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Historisches Bild: Täglich bei t-online.de

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02.07.1964: Als Amerika endlich ein wenig gerechter wurde
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Quelle: ap-bilder

02.07.1964: Als Amerika endlich ein wenig gerechter wurde — Der East Room des Weißen Hauses war gut gefüllt am Abend des 2. Juli 1964, denn hier wurde Geschichte geschrieben: Nach einem langen Kampf mit Anhängern der Rassentrennung im Senat konnte US-Präsident Lyndon B. Johnson (Mitte, sitzend) endlich den Civil Rights Act unterzeichnen. Das Gesetz verbietet Diskriminierung aufgrund von ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder nationaler Herkunft. Künftig waren Afroamerikanern weißen Bürgern im öffentlichen Leben endlich gleichgestellt. In Restaurants, Kinos, Hotels, Sportstadien, Bussen oder Sanitäreinrichtungen vor allem des Südens durfte es nun keine nach Hautfarbe getrennten Bereiche mehr geben. Wie bei wichtigen Gesetzen üblich, benutzte der Präsident zur Unterzeichnung mehrere Füllfederhalter, die anschließend als Geschenke verteilt wurden. Einen davon schenkte er dem bei der Unterzeichnung anwesenden Bürgerrechtler Martin Luther King (rechts neben Johnson).

01.07.1796: Als die Menschheit ein Mittel gegen einen Massenkiller fand
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Quelle: Heritage Images/Ann Ronan Pictures/ullstein-bild

01.07.1796: Als die Menschheit ein Mittel gegen einen Massenkiller fand — Tierisch geht es in dieser Karikatur zu, winzige Rindviecher entwachsen den Menschen an allen möglichen Körperpartien. Warum? Weil sich die Zeichnung über das Impfen gegen die Pocken lustig macht. Denn die Skepsis war groß: Viele Leute zweifelten zunächst an der Idee des englischen Landarztes Edward Jenner, Menschenpocken mit Kuhpocken zu bekämpfen. Er hatte beobachtet, dass Mägde, die sich zuvor mit den für Menschen recht harmlosen Kuhpocken infiziert hatten, anschließend gegen die menschlichen Pocken immun waren. Letztere sorgten damals in weiten Teilen der Welt für verheerende Epidemien mit etlichen Todesfällen. So kam Jenner auf die Idee, die sogenannte Kuhpockenlymphe als Impfstoff zu verwenden, um die Bevölkerung vor der Seuche zu schützen. Im Mai 1796 impfte er einen Jungen erstmals mit dem Serum. Als Jenner ihm dann am 1. Juli 1796 dann den Erreger der Menschenpocken verabreichte, blieb das Kind gesund. Insofern lag die Karikatur völlig falsch, unzählige Leben rettete Jenners geniale Erfindung.

30.06.1997: Als der Union Jack in Hongkong niederging
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Quelle: Kimimasa Mayama/ap-bilder

30.06.1997: Als der Union Jack in Hongkong niederging — In der Nacht vom 30. Juni 1997 auf den 1. Juli 1997 holten die Briten am Hongkonger Victoria Harbour ihre Flagge, den Union Jack, ein. Sie hatten die Stadt an der Mündung des Perflusses seit 1841 beherrscht. Die günstige Lage direkt am Südchinesischen Meer und der natürliche Hafen machten Hongkong später zum wichtigen Knotenpunkt des weltweiten Handels. Unter der Kolonialherrschaft der Briten avancierte Hongkong zudem zu einem Zentrum des internationalen Finanzsektors. Als das Ende des 1898 zwischen London und Peking geschlossenen Pachtvertrages näher kam, unterzeichneten die beiden Mächte eine "Gemeinsame Erklärung", die das Prinzip "Ein Land, zwei Systeme" festlegte. Demnach steht Hongkong formal das Recht auf eine eigene Gesetzgebung zu. Was die chinesische Regierung aber mehr und mehr ignoriert.

