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Foto-Serie: Muammar al-Gaddafi


Foto-Serie: Muammar al-Gaddafi

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Libyens Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi ist nach Berichten des Übergangsrats gefasst und getötet worden. Er war über Jahrzehnte die schrillste Figur in der Riege der arabischen Despoten.
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Libyens Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi ist nach Berichten des Übergangsrats gefasst und getötet worden. Er war über Jahrzehnte die schrillste Figur in der Riege der arabischen Despoten.

Gaddafi in einer der ersten Aufnahmen kurz nach seinem Militärputsch gegen König Idris I. am 1. September 1969.
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Gaddafi in einer der ersten Aufnahmen kurz nach seinem Militärputsch gegen König Idris I. am 1. September 1969. Nach dem Putsch wurde er Oberbefehlshaber der Streitkräfte und als Vorsitzender des Revolutionären Kommandorats Staatschef (1970 bis 1972 zugleich Regierungschef). Seit 1977 war er gewähltes Staatsoberhaupt. Im März 1979 trat Gaddafi von seinen Ämtern zurück, blieb jedoch als "Revolutionärer Führer" weiter an der Macht. Muammar al-Gaddafi wurde 1942 in Sirte geboren.

Gaddafis großes Vorbild: Der ägyptische Präsident Gamal Abd al-Nasser (links, hier ein Bild von 1969). Später brach Gaddafi allerdings mit der Idee des Panarabismus.
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Gaddafis großes Vorbild: Der ägyptische Präsident Gamal Abd al-Nasser (links, hier ein Bild von 1969). Später brach Gaddafi allerdings mit der Idee des Panarabismus.

Gaddafi im Dezember 1969 auf einer arabischen Gipfelkonferenz in Marokko. Nach seiner Machtergreifung hätte er am liebsten gleich die gesamte arabische Welt mit seiner Volksbefreiungsideologie beglückt. Doch die Araber zeigten ihm die kalte Schulter.
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Gaddafi im Dezember 1969 auf einer arabischen Gipfelkonferenz in Marokko. Nach seiner Machtergreifung hätte er am liebsten gleich die gesamte arabische Welt mit seiner Volksbefreiungsideologie beglückt. Doch die Araber zeigten ihm die kalte Schulter.

Gaddafi führte Libyen von der Monarchie in eine Art Volksrepublik. Im Juni 1978 stattete er der DDR einen offiziellen Besuch ab, wo er mit Staats- und Parteichef Erich Honecker (links) in Berlin zusammentraf.
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Gaddafi führte Libyen von der Monarchie in eine Art Volksrepublik. Im Juni 1978 stattete er der DDR einen offiziellen Besuch ab, wo er mit Staats- und Parteichef Erich Honecker (links) in Berlin zusammentraf.

Dann sorgte er aber dafür, dass Libyen international als einer der Hauptsponsoren des Terrorismus gebrandmarkt und mit Sanktionen belegt wurde. Der Bombenanschlag auf die Berliner Discothek La Belle in der Nacht zum 5. April 1986 war einer der schwersten Terroranschläge gegen US-Amerikaner in Deutschland. Um 1.45 Uhr detonierten knapp zwei Kilogramm Plastiksprengstoff nahe der Tanzfläche. Drei Menschen starben.
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Dann sorgte er aber dafür, dass Libyen international als einer der Hauptsponsoren des Terrorismus gebrandmarkt und mit Sanktionen belegt wurde. Der Bombenanschlag auf die Berliner Discothek La Belle in der Nacht zum 5. April 1986 war einer der schwersten Terroranschläge gegen US-Amerikaner in Deutschland. Um 1.45 Uhr detonierten knapp zwei Kilogramm Plastiksprengstoff nahe der Tanzfläche. Drei Menschen starben.

1988 sprengten von Gaddafi entsandte Attentäter über dem schottischen Lockerbie 1988 ein Passagierflugzeug der Fluglinie Pan American World Airways in die Luft. Insgesamt kamen 270 Menschen ums Leben.
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1988 sprengten von Gaddafi entsandte Attentäter über dem schottischen Lockerbie 1988 ein Passagierflugzeug der Fluglinie Pan American World Airways in die Luft. Insgesamt kamen 270 Menschen ums Leben.

1992 verhängten die Vereinten Nationen Sanktionen gegen Libyen. Der südafrikanische Präsident Nelson Mandela traf sich 1997 mit Gaddafi - der Besuch war umstritten. Mandela soll angeboten haben, im Streit um die Auslieferung zweier mutmaßlicher libyscher Terroristen zwischen Libyen, den USA und Großbritannien zu vermitteln.
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1992 verhängten die Vereinten Nationen Sanktionen gegen Libyen. Der südafrikanische Präsident Nelson Mandela traf sich 1997 mit Gaddafi - der Besuch war umstritten. Mandela soll angeboten haben, im Streit um die Auslieferung zweier mutmaßlicher libyscher Terroristen zwischen Libyen, den USA und Großbritannien zu vermitteln.

