Sie sind hier: Home > Regional > Leipzig >

Giftig oder genießbar? Pilzberater haben viel zu tun

Leipzig  

Giftig oder genießbar? Pilzberater haben viel zu tun

19.09.2021, 09:17 Uhr | dpa

Giftig oder genießbar? Pilzberater haben viel zu tun. Pilzberatung in Sachsen-Anhalt

Ein Maronenröhrling wird in der Colbitz-Letzlinger-Heide bei Cröchern mit einem Messer abgeschnitten. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

 Das feuchte Wetter in diesem Jahr hat Pilze wie Maronen, Birken- und Steinpilze in den sächsischen Wäldern reichlich wachsen lassen. Die meist ehrenamtlichen Pilzberaterinnen und -berater haben daher aktuell viel zu tun, um für Laien giftige und genießbare Pilze zu unterscheiden. "Die Beratungen sind gut angelaufen", sagt Heike Bunk, die in Leipzig als Pilzexpertin im Einsatz ist.

Viele Sachverständige veranstalten laut Bunk Ausstellungen, bei denen sie auch weniger bekannte Frischpilze zeigen. "Dort können sich Interessierte am frischen Pilz ganz genau die wichtigen Merkmale für die Bestimmung erklären lassen. Auch selbst mitgebrachte Frischpilze können dort zur Bestimmung vorgelegt werden." Für Interessierte gebe es auch spezielle Wanderungen.

Auch in anderen Städten und Landkreisen sind Pilzberater im Einsatz. Sie haben laut Bunk meist eine zweijährige Ausbildung absolviert, in der sie sich mit Gattungslehre, Ökologie und den Pilzgiften beschäftigen. "Im Fall einer Vergiftung ist es Aufgabe der Pilzsachverständigen, aus gegebenenfalls vorhandenen Putzresten oder Speiseresten und aufgrund vorhandener Symptome die verspeiste Pilzart und somit das enthaltene Gift zu bestimmen."

Damit ein solcher Einsatz gar nicht nötig wird, sollten sich Pilzfreunde lieber vor der Mahlzeit an die Pilzberater wenden, mahnt der Landkreis Leipzig. "In Sachsen gib es auch in diesem Jahr bereits wieder einige Pilzvergiftungen, die aus mangelhaften Kenntnissen der Pilzarten resultieren", heißt es in einer Mitteilung.

Weitere Hilfe gibt es vom Landesumweltamt, das gerade den neuen Atlas "Pilze in Sachsen" herausgegeben hat. Auf 1720 Seiten werden die knapp 3700 Pilzarten vorgestellt, die in Sachsen wachsen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: