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20.05.1932: Eine Frau bezwingt den Atlantik
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Quelle: Imagno / Austrian Archives (S)/ullstein-bild

20.05.1932: Eine Frau bezwingt den Atlantik — Am 20. Mai 1932 begab sich Amelia Earhart (Aufnahme vor dem Start) auf einen Flug, dessen Landung nicht ganz wie geplant lief: Statt in der französischen Hauptstadt Paris setzte sie ihr Flugzeug auf einer nordirischen Kuhweide auf. Aber Earhart hatte es geschafft, am besagten 20. Mai 1932 ĂŒberquerte sie als erste Frau im Alleingang den Atlantik. Um sich wachzuhalten, hatte Earhart Riechsalz dabei gehabt. Doch anders als Charles Lindbergh, der fĂŒr seine erste AtlantikĂŒberquerung fĂŒnf Jahre zuvor 33 Stunden gebaucht hatte (dabei allerdings Paris erreicht hatte), schaffte sie den Flug in lediglich knapp 15 Stunden. Ihren Kritikern begegnete die Frauenrechtlerin oft mit Humor. Als sie bei einer Preisverleihung von der Presse gefragt wurde, ob sie denn auch Kuchen backen könne, antwortete Earhart: "Ich nehme die Auszeichnung im Namen aller KuchenbĂ€ckerinnen und aller Frauen, die sogar noch wichtigere Dinge tun, als zu fliegen, entgegen, sowie im Namen aller Frauen, die fliegen."

1972: Sensation im Bundestag
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Quelle: ZUMA/Keystone/imago-images-bilder

1972: Sensation im Bundestag — Fragte man die zehnjĂ€hrige Annemarie Wildung (stehend), Tochter eines SPD-Politikers und SportfunktionĂ€rs, was sie spĂ€ter einmal werden wolle, so antwortete sie ohne zu zögern: "ParteisekretĂ€rin!" Was das aufgeweckte MĂ€dchen sich damals noch nicht ertrĂ€umen konnte, war, dass sie bei Weitem nicht nur dieses Ziel erreichen, sondern als Annemarie Renger (wegen spĂ€terer Heirat) am 13. Dezember 1972 sogar die erste PrĂ€sidentin des Deutschen Bundestages werden wĂŒrde. Auf ihrem Weg verschaffte die Grande Dame der deutschen Sozialdemokratie sich oftmals mit ihrer direkten Art den Respekt ihrer Parteifreunde. "Ich habe mich in der Fraktion selber fĂŒr das Amt des BundestagsprĂ€sidenten vorgeschlagen. Glauben Sie, man hĂ€tte mich sonst genommen?", kommentierte sie spĂ€ter ihre Wahl.

18.05.1995: Ein betrĂŒgerischer "Baulöwe" wird gefasst
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Quelle: AP/ullstein-bild

18.05.1995: Ein betrĂŒgerischer "Baulöwe" wird gefasst — Am 18. Mai 1995 klickten die Handschellen um die Gelenke von Utz JĂŒrgen Schneider in Florida. Mit der Verhaftung des Immobilienunternehmers aus Frankfurt am Main und seiner Frau Claudia endete einer der grĂ¶ĂŸten BetrugsfĂ€lle der Branche. Insgesamt 6,7 Milliarden D-Mark Schulden hatte Schneider in den Jahren nach der Wende aufgehĂ€uft. Seine Masche: Schneider kaufte historische Immobilien in deutschen GroßstĂ€dten, ließ sie aufwendig sanieren und versprach den Geldgebern exorbitante Gewinnsteigerungen durch anschließende Vermietung oder Verkauf. Die aber blieben aus – und immer fantastischer wurde das LĂŒgengerĂŒst des Immobilienbarons. 1994 schließlich flog der Schwindel auf, Schneider und seine Frau versteckten sich in Florida, wo Beamte des Bundeskriminalamtes das Paar letztendlich aufspĂŒren konnten.

