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So verabschieden sich die russischen Soldaten


So inszeniert die russische Propaganda die Mobilmachung

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Das russische Verteieidigungsministerium hatte angekĂŒndigt, 300.000 Reservisten fĂŒr den Krieg gegen die Ukraine einzuziehen.
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Quelle: Konstantin Mihalchevskiy/Sputnik/imago images

Das russische Verteidigungsministerium hatte am 21. September angekĂŒndigt, 300.000 Reservisten fĂŒr den Krieg gegen die Ukraine einzuziehen. Viele gehen allerdings davon aus, dass der Kreml vorhat, weit mehr Menschen einzuziehen, auch ohne militĂ€rische Vorerfahrung.

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Quelle: Dmitry Akhmadullin/TASS/imago images

Diese sogenannte Teilmobilisierung stieß in Russland auf Kritik und sorgte fĂŒr Angst. Nun veröffentlichen russische Nachrichtenagenturen und Nachrichtenportale Bilder, die die emotionalen Abschiede der Soldaten von ihren Familien zeigen sollen. Einige romantisieren die Mobilisierung, andere scheinen echte Emotionen zu zeigen, wie hier in Michailowsk. Tass und Sputnik, von denen die folgenden Bilder stammen, veröffentlichen aber generell kein Material, das gegen die politischen Richtlinien des Kremls verstĂ¶ĂŸt.

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Quelle: Dmitry Akhmadullin/TASS/imago images

Eine Frau schaut in Michailowsk in SĂŒdrussland durch einen Zaun: Allgemein gelten sowohl ehemalige Wehrdienstleistende als auch ehemalige Berufssoldaten als Reservisten. Die obere Altersgrenze liegt zwischen 50 Jahren fĂŒr einfache Soldaten und 70 Jahren fĂŒr höhere RĂ€nge.

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Quelle: IMikhail Metzel/Tass/imago images

Eine Frau drĂŒckt die Hand eines Soldaten in Moskau: Es gibt zahlreiche Berichte, dass die nun eingezogenen Reservisten schlecht ausgerĂŒstet und schlecht ausgebildet an die Front geschickt werden. Als "Kanonenfutter" bezeichnen sie nun Experten.

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Quelle: IMAGO/Mikhail Metzel

Ein Paar verabschiedet sich in Moskau: Fast jeder zweite Russe blickt einer Umfrage zufolge Ă€ngstlich und erschrocken auf die Mobilmachung. 47 Prozent beschrieben ihre GefĂŒhlslage laut den Ergebnissen des unabhĂ€ngigen Instituts Lewada mit "Angst, Furcht, Entsetzen". Die Zustimmung zum Krieg sank um einige Prozentpunkte auf 72 Prozent.

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Quelle: IMAGO/Mikhail Metzel

Familien verabschieden mobilisierte MĂ€nner in einer provisorischen Mobilisierungsstation, die im Pavillon Nr. 46 des VDNKh eingerichtet wurde: Immer wieder kam es auch zu Protesten gegen die Mobilmachung, von denen im Unterschied zu den emotionalen Verabschiedungen keine Bilder ĂŒber die russischen Nachrichtenagenturen verbreitet worden sind.

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Quelle: Pavel Lisitsyn/Sputnik/imago images

Vor einem MilitĂ€rstĂŒtzpunkt in Chkalovsky, etwa 30 Kilometer von Moskau entfernt, verabschieden sich eingezogene Soldaten von ihren Familien: Der Ärger ĂŒber die Mobilmachung war so groß, dass der Kreml Fehler einrĂ€umen musste – die Verantwortung allerdings auf die lokalen und regionalen Verantwortlichen schob.

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Quelle: Aleksandr Kondratuk/Sputnik/imago images

Abschied in Tscheljabinsk: In diesem Kontext sind wohl auch die nun veröffentlichten Bilder zu verstehen. Die Staatspropaganda gibt damit zu, dass vor allem zurĂŒckgebliebene Frauen verzweifelt sind, stilisiert die mobilisierten MĂ€nner gleichzeitig zu Helden, die ein Opfer fĂŒr ihr Vaterland bringen.

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Quelle: Pavel Lisitsyn/Sputnik/imago images

Ein Mann hĂ€lt vielleicht ein letztes Mal sein Kind in den Armen, bevor der Bus in Tschkalowski abfĂ€hrt: Gleichzeitig droht der Kreml harte Strafen an. Mit bis zu 15 Jahren Haft mĂŒssen Russen im wehrpflichtigen Alter rechnen, wenn sie die Teilnahme an Kampfhandlungen verweigern. Mehrere Hunderttausende sollen vor der Mobilmachung bereits aus Russland geflĂŒchtet sein.

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Quelle: Kirill Braga/Sputnik/imago images

Abschied in Tscheljabinsk: WĂ€hrend einige Bilder wie SchnappschĂŒsse wirken, sehen andere gestellt aus, wie diese Verabschiedung. Das "Z", das Symbol des Krieges, ist am Arm des Soldaten deutlich zu sehen.

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Quelle: Kirill Braga/Sputnik/imago images

Ein russischer Soldat verabschiedet sich in Volgograd: Vielen Paaren ist der Trennungsschmerz in den Gesichtern deutlich anzusehen.

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Quelle: Kirill Braga/Sputnik/imago images

Mobilisierung in der Millionenstadt Wolgograd: An den Grenzen Russlands wurden mittlerweile MilitĂ€rdienstbĂŒros installiert, die fliehende MĂ€nner abfangen und sofort einziehen.

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Quelle: Kirill Braga/Sputnik/imago images

ZurĂŒckbleibende Familienangehörige schauen in Wolgograd den abfahrenden ZĂŒgen nach: Experten rechnen damit, dass die Mobilisierung deutliche Auswirkungen auf die demografische und wirtschaftliche Entwicklung Russlands haben wird.

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