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Hochwertige Hölzer aus Thüringens Wäldern versteigert

Von dpa
27.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Eichenstamm, der für 4607 Euro versteigert wurde
Forstleute und Journalisten stehen vor einem Eichenstamm, der für 4607 Euro versteigert wurde. (Quelle: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-bilder)
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Bei der traditionellen Winter-Holzauktion der Thüringer Landesforstanstalt sind Einnahmen von mehr als einer halben Million Euro erzielt worden. Der Betrag von rund 550.000 Euro gehe sowohl an den staatlichen Forst als auch an private und kommunale Waldbesitzer, sagte ein Sprecher der Landesforstanstalt am Donnerstag auf Anfrage. Die Einnahmen bewegten sich etwa auf dem Niveau von 2021 - allerdings bei einem um etwa ein Drittel verringertem Angebot an Holz. "Es wurden sehr gute Preise erzielt", so der Sprecher. Einzelne Eichenstämme seien für einige Tausend Euro versteigert worden.

Bei der sogenannten Wertholzsubmission in Willrode bei Erfurt, bei der ausschließlich schriftliche Gebote gefragt waren, kamen wertvolle Stämme unter den Hammer. Insgesamt wurden nach Angaben von Thüringenforst rund 700 Positionen für Bieter nicht nur aus Thüringen aufgerufen. Angeboten wurde Holz von 16 verschiedenen Laub- und Nadelholzarten.

Sie werden vor allem in der Möbelindustrie eingesetzt - oft als dünne Furniere. Aus einem einzigen Stamm könnten bis zu 5000 Quadratmeter Furnier hergestellt werden - etwa die Fläche eines halben Fußballfelds, erklärte die Landesforstanstalt. Ein anderes Einsatzgebiet seien nach wie vor wertvolle Weinfässer.

Die Nachfrage nach Holz, nicht nur für die Bauwirtschaft, war im vergangenen Jahr deutlich gestiegen - und damit auch die Preise.

Die Versteigerung der Landesforstanstalt ist traditionell im Winter, weil außerhalb der Vegetationsperiode Laubhölzer eingeschlagen werden. Beispielsweise fand ein Eichenstamm mit 2,6 Festmetern Holz für rund 4600 Euro einen Käufer. Lediglich 0,1 Prozent des Gesamteinschlages gingen laut Thüringenforst in die Wertholzversteigerung.

Sie habe eine große forstwirtschaftliche Bedeutung, erklärte Forststaatssekretär Torsten Weil laut einer Mitteilung. Die erzielten Gewinne würden von der Forstwirtschaft und privaten Waldbesitzern vielfach in Projekte zum Waldumbau investiert. Es gehe darum, viele verschiedene, heimische Baumarten anzupflanzen.

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