29.06.1995: Als sich Amerikaner und Russen im All ganz nah kamen
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Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder

29.06.1995: Als sich Amerikaner und Russen ganz nah kamen — Es ist ein Rendezvous 225 Kilometer über der Erde: Am 29. Juni 1995 dockt die US-Raumfähre "Atlantis" an die russische Raumstation "Mir" an, die Vorläuferin der Internationalen Raumstation ISS. Der Kommandant der "Atlantis" begrüßt den Kommandanten der "Mir" mit einem herzlichen Handschlag. Doch der Weg zum ersten gemeinsamen Date beider Nationen im All war holprig. Fast hätte die Raumfähre die vier Solarpaneele der Raumstation abgerissen, das automatische Manöver musste abgebrochen werden, ein Mensch übernahm. Fünf Tage lang bleibt dann die "Atlantis" bei der "Mir".

28.06.1914: Das Attentat, das in einen Weltkrieg mĂĽndete
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Quelle: adoc-photos/imago-images-bilder

28.06.1914: Das Attentat, das in einen Weltkrieg mündete — Den 28. Juni 1914 hatten sich Erzherzog Franz Ferdinand (r., beim Verlassen des Rathauses) und seine Ehefrau Sophie Chotek von Chotkowa ausgesucht, um die bosnische Hauptstadt Sarajevo zu besuchen. Der Thronfolger Österreich-Ungarns sollte die Stadt nicht wieder lebend verlassen. Bereits auf dem Weg vom Bahnhof warf ein Mitglied der serbisch-nationalistischen Bewegung Mlada Bosna (Junges Bosnien) eine Bombe auf den Autokonvoi. Die traf jedoch das falsche Auto und das Kronprinzenpaar setzte die Fahrt fort. Später feuerte dann Gavrilo Princip, ein junger bosnischer Serbe, mit einem Revolver auf die offene Limousine. Zunächst traf er Sophie. Franz Ferdinand rief noch: "Sopherl! Sopherl! Stirb nicht! Bleib' am Leben für unsere Kinder!", bevor Princip erneut schoss und den Erzherzog tödlich am Hals traf. Das Attentat löste eine Kette von Ereignissen aus, die schließlich im Ausbruch des Ersten Weltkriegs mündeten.

27.06.1905: Als die Matrosen des Zaren den Aufstand probten
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Quelle: Elizaveta Becker/ullstein-bild

27.06.1905: Als die Matrosen des Zaren den Aufstand probten — Als ihnen am 27. Juni 1905 madiges Fleisch vorgesetzt wurde, hatten die Matrosen an Bord des russischen Kriegsschiffs "Knjas Potjomkin Tawritscheski" (Aufnahme von 1911) genug. Um sie ruhig zu stellen, drohte ihr Kapitän, auch "der Drache", genannt, ihren Sprecher zu erschießen. Eine Meuterei brach los, bei der sieben Offiziere getötet wurden. In Odessa, wohin die Meuterer die "Knjas Potjomkin Tawritscheski" anschließend steuerten, tobten bereits die Unruhen der Russischen Revolution von 1905. Die Seeleute wurden wie Helden empfangen und mit Essen versorgt. Doch die Armee des Zaren marschierte auf und richtete ein Massaker an. 20 Jahre später verarbeitete der sowjetische Regisseur Sergei Eisenstein die Meuterei in seinem vielfach gerühmten Stummfilm "Panzerkreuzer Potemkin".

26.06.1948: Hoffnung aus der Luft
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Quelle: United Archives/imago-images-bilder

26.06.1948: Hoffnung aus der Luft — Am 21. Juni 1948 haben die Westdeutschen noch die D-Mark als gesetzliches Zahlungsmittel begrüßt, kurz darauf kommt der Schock. Josef Stalin schneidet West-Berlin von allen Zufahrtswegen ab. Der Westteil Berlins, der mit den USA, Frankreich und Großbritannien unter der Kontrolle der drei westlichen Siegermächte des Zweiten Weltkriegs steht, ist dem sowjetischen Diktator mehr oder weniger ausgeliefert. Er ist vollständig von der sowjetischen Besatzungszone umzingelt. Diesen Vorteil will Stalin nun ausnutzen, um die Westalliierten im besten Fall ganz zu vertreiben. Diese geben allerdings nicht auf. Bereits am 26. Juni landet ein westalliierter Flieger mit Hilfsgütern in der blockierten Stadt, es ist das erste von vielen. Mit Erfolg errichten Amerikaner und Briten eine "Luftbrücke", alle paar Minuten landet ein Flieger auf einem der West-Berliner Flughäfen. "Rosinenbomber" nennt sie bald der Volksmund, sie bringen vor allem Kohle und Lebensmittel in die Stadt. Die Versorgungslage ist angespannt, aber der Regierende Bürgermeister Ernst Reuter fordert die Menschen zum Durchhalten auf: "Volk von Berlin, sei dessen gewiß, diesen Kampf, den wollen, diesen Kampf, den werden wir gewinnen!" Schließlich soll er recht behalten, im Mai 1949 hebt die Sowjetunion die Blockade auf.

1960: Adenauers brisantestes Treffen
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Quelle: UIG/imago-images-bilder

1960: Adenauers brisantestes Treffen — Eigentlich sollte das Treffen zwischen dem israelischen Premierminister David Ben-Gurion (l.) und dem deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer am 14. März 1960 streng geheim bleiben. Doch die Presse hatte Wind von der Sache bekommen und belagerte die Flure und Aufzüge des New Yorker Edelhotels Waldorf Astoria. Kurzerhand kletterte Ben Gurion deshalb über die Feuerleiter in die zwei Stockwerke tiefer gelegene Präsidentensuite zu seinem deutschen Amtskollegen. Es war das erste Treffen zwischen Vertretern der Bundesrepublik und Israels auf höchster politischer Ebene nach dem Holocaust, dessen Ende erst 15 Jahre zurücklag. Deshalb trafen sich die beiden Politiker auch in den USA auf neutralem Boden, obwohl Adenauer angeboten hatte, persönlich nach Israel zu reisen. Konkret wurde in diesen Gesprächen über wirtschaftliche Unterstützung und auch über Waffenlieferungen an Israel verhandelt. Letzteres war ein heikles Thema, da Deutschland fürchtete, dadurch den Unwillen der arabischen Staaten zu provozieren.

24.06.1922: Mord in der Weimarer Republik
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Quelle: ullstein-bild

24.06.1922: Mord in der Weimarer Republik — Es war ein Mord mit Ankündigung: Am Morgen des 24. Juni 1922 wurde Außenminister Walter Rathenau in Berlin-Grunewald von Angehörigen der rechtsextremen Organisation Consul erschossen. Schon Tage zuvor hatten Teile der nationalistischen Presse zum Mord an dem Politiker aufgerufen, der ihnen aufgrund seiner jüdischen Herkunft besonders verhasst gewesen ist. Die Polizei warnte Rathenau, der aber lehnte jede Form von Schutz ab. Im Reichstag kam es nach Bekanntwerden des Anschlags zu Tumulten. In den Städten gingen Zigtausende von Menschen auf die Straße und brachten ihre Empörung zum Ausdruck.

1938: Das waghalsige KunststĂĽck von Hitlers Lieblingspilotin
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Quelle: TopFoto/ullstein-bild

1938: Das waghalsige Kunststück von Hitlers Lieblingspilotin — Ein Fluggerät soll in einer Halle starten und landen können? Unmöglich! Doch genau das gelang der Pilotin Hanna Reitsch im Frühjahr 1938 in der Deutschlandhalle in Berlin. Ihr Fluggerät war eine Spezialkonstruktion, genannt Hubschrauber, gebaut von Heinrich Focke in seinem Werk in Bremen: Ein Flugzeugrumpf mit einem Stummelpropeller vorn, links und rechts anstelle von Tragflächen verstrebte Ausleger, auf denen sich Rotoren drehten. Es war ein waghalsiger Stunt. Bereits beim zweiten Probedurchlauf stürzte Reitsch ab, alle weiteren Flüge absolvierte sie mit dem Ersatzmodell.