1902: Die Entdeckung eines antiken Wunderwerks
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Quelle: Heritage Images / Fine Art Images/ullstein-bild

1902: Die Entdeckung eines antiken Wunderwerks — Fast hĂ€tten die Schwammtaucher, die um 1900 vor der griechischen Insel Antikythera ein Schiffswrack fanden, den merkwĂŒrdigen Klumpen gar nicht mit an die OberflĂ€che gebracht. Wie ein wertloser Haufen Metallschrott sah er aus, nur einige stark korrodierte ZahnrĂ€der lugten hervor. Erst zwei Jahre spĂ€ter schaute Valerios Stais, ArchĂ€ologe und Direktor des Nationalmuseums von Athen, sich den Klumpen nĂ€her an. Und erkannte, was er da in den HĂ€nden hielt: eine astronomische Uhr, deren ZahnrĂ€der und ZiffernblĂ€tter prĂ€zise die Bewegungen von Himmelskörpern anzeigen können. Unter anderem beschreibt der sogenannte Mechanismus von Antikythera den Lauf der Sonne sowie der babylonischen Tierkreiszeichen, den Lauf des Mondes, das Auftreten von Sonnen- wie Mondfinsternissen und die Termine fĂŒr die Olympischen Spiele. Bis heute sind seine letzten Geheimnisse nicht erforscht. Seit dem Jahr 2002 findet eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern, die sich zum Antikythera Mechanism Research Project zusammengeschlossen haben, immer noch neue Überraschungen – ĂŒber 120 Jahre nach der Entdeckung. Die Forschergruppe vermutet mittlerweile, dass ein interessierter Laie das GerĂ€t einst als luxuriöses Spielzeug oder Prestigeobjekt nutzte.

1928: Der berĂŒhmteste Kutscher Deutschlands
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Quelle: ullstein-bild

1928: Der berĂŒhmteste Kutscher Deutschlands — KrĂ€ftig begrĂŒĂŸt wird Gustav Hartmann 1928 in Berlin. Kein Wunder, denn der Kutscher hat Großes geleistet. Am 2. April 1928 war der Berliner Unternehmer in der deutschen Hauptstadt mit Karre und Pferd aufgebrochen, Paris lautete sein Ziel. Nicht nur die Entfernung von mehr als 1.000 Kilometern war gewaltig, sondern auch der Schatten des Ersten Weltkrieges zwischen Deutschen und Franzosen noch gegenwĂ€rtig. Als Hartmann, der den Beinamen "Eiserner Gustav" erhalten hatte, am 4. Juni in Paris einrollte, wurde er trotzdem frenetisch empfangen. Genau wie in Berlin bei der RĂŒckkehr (Bild).

15.05.1928: Eine Maus geht in die Luft
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Quelle: WALT DISNEY PICTURES / Ronald Grant Archive / Mary Evans/imago-images-bilder

15.05.1928: Eine Maus geht in die Luft — Einen verrĂŒckten Zeichentrickfilm sah das Testpublikum in einem Kino in Hollywood am 15. Mai 1928: Eine Maus versuchte mehr oder minder erfolgreich, ein von Bauernhoftieren zusammengebautes Flugzeug zu steuern und gleichzeitig das Herz einer Mausedame namens Minnie zu erobern. "Plane Crazy", zu Deutsch "Bruchlandung", war der erste Ausflug von Mickey Mouse auf die Kinoleinwand. Nur sechs Minuten und vier Sekunden dauerte das Abenteuer, fĂŒr das der Zeichner Ub Iwerks zwei Wochen gebraucht und rund 700 Zeichnungen pro Tag angefertigt hatte. Obwohl im Publikum ein leitender Angestellter der Metro-Goldwyn-Mayer-Studios saß, konnte sich niemand so richtig fĂŒr die durchgeknallte Maus begeistern. Deshalb gilt erst der wesentlich erfolgreichere Cartoon "Steamboat Willie" vom November 1928 offiziell als erster Mickey-Mouse-Film.

14.05.1948: Ein neuer Staat wird geboren
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Quelle: AP Photo/dpa-bilder

14.05.1948: Ein neuer Staat wird geboren — Am Nachmittag des 14. Mai 1948 entstand ein neuer Staat. David Ben-Gurion (mittig stehend) rief im Stadtmuseum von Tel Aviv das moderne Israel aus. FĂŒr Juden in aller Welt erfĂŒllte sich – kurz nach dem Holocaust – damit der Traum eines eigenen Staates. Die Araber nennen den Tag und seine Folgen bis heute aber "Nakba", "Katastrophe". Noch in der Nacht marschierten Truppen Ägyptens, Transjordaniens, Syriens, des Irak und des Libanon in das Gebiet des jungen Israels ein mit dem Ziel, es sofort wieder zu zerstören. In der betreffenden Region lebten zum Zeitpunkt der GrĂŒndung 1,3 Millionen Araber und etwa 600.000 Juden. Erst 1949 endete der Konflikt mit dem militĂ€rischen Sieg Israels. Hunderttausende Araber mussten fliehen oder wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Die Zukunft sollte zahlreiche weitere Kriege bringen.

13.05.1971: Eine Kultshow des deutschen Fernsehens
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Quelle: United Archives/ullstein-bild

13.05.1971: Eine Kultshow des deutschen Fernsehens — Es war ein abendfĂŒllendes Programm, mit dem der Showmaster Hans GĂŒnter Rosenthal am 13. Mai 1971 das Publikum des Zweiten Deutschen Fernsehens begeisterte. Prominente Kandidaten traten in Zweierteams gegeneinander an und mussten Wortspiele wie Aufgaben lösen. "Dalli Dalli" hieß das neue Format, was umgangssprachlich so viel wie "Nun mach mal schnell!" bedeutet. Rosenthals an das Publikum gerichteter ikonischer Spruch nach einer besonders guten Leistung der Kandidaten, "Sie sind der Meinung, das war
 Spitze!", fand gar in das Alltagsvokabular Einzug. Da seine bekannten Kandidaten in der Regel finanziell gut gestellt waren, wurden die in der Show erspielten Gewinngelder Familien in Not zur VerfĂŒgung gestellt. Das Siegerteam durfte am Ende der Sendung darĂŒber entscheiden, welche Familie das Geld erhalten sollte.

12.05.1971: Sensation im deutschen Fernsehen
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Quelle: dpa-bilder

12.05.1971: Sensation im deutschen Fernsehen — Ungewöhnlich hell klang die Stimme, die am 12. Mai 1971 um 22:15 Uhr die Nachrichten in der ZDF-Sendung "heute" verlas: Mit Wibke Bruhns moderierte erstmals eine Frau im westdeutschen Fernsehen eine Nachrichtensendung. Was an dem Tag tatsĂ€chlich passiert war, verblasste allerdings vor der Ungeheuerlichkeit dieser Neuerung. WĂ€hrend Gewerkschafterinnen und Feministinnen Wibke Bruhns als VorkĂ€mpferin feierten, forderten konservativere Stimmen, sie solle gefĂ€lligst zurĂŒck an den Herd kehren und die Weltlage den MĂ€nnern ĂŒberlassen. Doch Bruhns ließ sich weder von Lob noch von Kritik beeindrucken. Sie selber langweilte sich eher dabei, Nachrichten nur vorlesen zu dĂŒrfen, statt selber Texte zu schreiben. Nach fast 400 "heute"-Sendungen kĂŒndigte sie beim ZDF. Und machte weiter Karriere.

11.05.1959: Die Gorilladame im Rentenalter
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Quelle: Epa/Maurizio Gambarini/dpa-bilder

11.05.1959: Die Gorilladame im Rentenalter — Es war ein seltsames Paar, das am 11. Mai 1959 per Linienflug aus der französischen Hafenstadt Marseille nach Berlin kam: eine Kneipenwirtin mit einem westlichen Flachlandgorilla an der Hand. Das Tier hatte ihr ein durstiger Matrose als Bezahlung aufgeschwatzt. Doch wohin mit der Gorilladame? Der von der beherzten Wirtin kontaktierte Berliner Zoo bot an, den Flug zu bezahlen und der damals vermutlich zwei Jahre alten Äffin namens Fatou (Aufnahme von 2014) ein neues Zuhause zu geben. In Empfang genommen wurde sie dann neben einem menschlichen Empfangskomittee am Flughafen auch von ihrem neuen Lebenspartner Knorke. Mittlerweile hat Fatou nicht nur Knorke, sondern auch dessen Nachfolger gleichen Namens und die gemeinsame Tochter Dufte ĂŒberlebt. Mit nunmehr 65 Jahren gilt sie als Ă€ltester lebender Gorilla der Welt. Zumindest laut Dokumentation.

10.05.1941: Hitlers Stellvertreter fliegt nach England
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Quelle: ap-bilder

10.05.1941: Hitlers Stellvertreter fliegt nach England — Stolz posierten diese Briten im Mai 1941 mit einem Flugzeugwrack, allerdings nicht irgendeinem. Am 10. Mai 1941 hatte sich der Flieger vom Typ "ME 110",von Deutschland auf den Weg gen Großbritannien gemacht. An Bord befand sich nur der Pilot: Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß. Adolf Hitler ahnte nicht, was Heß vorhatte. Mit dem britischen Premier Winston Churchill wollte dieser einen Pakt aushandeln. Über dem schottischen Anwesen des Duke of Hamilton sprang Heß mit dem Fallschirm ab und ließ seine Maschine zerschellen. Sein Plan ging allerdings nicht auf. Hitler distanzierte sich von seinem Stellvertreter und ließ ihn fĂŒr verrĂŒckt erklĂ€ren. Und die Briten dachten gar nicht daran, mit Nazideutschland zu verhandeln. Sie nahmen Heß gefangen. So entging der Nationalsozialist zwar der Todesstrafe, doch Einsicht zeigte er nie. "Ich bereue nichts", beharrte er noch 1946.

