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Infektiologe: Infektionsgeschehen k├Ânnte endemisch werden

Von dpa
21.01.2022Lesedauer: 1 Min.
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Der Leipziger Infektiologe Christoph L├╝bbert ist verhalten optimistisch, dass das Infektionsgeschehen langsam in eine endemische Situation ├╝bergeht. "Es gibt schon ein biologisches Drehbuch f├╝r Viren: Je l├Ąnger eine Pandemie andauert, desto ansteckender wird der Erreger, aber desto mehr passt er sich auch an den menschlichen Wirt an und schw├Ącht sich virologisch ab", sagte der Chef der Infektiologie am Uniklinikum und am St. Georg der "Leipziger Volkszeitung". Endemisch ist eine Krankheit, wenn sie in einer Region fortw├Ąhrend auftritt. Dazu geh├Ârt etwa die saisonale Grippe.

Ein zweiter Effekt sei, dass der Organismus Immunit├Ąt ├╝ber verschiedene Infektionswellen und mehrfaches Impfen entwickele, sagte L├╝bbert. "Nach diesem Drehbuch w├Ąren wir vielleicht n├Ąchstes Jahr in der Endemie, sp├Ątestens das Jahr darauf." Mit viel Gl├╝ck und deutlicher Steigerung der Impfquote k├Ânne eine solche Situation noch dieses Jahr erreicht werden.

L├╝bbert sagte, es sei wahrscheinlich, dass sich die Omikron-Variante in den n├Ąchsten Wochen fl├Ąchendeckend durchsetze und sich viele Menschen infizierten. Er glaube jedoch nicht, dass die Intensivstationen noch einmal voll werden. Jedoch k├Ânnten die Corona-Normalstationen m├Âglicherweise noch einmal strapaziert werden. "Das Hauptproblem k├Ânnte werden, dass im Gesundheitswesen und anderen relevanten Bereichen der Infrastruktur geh├Ąuft Menschen erkranken oder in Quarant├Ąne m├╝ssen."

Zugleich mahnte der Mediziner, dass f├╝r eine abschlie├čende Bewertung noch zu wenig ├╝ber Omikron bekannt sei. Man wisse beispielsweise noch nicht, ob Omikron zu lang andauernden Symptomen nach der Infektion f├╝hre.

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