22.06.1940: Als Adolf Hitler die Franzosen demĂĽtigte
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Quelle: ullstein-bild

22.06.1940: Als Adolf Hitler die Franzosen demütigte — Am 22. Juni 1940 war Adolf Hitler (v. r.) bester Stimmung. Denn an diesem Tag zwang der deutsche Diktator den Kriegsgegner Frankreich zu einem Waffenstillstand. Unterzeichnet wurde dieser an einem historischen Ort: Einem Eisenbahnwaggon, der in einem Waldstück der französischen Gemeinde Compiègne nordöstlich von Paris abgestellt war. Mit Bedacht hatten die Deutschen diesen Ort ausgewählt, rund 22 Jahre zuvor musste Deutschland sich in just diesem Waggon und an diesem Ort den Bedingungen Frankreichs und dessen Verbündeten beugen, als mit dem ersten Waffenstillstand von Compiègne die Kampfhandlungen des Ersten Weltkrieges endeten.

21.06.1919: Als der Stolz des Kaisers versank
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Quelle: Scherl - SĂĽddeutsche Zeitung/ullstein-bild

21.06.1919: Als der Stolz des Kaisers versank — Nur noch die Aufbauten sind vom einstigen deutschen Schlachtkreuzer "SMS Hindenburg" zu sehen (Bild von 1919). Das Schiff wurde aber nicht im Gefecht versenkt, sondern von der eigenen Besatzung. Genau wie zahlreiche andere Schiffe der Kaiserlichen Marine, sieben Schiffe liegen noch heute auf dem Grund des Orts der Selbstversenkung: der Bucht Scapa Flow innerhalb der schottischen Orkney Inseln. Nach dem Waffenstillstand vom November 1918 im Ersten Weltkrieg hatten die Briten 74 deutsche Kriegsschiffe dort festgesetzt, damit die Marine des Kaisers nicht wieder den Krieg zur See aufnehmen könnte. Während in Versailles Friedensverhandlungen liefen, glaubte der befehlshabende Konteradmiral Ludwig von Reuter allerdings nicht an einen solchen. Und wollte unbedingt verhindern, dass seine Schiffe den Briten endgültig in die Hände fielen. Am 21. Juni 1919 gab er den Befehl: Alle Seeventile und Schotten der Schiffe seien zu öffnen. Ein Großteil der Schiffe sank, viele wurden später gehoben und verschrottet. Wie die "SMS Hindenburg":

20.06.1966: Bob Dylan schreibt Rockgeschichte
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Quelle: United Archives/ullstein-bild

20.06.1966: Bob Dylan schreibt Rockgeschichte — So etwas hatte die Rock-Welt noch nicht gesehen: Das Album Blonde on Blonde des US-Singer-Songwriters Bob Dylan (Foto um 1966), das am 20. Juni 1966 in die Plattenläden kam, ließ sich aufklappen wie ein Buch. In jeder Seite steckte eine Langspielplatte, sodass insgesamt 14 Songs auf dem Album Platz hatten. In den folgenden Wochen und Monaten zeigte sich, dass Dylans Album noch in anderer Hinsicht wegweisend war. Zwei Songs – "Just Like a Woman" und "Visions of Johanna" – schafften es in die Liste der 500 Besten Songs Aller Zeiten des Musikmagazins "Rolling Stone", das Album selbst belegt in der Liste der 500 Besten Alben Aller Zeiten den Rang 38. Als Bob Dylan im Jahr 2016 den Nobelpreis für Literatur verliehen bekam, sagte die schwedische Kritikerin Sara Danius in ihrer Laudatio, wer Dylans literarische Leistung verstehen will, solle sich zuerst Blonde on Blonde anhören.

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