09.05.1926: Das Schiff, das ĂŒber den Atlantik walzte
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Quelle: Press-Photo-News-Service/ullstein-bild

09.05.1926: Das Schiff, das ĂŒber den Atlantik walzte — Sie erzeugte reichlich Begeisterung, als sie am 9. Mai 1916 in den Hafen von New York einlief: Die "Baden-Baden" (undatierte Aufnahme) war das erste Rotorschiff mit Walzensegeln, das den Atlantik ĂŒberquert hatte. Die beiden 18,3 Meter hohen rotierenden Zylinder mit jeweils 2,8 Metern Durchmesser ersetzen bei dieser Antriebsart die herkömmlichen Segel. Werden sie einer Windströmung ausgesetzt, erzeugen sie eine quer zur Windrichtung stehende Kraft. Anton Flettner, der Erfinder dieses sogenannten Flettner-Rotors, hatte zu Beginn der 1920er Jahre den Dreimastschoner "Buckau" entsprechend umrĂŒsten und auf den Namen "Baden-Baden" umtaufen lassen. Zwar verlief das Experiment erfolgreich, fĂŒr grĂ¶ĂŸere Schiffe eigneten sich die Flettner-Rotoren jedoch nicht. Entsprechend geriet die Erfindung bald in Vergessenheit. In den 1980er Jahren wurde die Idee der Walzensegel aufgrund der steigenden Rohölpreise wieder populĂ€r. Heute verkehrt beispielsweise die FĂ€hre "Copenhagen" zwischen Rostock und der dĂ€nischen Stadt Gedser.

08.05.1985: Die legendÀrste Rede eines BundesprÀsidenten
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08.05.1985: Die legendĂ€rste Rede eines BundesprĂ€sidenten — "Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft", sagte BundesprĂ€sident Richard von WeizsĂ€cker am 8. Mai 1985 in seiner Rede zum 40. Jahrestag der Beendigung des Krieges in Europa. Mit dieser Botschaft lĂ€utete von WeizsĂ€cker eine Wende in der Erinnerungskultur an die Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft ein. In den ersten 40 Jahren nach Kriegsende wurde die Erinnerung an die von Deutschen verĂŒbten Verbrechen in der bundesdeutschen Öffentlichkeit oftmals verweigert. Erstmals redete der damalige BundesprĂ€sident nun schonungslos und offen ĂŒber die GrĂ€ueltaten, den Holocaust und die Folgen des Krieges fĂŒr Europa. Von WeizsĂ€cker aber gab mit seinen Worten der Erinnerung an das Kriegsende eine neue Bedeutung: "Es gab keine Stunde Null, aber wir hatten die Chance zu einem Neubeginn. Wir haben sie genutzt, so gut wir konnten. An die Stelle der Unfreiheit haben wir die demokratische Freiheit gesetzt." Damit gab er dem Erinnern eine positive Richtung in die Zukunft.

07.05.1945: Eine Nazi-GrĂ¶ĂŸe wird gefangen genommen
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Quelle: dpa/ullstein-bild

07.05.1945: Eine Nazi-GrĂ¶ĂŸe wird gefangen genommen — Um nicht der Roten Armee in die HĂ€nde zu fallen, ergab sich der Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe, Reichsmarschall und ÄmteranhĂ€ufer, Hermann Göring, am 7. Mai 1945 der US-Armee. Bei der Festnahme nahmen die Alliierten dem ranghohen Nazi nicht nur große Mengen Paracodintabletten ab, die er aus SuchtgrĂŒnden bei sich trug, sondern auch sĂ€mtliche Orden und Ehrenzeichen (Bild). Möglicherweise ĂŒbersahen die Amerikaner aber eine Kapsel Zyankali. Woher das tödliche Gift stammte, ist bis heute nicht abschließend geklĂ€rt: Fest steht, dass Göring mit Zyankali im Oktober 1946 Suizid beging, um so dem Tod durch ErhĂ€ngen zu entgehen. Dazu war er im NĂŒrnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher wegen seiner zahlreichen Verbrechen verurteilt worden war.

