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Dortmund: Skelette in der Schwarze-Brüder-Straße – Denkmal des Monats

Denkmal des Monats  

Menschliche Überreste in der Schwarze-Brüder-Straße gefunden

03.08.2020, 13:53 Uhr | t-online

Dortmund: Skelette in der Schwarze-Brüder-Straße – Denkmal des Monats. Gefundene Knochen an der Probsteikirche in Dortmund: Der Fund ist als Denkmal des Monats August deklariert worden. (Quelle: LG-Archäologie)

Gefundene Knochen an der Probsteikirche in Dortmund: Der Fund ist als Denkmal des Monats August deklariert worden. (Quelle: LG-Archäologie)

In der Dortmunder Innenstadt sind menschliche Überreste in der Schwarze-Brüder-Straße entdeckt worden. Ein archäologischer Fund, der Fragen aufwirft. Wer lag dort begraben?

Bei Schachtarbeiten an der Schwarze-Brüder-Straße an der Probsteikirche in Dortmund haben Arbeiter menschliche Knochen entdeckt. Archäologen war es somit gelungen, mittelalterliche Körpergräber zu dokumentieren. Um die Zeugnisse des früheren Dortmunds zu präsentieren, hat die Stadt den Ort zum Denkmal des Monats August gekürt. Zuerst berichteten die "Ruhr Nachrichten".

Denn statt ein von "nur ein paar Zähne und stark zerdrückte Schädelteile" legte das Archäologenteam schließlich 19 Skelette frei, teilt die Stadt mit. "Nahezu alle Skelette befanden sich noch in ihrem anatomischen Verband, waren also seit der Bestattung nicht durch Umbettungen oder moderne Bodeneingriffe gestört worden."

Eine wichtige Erkenntnis dabei sei, dass die Menschen nicht wie heute üblich einen eigenen Bestattungsplatz haben, sondern nur die Nähe zur Kirche und damit der Platz auf geweihtem Land zählte damals. Denn: "Die Bestattungen lagen nicht geordnet nebeneinander. Stattdessen konnten die Experten zahlreiche Überschneidungen unter den Grablegen feststellen."

Lukratives Geschäft fürs Kloster

Wer die Verstorbenen sind, ist unklar. Die Stadt vermutet Mönche des Bettelordens oder die Gründerväter des Dominikanerklosters, das an dieser Stelle lag. Aber auch die, die kein Mitglied des Klosters waren, könnten hier beerdigt worden sein, heißt es. "Dieses Bestattungsgeschäft war sehr lukrativ und spülte dringend benötigtes Geld in die Klosterkasse." 

In den kommenden Monaten sollen Analysen und naturwissenschaftliche Auswertungen am menschlichen Knochenmaterial Informationen liefern. Mittlerweile sind Ausgrabungen und ursprünglichen Bauarbeiten beendet worden.

Verwendete Quellen:

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