Mit den Jahren wurde Gaddafi immer neurotischer und aufbrausender. Er misstraute fast jedem. Das Bild zeigt ihn im Juli 1998, als er nach einem Sportunfall mit Freunden und Bodyguards vom Krankenbett aus betet.
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Mit den Jahren wurde Gaddafi immer neurotischer und aufbrausender. Er misstraute fast jedem. Das Bild zeigt ihn im Juli 1998, als er nach einem Sportunfall mit Freunden und Bodyguards vom Krankenbett aus betet.

Gaddafi ließ sich gern von Frauen bewachen - hier am 4.4.2000 beim EU-Afrika-Gipfel in Kairo.
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Gaddafi ließ sich gern von Frauen bewachen - hier am 4.4.2000 beim EU-Afrika-Gipfel in Kairo.

Im Jahr 2000 spielte Gaddafi eine Schlüsselrolle in den Verhandlungen um das Geiseldrama auf der philippinischen Insel Jolo. Gegen eine Zahlung von einer Million Dollar pro Kopf durch Libyen kamen die Deutschen Werner und Marc Wallert sowie weitere Geiseln nach mehreren Monaten Geiselhaft auf freien Fuß.
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Im Jahr 2000 spielte Gaddafi eine Schlüsselrolle in den Verhandlungen um das Geiseldrama auf der philippinischen Insel Jolo. Gegen eine Zahlung von einer Million Dollar pro Kopf durch Libyen kamen die Deutschen Werner und Marc Wallert sowie weitere Geiseln nach mehreren Monaten Geiselhaft auf freien Fuß.

Im Jahr 2003 verkündete Gaddafi plötzlich, Terror und Aufrüstung seien sinnlos. Belohnt wurde er für diese Kehrtwende mit verbesserten Beziehungen zu mehreren westlichen Staaten. Besonders eng wurde der Kontakt zu Italien - wohl auch, weil sich Gaddafi und der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi auf der menschlichen Ebene bis zuletzt gut verstanden hatten.
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Im Jahr 2003 verkündete Gaddafi plötzlich, Terror und Aufrüstung seien sinnlos. Belohnt wurde er für diese Kehrtwende mit verbesserten Beziehungen zu mehreren westlichen Staaten. Besonders eng wurde der Kontakt zu Italien - wohl auch, weil sich Gaddafi und der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi auf der menschlichen Ebene bis zuletzt gut verstanden hatten.

Auch der britische Premierminister Tony Blair besuchte den Diktator in Libyen. Er wollte nach dem Irak-Krieg und den Terroranschlägen von Madrid zeigen, dass Staaten, die dem Terrorismus abschwören, eine Chance zur "Rehabilitierung" haben.
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Auch der britische Premierminister Tony Blair besuchte den Diktator in Libyen. Er wollte nach dem Irak-Krieg und den Terroranschlägen von Madrid zeigen, dass Staaten, die dem Terrorismus abschwören, eine Chance zur "Rehabilitierung" haben.

In Brüssel unterstrich Gaddafi 2004 seinen Wunsch nach einer engeren Zusammenarbeit mit der Europäischen Union. EU-Kommissionspräsident Romano Prodi zeigte sich zuversichtlich, dass eine Entschädigungslösung für die Opfer des Anschlags auf die Discothek "La Belle" gefunden werde.
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In Brüssel unterstrich Gaddafi 2004 seinen Wunsch nach einer engeren Zusammenarbeit mit der Europäischen Union. EU-Kommissionspräsident Romano Prodi zeigte sich zuversichtlich, dass eine Entschädigungslösung für die Opfer des Anschlags auf die Discothek "La Belle" gefunden werde.

Bundeskanzler Gerhard Schröder und Gaddafi beschlossen im Oktober 2004 den Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Libyen. Schröder sprach von einem "Neubeginn".
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Bundeskanzler Gerhard Schröder und Gaddafi beschlossen im Oktober 2004 den Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Libyen. Schröder sprach von einem "Neubeginn".