06.05.2001: Ein Kindheitstraum wird wahr – im All
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Quelle: Russian Space Agency/ap-bilder

06.05.2001: Ein Kindheitstraum wird wahr – im All — Schon als kleiner Junge wollte Dennis Anthony Tito nur eins werden: Astronaut. Stattdessen jedoch wurde er Raumfahrtingenieur – und erfolgreicher Unternehmer. So konnte er es sich leisten, fĂŒr 20 Millionen US-Dollar ein Ticket fĂŒr den ersten privaten Flug zur Internationalen Raumstation (ISS) zu erwerben und sich so seinen lang gehegten Traum zu erfĂŒllen. An Bord eines russischen Raumschiffs gelangte er zur ISS und verbrachte sechs Tage an Bord. Es sei ein beeindruckendes Erlebnis gewesen, sagte der MultimillionĂ€r nach seiner RĂŒckkehr am 6. Mai 2001. Ein Ausflug ins All wĂŒrde ihm jedoch genĂŒgen, ein weiterer sei nicht geplant.

05.05.1945: Freude der Überlebenden
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Quelle: ullstein-bild

05.05.1945: Freude der Überlebenden — Hunderttausende Österreicher jubelten, als Adolf Hitler im MĂ€rz 1938 die Wehrmacht in das Land einmarschieren ließ. FĂŒr andere Menschen in der Alpenrepublik bedeutete der "Anschluss" an das Deutsche Reich hingegen eine Katastrophe. Kurz nach ihrer MachtĂŒbernahme begannen die Nationalsozialisten bereits mit der Verfolgung von Juden und politischen Gegnern in Österreich. Mehr als 190.000 Menschen sperrte die SS im Laufe der Jahre in das neu gegrĂŒndete Konzentrationslager Mauthausen nahe Linz samt Außenlagern ein, mindestens 90.000 HĂ€ftlinge starben an EntkrĂ€ftung, Hunger, Seuchen, Misshandlung und durch Gas. Am 5. Mai 1945 erreichten schließlich die ersten US-Truppen das KZ, die SS war zu diesem Zeitpunkt bereits geflohen. Auch wenn dieses Foto der Befreiung erst etwas spĂ€ter entstand, als weitere US-VerbĂ€nde in Mauthausen einrĂŒckten: Die Freude der Geretteten ĂŒber das Ende des Naziterrors war noch nicht verflogen.

04.05.1980: Die Welt strömt zum Diktatorenabschied
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Quelle: UPI/dpa-bilder

04.05.1980: Die Welt strömt zum Diktatorenabschied — Als er am 4. Mai 1980 an den Folgen eines Raucherbeins starb, hatte Josip Broz Tito in der Rolle des diktatorisch waltenden Staatschefs mehr als 30 Jahre lang die Geschicke Jugoslawiens gelenkt. Sein BegrĂ€bnis am 8. Mai wurde mit der Anwesenheit von vier Königen, 31 PrĂ€sidenten, sechs Prinzen, mehr als 20 Premierministern und fast 50 Außenministern zum Massenauflauf. Unter anderem kamen Helmut Schmidt, Erich Honecker, Leonid Breschnew, Margaret Thatcher, Kim Il Sung, Saddam Hussein und Jassir Arafat, um dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen.

03.05.1971: Als Walter Ulbricht "Adios" sagen musste
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Quelle: ADN-Bildarchiv/ullstein-bild

03.05.1971: Als Walter Ulbricht "Adios" sagen musste — Mit gesundheitlichen Beschwerden begrĂŒndete der DDR-Oberbonze Walter Ulbricht (l.) am 3. Mai 1971 nach ĂŒber 20 Jahren seinen RĂŒckzug von der Macht. Ulbricht war ein eifriger Postensammler, so fungierte der Kommunist etwa als Staatsratsvorsitzender (dies blieb er auch weiterhin), Erster SekretĂ€r des Zentralkomitees (ZK) der SED und Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR. Der wahre Grund fĂŒr seinen Abschied waren jedoch ZerwĂŒrfnisse mit der UdSSR und großen Teilen des PolitbĂŒros der SED, denen Ulbrichts AnnĂ€herungskurs an den Westen nicht gefiel. Sein Nachfolger wurde Erich Honecker (r.) – mit dem er, wie auf diesem Bild zu sehen, 1968 noch gemeinsam die DDR-Athleten bei ihrer RĂŒckkehr von den Olympischen Spielen in Mexiko-City in Empfang genommen hatte.

