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Die giftigsten Pflanzen in Deutschland

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Roter Fingerhut
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Quelle: Steffen Schelhorn/imago-images-bilder

Je auffĂ€lliger, desto giftiger – so könnte eine Regel fĂŒr heimische Giftpflanzen lauten. Wenn Ihnen diese hĂŒbschen BlĂŒten beim Waldspaziergang ins Auge fallen, sollten Sie vorsichtig sein. Denn dann haben Sie wahrscheinlich den giftigen Roten Fingerhut vor sich. Ab einer Verzehrmenge von zwei BlĂ€ttern wirkt das WegerichgewĂ€chs tödlich. Von Natur aus wĂ€chst der Fingerhut an WaldrĂ€ndern und -lichtungen, ist aber auch als Zierpflanze beliebt. Verzichten Sie unbedingt auf giftige Pflanzen in Ihrem Garten, wenn Sie Kinder oder Haustiere wie Hunde und Katzen haben!

Blauer Eisenhut
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Quelle: Redeleit/imago-images-bilder

Er sieht wie ein Verwandter des Fingerhuts aus, gehört aber zur Familie der HahnenfußgewĂ€chse und gilt als giftigste Pflanze Europas: der Blaue Eisenhut. Im Gegensatz zu den meisten anderen heimischen Giftpflanzen ist nicht nur der Verzehr (ab 1 Milligramm), sondern bereits der Hautkontakt gefĂ€hrlich. Im Alpenraum und vereinzelt in Mittelgebirgen wĂ€chst der Blaue Eisenhut noch wild. Ansonsten schmĂŒckt er hierzulande viele GĂ€rten.

Schwarze Tollkirsche
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Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder

Den Titel "Königin der NachtschattengewĂ€chse" verdankt die schwarze Tollkirsche wahrscheinlich ihren verfĂŒhrerisch glĂ€nzenden Beeren. Das TĂŒckische daran: Kinder verwechseln die FrĂŒchte hĂ€ufig mit essbaren Kirschen. Deshalb ist die Tollkirsche auch eine der hĂ€ufigsten Ursachen von Pflanzenvergiftungen. Schon das Verschlucken weniger Beeren kann tödlich enden. Im Volksmund nennt man die Tollkirsche auch Teufelskirsche.

Engelstrompete
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Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder

Ein weiterer giftiger Vertreter der NachtschattengewĂ€chse mit originellem Namen und Aussehen: die Engelstrompete. UrsprĂŒnglich kommt sie aus SĂŒdamerika, ist also streng genommen keine heimische Pflanze. Ihre auffallenden großen BlĂŒten machen sie zu einer beliebten Zierpflanze fĂŒr den Garten. Dabei haben viele HobbygĂ€rtner keine Ahnung von der giftigen Wirkung. Symptome wie Halluzinationen und Verwirrtheit können bereits auftreten, wenn bloß der Duft der BlĂŒten eingeatmet wird.

Stechapfel
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Quelle: Steffen Schelhorn/imago-images-bilder

HĂ€ufig wird die Engelstrompete mit ihrem nahen Verwandten, dem Stechapfel, verwechselt. Beide haben auffĂ€llige TrichterblĂŒten, wobei die der Engelstrompete den Kopf hĂ€ngen lassen und die BlĂŒten des Stechapfels aufrecht stehen. Die grĂŒnen, stacheligen Beeren bescheren dem Stechapfel seinen Namen. Sie reifen im Herbst heran und sollten nicht mit Kastanien verwechselt werden. Laut der Informationszentrale fĂŒr Vergiftungen des Uni-Klinik Bonn sind sĂ€mtliche Pflanzenteile des der Engelstrompete sehr giftig.

Hortensie
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Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder

Auch die beliebte Hortensie zĂ€hlt zu den giftigsten Pflanzen in deutschen GĂ€rten. Schon der hĂ€ufige Hautkontakt löst bei manchen Menschen eine allergische Reaktion aus. Die Annahme, man könne die BlĂŒten als Cannabis-Ersatz rauchen, ist umstritten. Dabei wird giftige BlausĂ€ure freigesetzt, die den Zellen Sauerstoff raubt und so eine sogenannte innere Erstickung verursachen kann. Außerdem ist nicht erwiesen, dass das Rauchen von Hortensien berauschend wirkt.

Herbstzeitlose
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Wer die Herbstzeitlose fĂŒr ein harmloses BlĂŒmchen hĂ€lt, irrt sich. Bereits 2,5 Gramm der Samen können verzehrt zum Tod durch AtemlĂ€hmung fĂŒhren. Das TrĂŒgerische an der Zwiebelblume ist ihre Ähnlichkeit zu Krokussen. Bestimmte Krokus-Arten blĂŒhen im Herbst, zeitgleich mit der giftigen Verwandten. Unterscheiden können Sie beide an ihren StaubblĂ€ttern: Ein Krokus besitzt drei und die Herbstzeitlose sechs.

Seidelbast
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Wie die meisten heimischen Giftpflanzen tĂ€uscht der Seidelbast mit farbenfrohen BlĂŒten ĂŒber seine giftige Wirkung hinweg. Der hĂŒbsche Strauch blĂŒht im FrĂŒhling und trĂ€gt im Sommer rote Beeren, die sehr giftig sind und verzehrt tödlich wirken. GrundsĂ€tzlich sind alle Pflanzenteile giftig, die Rinde eingeschlossen. Die BlĂŒten können durch bloße BerĂŒhrung Hautreizungen hervorrufen.

Goldregen
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Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder

Der Goldregen ist eine Zierpflanze, die Ihnen oftmals in heimischen Parkanlagen begegnet. Er wird auch Bohnenbaum genannt, weil seine Samen in bohnenĂ€hnlichen Schoten reifen. Alle Pflanzenteile, vor allem die reifen Samen des Strauchs, sind giftig und dĂŒrfen nicht verschluckt werden. Vermeiden Sie auch den Hautkontakt und riechen Sie nicht an den BlĂŒten.

Wunderbaum
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Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder

Den Wunderbaum gibt es nicht nur in der MĂ€rchenwelt. Der Strauch mit dem botanischen Namen Ricinus ist ursprĂŒnglich in den Tropen und Subtropen beheimatet und schmĂŒckt hierzulande GĂ€rten und Parks. Die Samen des Wunderbaums enthalten Ricin, eines der giftigsten pflanzlichen Eiweiße. Der Verzehr weniger Exemplare kann zum Tod fĂŒhren. Auch Rizinusöl, das in der Medizin als AbfĂŒhrmittel bewĂ€hrt ist, kommt aus dem Wunderbaum. Das Öl wird durch Auspressen der Samen bei Temperaturen unter 40 Grad Celsius gewonnen und anschließend mit heißem Wasserdampf behandelt, damit es frei von Ricin ist.

Kinder schĂŒtzen
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Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder

Nochmals der Hinweis: Pflanzen Sie die genannten Pflanzen nicht in Ihrem Garten, wenn Sie Kinder oder freilaufende Haustiere haben. Achten Sie bei SpielplĂ€tzen darauf, dass keine giftigen StrĂ€ucher in der NĂ€he wachsen. Kinder stecken sich glĂ€nzende Beeren gerne mal in den Mund und verschlucken sie. Dabei gibt es genĂŒgend Alternativen wie Heidelbeeren, Brombeer- oder HimbeerstrĂ€ucher fĂŒr den Garten, von denen die Kleinen ohne Gefahr naschen können.

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