Gaddafi hatte wichtige Schaltstellen seines Staatsapparats mit Verwandten besetzt. Zentrale Rollen spielten vor allem seine acht Kinder: Saif al-Islam trat lange Zeit als sanfte Stimme des Gaddafi-Regimes auf und galt lange als hoffnungsreichster Nachfolger seines Vaters. Ihm werden schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.
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Quelle: dapd

Gaddafi hatte wichtige Schaltstellen seines Staatsapparats mit Verwandten besetzt. Zentrale Rollen spielten vor allem seine acht Kinder: Saif al-Islam trat lange Zeit als sanfte Stimme des Gaddafi-Regimes auf und galt lange als hoffnungsreichster Nachfolger seines Vaters. Ihm werden schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

dpaGaddafis Sohn Hannibal fiel eher durch Berichte über verschiedene Gewaltdelikte im westlichen Ausland auf. Seine vorübergehende Festnahme in Genf 2008 führte zu einer diplomatischen Krise zwischen Libyen und der Schweiz. Er ist nach Algerien geflohen.
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Gaddafis Sohn Hannibal fiel eher durch Berichte über verschiedene Gewaltdelikte im westlichen Ausland auf. Seine vorübergehende Festnahme in Genf 2008 führte zu einer diplomatischen Krise zwischen Libyen und der Schweiz. Er ist nach Algerien geflohen.

Ausraster auf internationaler Bühne: 2009 spricht Gaddafi das erste Mal vor den Vereinten Nationen in New York. Er hält eine Wutrede und zerreißt dabei die Uno-Charta.
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Quelle: Reuters-bilder

Ausraster auf internationaler Bühne: 2009 spricht Gaddafi das erste Mal vor den Vereinten Nationen in New York. Er hält eine Wutrede und zerreißt dabei die Uno-Charta.

Gaddafi bei einer Militärparade in Tripolis 1999. Theaterreife Auftritte und skurrile Outfits brachten ihm den Ruf des Exzentrikers ein. Zum 40. Jahrestag der Revolution ließ er für mehrere Millionen Dollar ein bombastisches Fest inszenieren - inklusive Reitershow, Militärmärschen, Feuerwerken und Exekutionsszenen.
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Gaddafi bei einer Militärparade in Tripolis 1999. Theaterreife Auftritte und skurrile Outfits brachten ihm den Ruf des Exzentrikers ein. Zum 40. Jahrestag der Revolution ließ er für mehrere Millionen Dollar ein bombastisches Fest inszenieren - inklusive Reitershow, Militärmärschen, Feuerwerken und Exekutionsszenen.

Solche Auftritte lösten weltweit Hohn und Spott aus. Der US-Geheimdienst CIA gelangte 1982 zu der Erkenntnis: "Nach unserer Einschätzung leidet er an einer schweren Persönlichkeitsstörung."
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Quelle: dpa-bilder

Solche Auftritte lösten weltweit Hohn und Spott aus. Der US-Geheimdienst CIA gelangte 1982 zu der Erkenntnis: "Nach unserer Einschätzung leidet er an einer schweren Persönlichkeitsstörung."

DPASkurriler Auftritt: Gaddafi im Februar 2011 im libyschen Staatsfernsehen - mit Schirm in einem Auto sitzend. "Ich bin in Tripolis und nicht in Venezuela", betonte Gaddafi und trat damit Spekulationen entgegen, wonach er das nordafrikanische Land bereits verlassen hat.
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Quelle: dpa-bilder

Skurriler Auftritt: Gaddafi im Februar 2011 im libyschen Staatsfernsehen - mit Schirm in einem Auto sitzend. "Ich bin in Tripolis und nicht in Venezuela", betonte Gaddafi und trat damit Spekulationen entgegen, wonach er das nordafrikanische Land bereits verlassen hat.

Jubel in Gaddafis Geburtsstadt Sirte: Soldaten der Übergangsregierung feiern die Einnahme der Hafenstadt.
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Quelle: dpa-bilder

Jubel in Gaddafis Geburtsstadt Sirte: Soldaten der Übergangsregierung feiern die Einnahme der Hafenstadt.

Wenig später meldet der Übergangsrat: Der libysche Diktator soll bei einem Gefecht in Sirte schwer verletzt worden und seinen Verletzungen erlegen sein.
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Quelle: N24

Wenig später meldet der Übergangsrat: Der libysche Diktator soll bei einem Gefecht in Sirte schwer verletzt worden und seinen Verletzungen erlegen sein.

Seinen goldenen Revolver trug er offenbar bis zum Ende bei sich - dann nahmen die Milizen ihm seine Waffe als Kriegstrophäe ab. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Kämpfer eine goldene Pistole in die Luft reckten und den Tod des ehemaligen Diktators feierten.
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Quelle: Reuters-bilder

Seinen goldenen Revolver trug er offenbar bis zum Ende bei sich - dann nahmen die Milizen ihm seine Waffe als Kriegstrophäe ab. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Kämpfer eine goldene Pistole in die Luft reckten und den Tod des ehemaligen Diktators feierten.

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