02.05.1936: Als die Nazis Traumurlaube planten
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Quelle: ullstein-bild

02.05.1936: Als die Nazis Traumurlaube planten — "Hier wird einst das Gewaltigste an Gemeinschaft herrschen, was man ĂŒberhaupt kennt", versprach Robert Ley (m.), Chef der Deutschen Arbeitsfront bei der Grundsteinlegung der Ferienanlage Prora im Seebad Binz auf der Ostseeinsel RĂŒgen am 2. Mai 1936. Hier sollten die Deutschen Erholung finden und Zuversicht schöpfen. Allerdings straff organisiert von der nationalsozialistischen Organisation Kraft durch Freude (KdF): Eine Woche Urlaub fĂŒr jeweils 20.000 Arbeiter gleichzeitig – Rundum-Propaganda inklusive. Über fĂŒnf Kilometer erstreckte sich die Anlage am Ostseestrand. So verfĂŒgte zwar jedes der nur 2,25 mal 4,75 Meter großen und spartanisch eingerichteten Zimmer ĂŒber Meerblick, Toiletten gab es allerdings nur in den TreppenhĂ€usern. Bevor jedoch die ersten Urlauber anreisen konnten, unterbrach der Krieg die Bauarbeiten. Statt GĂ€sten kamen Verwundete nach Prora, die Anlage mit ihren winzigen Zimmerzellen eignete sich hervorragend als Lazarett. SpĂ€ter zog die Nationale Volksarmee der DDR ein, Prora wurde zur Kaserne, der Ostseestrand zum Sperrgebiet erklĂ€rt.

1995: Drama in der Nordsee
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Quelle: epa/dpa-bilder

1995: Drama in der Nordsee — Eigentlich war die "Brent Spar" eine Ölplattform der Ölkonzerne Shell und Esso. Am 30. April 1995 Ă€nderte sich das allerdings. Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace besetzten das kĂŒnstliche Eiland in der Nordsee, hissten ihre Flagge. Aber warum? Weil die Betreiber die "Brent Spar" kurzerhand im Meer versenken wollten, statt sie abzubauen und so zu entsorgen. Bald formiert sich breiter Widerstand, vor allem in Deutschland, Shell-Tankstellen verwaisten landesweit. Schließlich gab Shell nach, die "Brent Spar" wurde spĂ€ter in Norwegen umweltgerecht verschrottet bzw. wiederverwendet.

1941: First Lady auf Höhenflug
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Quelle: Library of Congress

1941: First Lady auf Höhenflug — Eine ganz besondere Passagierin beförderte der Pilot Alfred Anderson im MĂ€rz 1941. Und zwar keine Geringere als Eleanor Roosevelt, die First Lady der USA. Der Besuch der PrĂ€sidentengattin war etwas Besonderes, ebenso wie die Tatsache, dass Anderson Afroamerikaner war. Denn diese Minderheit in den USA war in Gesellschaft wie der Armee benachteiligt, eine Karriere als Pilot in den StreitkrĂ€ften lange Zeit undenkbar. Anfang 1941 wurde dann allerdings die 99th Pursuit Squadron begrĂŒndet worden, eine Einheit aus Afroamerikanern.

1937: Auto gegen Flugzeug
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Quelle: Scherl - SĂŒddeutsche Zeitung/ullstein-bild

1937: Auto gegen Flugzeug — Es ist ein imposantes Startfeld, das 1937 auf dieser Autobahn bei Frankfurt am Main gegeneinander antrat. Einmal ein Flieger in der Luft, einmal ein Auto am Boden. Wer mag gewonnen haben? Das Auto, ja, wirklich. Denn das Modell der Auto Union war nicht nur mehr als 400 Kilometer pro Stunde schnell, sondern hatte mit Bernd Rosemeyer auch einen der besten Rennfahrer der Welt an Bord. Der Geschwindigkeitsrausch wurde Rosemeyer auch zum VerhĂ€ngnis, im Januar 1938 verunglĂŒckte er beim KrĂ€ftemessen mit seinem Konkurrenten Rudolf Caracciola.

27.04.1941: Als die Nazis die Wiege der Demokratie eroberten
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Quelle: akg-images/dpa-bilder

27.04.1941: Als die Nazis die Wiege der Demokratie eroberten — Ja, es ist die Akropolis in Athen, vor der sich diese deutschen Offiziere im April 1941 befinden. Ein bizarrres Bild: Einerseits die Wiege der Demokratie, andererseits die Soldaten, die Adolf Hitlers EroberungsplĂ€ne umsetzen. So wie Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch, der vorne links steht. Es war der italienische VerbĂŒndte Benito Mussolini, der fĂŒr den deutschen Angriff auf Griechenland und die Besetzung Athens in gewisser Weise verantwortlich war. Italien hatte Griechenland angegegriffen, sich aber militĂ€risch blamiert. So setzte Deutschland seine Kriegsmaschinerie gegen den Balkan und die Griechen ein.

