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Fehlurteile der deutschen Justiz

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Justiz
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Quelle: /dpa-bilder

Der geistig behinderte Ulvi K. legt im Fall der 2001 spurlos verschwundenen Peggy aus Oberfranken ein Gest├Ąndnis ab. Eine Leiche wird nie gefunden, K. im April 2004 trotzdem als M├Ârder verurteilt. Schlie├člich wachsen die Zweifel an seinem Gest├Ąndnis, das ihm offenbar in den Mund gelegt worden war. Der Prozess wird 2014 neu aufgerollt und K. schlie├člich freigesprochen.

Justiz, Gustl Mollath
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Gustl Mollath erhebt 2003 Schwarzgeld-Vorw├╝rfe gegen seine damalige Frau und andere Mitarbeiter der Hypo-Vereinsbank. Die Justiz geht dem nicht nach. Die Bank jedoch deckt in einer internen ├ťberpr├╝fung teils gravierendes Fehlverhalten mehrerer Mitarbeiter auf, darunter auch Petra Mollath. Es kommt zu K├╝ndigungen. Im August 2006 wird Gustl Mollath in die Psychiatrie eingewiesen. Das Landgericht N├╝rnberg-F├╝rth sieht es als erwiesen an, dass er seine Frau geschlagen hat. Nach Medienberichten wird schlie├člich der Fall im Fr├╝hjahr 2013 wiederaufgenommen, am 6. August - nach sieben Jahren in geschlossen psychiatrischen Abteilungen - ist Mollath wieder ein freier Mann.

Justiz, Harry W├Ârz
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Quelle: /dpa-bilder

Im April 1997 wird die Ehefrau von Harry W├Ârz mit einem Schal stranguliert. W├Ârz findet seine Frau bewusstlos auf und rettet ihr durch Erste-Hilfe-Ma├čnahmen das Leben, doch durch den Sauerstoffmangel kann das Opfer keine Angaben zum T├Ąter machen. W├Ârz wird vom Landgericht Karlsruhe zu elf Jahren Gef├Ąngnis verurteilt. Einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens wird abgelehnt. Ein jahrelanges juristisches Tauziehen beginnt; erst am 15. Dezember 2010 wird W├Ârz rechtskr├Ąftig freigesprochen.

Justiz
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Quelle: /dpa-bilder

Hermine R. und Matthias E. sollen im Herbst den Ehemann von Frau R. erschlagen, zerst├╝ckelt und die Leichenteile anschlie├čend an Hunde sowie Schweine verf├╝ttert haben. 2005 werden sie vom Landgericht Ingolstadt zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Selbst als man die vermeintlich verf├╝tterte Leiche des Ehemanns 2009 am Steuer seines Wagens aus der Donau zieht, lehnt das Gereicht die Wiederaufnahme des Verfahrens ab. Erst 2011 - die Verurteilten haben ihre Strafe mittlerweile abgesessen - kommt es zu einem neuen Verfahren. Hermine R. und Matthias E. werden freigesprochen.

Justiz
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Quelle: /dpa-bilder

Der Biologie- und Sportlehrer Horst Arnold soll in der gro├čen Pause seine Kollegin Heidi K. vergewaltigt haben. Im Juni 2002 wird er wegen Vergewaltigung zu einer Freiheitsstrafe von f├╝nf Jahren verurteilt. Auch w├Ąhrend der Haftzeit beteuert Arnold weiter seine Unschuld. Diese Haltung wird ihm als mangelnde Reue ausgelegt, seine Strafe daher nicht verk├╝rzt. Nach der Haftzeit findet Arnold keine Anstellung mehr, er ist zutiefst deprimiert. 2008 wird das Verfahren wieder aufgenommen und endet im Juli 2011 mit einem Freispruch f├╝r Arnold wegen erwiesener Unschuld. Das vermeintliche Opfer hatte die Geschichte erfunden.

Justiz
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Quelle: imago/Olaf Wagner

Durch einen Hausbrand verliert Monika de Montgazon ihren kranken, gehbehinderten Vater. Entgegen der Expertenmeinung der Mehrzahl der Sachverst├Ąndigen verurteilt der Richter die Frau wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Au├čerdem stellt das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest: Selbst nach 15 Jahren Haft hat Monika de Montgazon keine Chance, das Gef├Ąngnis zu verlassen. Doch selbst der Bundesgerichtshof hat Zweifel am Urteil: Der Fall wird nach zwei Jahren erneut verhandelt - und Montgazon freigesprochen.

Justiz
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Quelle: /dpa-bilder

Im Juni 1962 wird Vera Br├╝hne - zusammen mit Johann Ferbach - wegen Mordes an dem Arzt und Waffenh├Ąndler Otto Praun und seiner Haush├Ąlterin Elfriede Kloo zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt. Aus heutiger Sicht ein Skandalurteil: Am Tatort wurden keine Spuren gesichert, der Todeszeitpunkt ist v├Âllig willk├╝rlich angesetzt, die Zeugen sind dubios und unglaubw├╝rdig. Erst 1979 wird Br├╝hne von Franz Josef Strau├č begnadigt. Der Fall gilt bis heute als ungekl├Ąrt.

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