Monat später war der Spuk dann vorbei. Die Preise fielen auf ein vernünftiges Niveau - allerdings in Rentenmark. Ab 1924 wurde parallel die Reichsmark eingeführt, die bis 1948 gültig blieb.

100-Billionen-Mark-Reichsbanknote von 1923
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Quelle: dpa-bilder

Dies ist der Geldschein mit der höchsten jemals in Deutschland aufgedruckten Summe: 100.000.000.000.000 Mark. Er datiert zwar vom Februar 1924, kam aber vermutlich schon im November 1923 in Umlauf. Die alten Scheine wurden als Notgeld noch eine Weile weiterbenutzt. Das Wechselverhältnis betrug 1:1 Billion, der Wert des Scheins lag also bei 100 Rentenmark. Er ist beachtliche 18,1 cm breit und 9,5 cm hoch. Zum Vergleich: Ein DIN-A4-Blatt misst 21 x 14,8 cm.

Hyperinflation 1923: Kinder spielen mit Geldscheinen
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Quelle: dpa-bilder

Nach der Ausgabe der neuen Rentenmark wurden viele Geldscheine wertlos, denn beim Wechselkurs von 1:1 Billion hatte selbst ein 5-Milliarden-Mark-Schein nur noch einen Wert von 0,005 Rentenmark. Deshalb verwundert es auch nicht, dass diese Kinder im November 1923 mit dicken Geldbündeln spielen durften.

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