26.04.1937: Wo Hitlers Flieger den Krieg trainierten
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Quelle: Pictures from History/ullstein-bild

26.04.1937: Wo Hitlers Flieger den Krieg trainierten — Am Morgen des 26. April 1937 war Guernica im Baskenland noch ein malerisches StĂ€dtchen gewesen, Stunden spĂ€ter herrschte dort eine TrĂŒmmerwĂŒste. Was war geschehen? Deutsche Kampfpiloten der "Legion Condor " hatten Guernica angegriffen, ohne RĂŒcksicht auf zivile Verluste. Adolf Hitler in Berlin plante Krieg, und Spanien, in dem ein BĂŒrgerkrieg zwischen Republikanern und den Rechten unter General Francisco Franco herrschte, sollte zum ÜbungsgelĂ€nde fĂŒr die deutsche Luftwaffe werden. Mehr als 200 Menschen starben bei dem Angriff vom 26. April, der Maler Picasso sollte ihnen spĂ€ter in seinem monumentalen GemĂ€lde "Guernica" ein Denkmal setzen.

25.04.1945: Als sich Amerikaner und Sowjets die HĂ€nde schĂŒttelten
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Quelle: Photo12/imago-images-bilder

25.04.1945: Als sich Amerikaner und Sowjets die HĂ€nde schĂŒttelten — Es war ein HĂ€ndedruck von historischer Bedeutung, den Amerikaner und Rotarmisten am 25. April 1945 austauschten. Sie begrĂŒĂŸten sich auf der ElbbrĂŒcke in Torgau, ihre Begegnung verhieß auch das baldige Ende des "Dritten Reichs", das sie bekĂ€mpft hatten. Doch weniger bekannt ist: Der Handschlag von Torgau war nicht die erste derartige Begegnung von GIs und Sowjets. Die hatte kurz zuvor im nicht weit entfernten Strehla stattgefunden. Weil dort aber Tote noch nicht begraben waren, wurde die öffentliche Aufmerksamkeit auf Torgau gerichtet. Das berĂŒhmte Foto entstand ĂŒbrigens ein wenig spĂ€ter als der eigentliche Handschlag von Torgau.

23.04.1976: "Erichs Lampenladen" eröffnet
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Quelle: blickwinkel/M. Popow/dpa-bilder

23.04.1976: "Erichs Lampenladen" eröffnet — Schön fand ihn kaum jemand, architektonisch hatte der Palast der Republik in Ost-Berlin aber schon einiges zu bieten. So war das am 23. April 1976 eröffnete GebĂ€ude (Aufnahme von 1991) nicht nur Sitz der DDR-Volkskammer, sondern tatsĂ€chlich in gewisser Weise auch ein Ort des Volkes und der Kultur. Der Palast beherbergte etwa Restaurants wie ein Theater. Die Wende 1989 sollte das GebĂ€ude ĂŒberleben, allerdings nicht seine Verseuchung mit Asbest. 2006 bis 2008 wurde "Erichs Lampenladen", so benannt nach dem starken Mann der DDR, Erich Honecker, und den vielen im Inneren enthaltenen Lampen, abgerissen.

22.04.1889: Als die USA wieder ein Versprechen brachen
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Quelle: Underwood Archives/imago-images-bilder

22.04.1889: Als die USA wieder ein Versprechen brachen — Schnelligkeit war gefragt, als sich am 22. April 1889 in Oklahoma Tausende Siedler versammelt hatten, um ein StĂŒck Land zu ergattern. Und das kam so: Eigentlich hatte die US-Regierung zahlreiche StĂ€mme der amerikanischen Ureinwohner in das sogenannte Indianer-Territorium vertrieben und deportiert. Wenigstens dort sollten sie unbehelligt leben können. Das Land galt als wertlos, doch nur bis 1889. Dann war der Landhunger der Weißen so groß geworden, dass auch große Teile des Gebiets, das heute als Oklahoma bekannt ist, zur Besiedlung freigegeben wurden. Es wurde in Parzellen eingeteilt und ein Siedler konnte diese in Besitz nehmen, wenn er sie zuerst fĂŒr sich reklamiert hatte. Kein Wunder, dass der Oklahoma Land Run dann in diesem Gehetze um die besten "GrundstĂŒcke" ausartete.

21.04.1918: Der Tod des "Roten Barons"
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Quelle: ullstein-bild

21.04.1918: Der Tod des "Roten Barons" — Ein Baron, beziehungsweise Freiherr, war Manfred von Richthofen (l., Aufnahme von 1918), aber beileibe kein "Roter", wie seine Spitzname lautete. Der Name "Roter Baron" stammt vielmehr von der favorisierten Farbe seiner Flugzeuge, mit denen der deutsche Pilot wĂ€hrend des Ersten Weltkriegs 80 Luftsiege im Kampf an der Westfront erzielte. Und so zur auch von der heimischen Propaganda stilisierten Legende wurde. Denn die Heimatfront brauchte Helden. Am 21. April 1918 endete allerdings die GlĂŒcksstrĂ€hne von Richthofens. Er starb wĂ€hrend eines Luftkampfes, aller Wahrscheinlichkeit nach durch die Kugel eines am Boden befindlichen SchĂŒtzen. Allerdings ehrten ihn die Briten mit einer feierlichen Bestattung.

1943: Als die Deutschen den "Duce" befreiten
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Quelle: Scherl - SĂŒddeutsche Zeitung/ullstein-bild

1943: Als die Deutschen den "Duce" befreiten — LĂ€chelnd verließ Benito Mussolini (in Schwarz) am 12. September 1943 dieses Haus. Zur Freude hatte der italienische Diktator auch allen Grund. Denn im Juli war er nach dem alliierten Vormarsch im SĂŒden gestĂŒrzt und auf dem Gran Sasso in den Abruzzen in gefangen gehalten worden. Sehr zum Unwillen des VerbĂŒndeten Adolf Hitler. Am besagten Septembertag befreite ein deutsches Spezialkommando aus SS-Leuten und Wehrmachtssoldaten den Duce. Am Gardasee residierte Mussolini fortan als Diktator des deutsch besetzten Teils Italiens, abhĂ€ngig von Hitlers Gnaden.

19.04.1971: Der erste Außenposten der Menschheit im All
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Quelle: akg-images/dpa-bilder

19.04.1971: Der erste Außenposten der Menschheit im All — Auf diesem Foto befand sich die Saljut-1 noch auf der guten alten Erde, doch bald ging es fĂŒr die erste Raumstation der Menschheit hinauf ins All. Am 19. April 1971 beförderte eine sowjetische Rakete die Station in eine Umlaufbahn um unseren Planeten. Viel GlĂŒck hatten die Sowjets aber nicht mit ihr. Die erste Besatzung musste wieder umkehren, weil sie nicht andocken konnte. Als eine weitere Mission dann Bewohner zur Saljut brachte, kamen die Kosmonauten nach dem Aufenthalt auf der RĂŒckreise tragisch ums Leben. Die Raumstation stand daraufhin leer, verglĂŒhte spĂ€ter in der AtmosphĂ€re.

18.04.1912: Die Helden der "Titanic"-Katastrophe
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Quelle: Heritage Images / Stapleton Historical Collection/ullstein-bild

18.04.1912: Die Helden der "Titanic"-Katastrophe — Es ist ein Bild des Elends, das hier am 15. April 1912 aufgenommen wurde. Denn die Menschen, die in diesem Rettungsboot sitzen, sind Überlebende des Untergangs der "Titanic", die den Zusammenstoß mit einem Eisberg am 14. April des Jahres nicht ĂŒberstanden hatte. Mehr als 1.500 Menschen starben bei der Katastrophe. Dass es nicht noch mehr waren, ist dem Schiff zu verdanken, an dem das Rettungsboot schwimmt. Die "Capathia" unter KapitĂ€n Arthur Rostron eilte nach Empfang der Hiobsbotschaft der "Titanic" zu Hilfe, mehr als 700 Menschen brachte sie nach New York, die dort nach der Ankunft am 18. April 1912 frenetisch begrĂŒĂŸt wurden.

1986: Der US-PrÀsident, der einen Waffenfimmel hatte
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Quelle: UPI Photo/imago-images-bilder

1986: Der US-PrĂ€sident, der einen Waffenfimmel hatte — Die GeschĂŒtze des amerikanischen Schlachtschiffs "USS Iowa" sind gewaltig. Und waren damit genau richtig fĂŒr US-PrĂ€sident Ronald Reagan (Mitte, mit Frau Nancy), der an Bord des Kriegsschiffs eine Flottenparade vor New York im Juli 1986 abnahm. Es sollten dann auch Waffen sein, die Reagans Amtszeit einen handfesten Skandal beschieden. Im November wurde bekannt, dass die USA etwa Abwehrraketen an den Iran im Austausch gegen US-Geiseln geliefert hatten. Reagan begegnete Ermittlungen mit einem "GedĂ€chtnisverlust".

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