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Er tat genau das Richtige: Kindergärtner rettet Baby-Fuchs


Er tat genau das Richtige: Kindergärtner rettet Baby-Fuchs


23.05.2022Lesedauer: 2 Min.
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Das kleine Fuchs-Mädchen Coda völlig verheddert im Netz: Nach ihrer Rettung muss sie sich noch ein paar Tage erholen.Vergrößern des Bildes
Das kleine Fuchs-Mädchen Coda völlig verheddert im Netz: Nach ihrer Rettung muss sie sich noch ein paar Tage erholen. (Quelle: Tierrettung Chemnitz)

Morgendliche Überraschung für einen Chemnitzer Kindergärtner: Er fand einen Baby-Fuchs verknotet im Kletternetz. Der Vorderlauf des erschöpften Tieres war stark abgeschnürt. Dann tat der Mann genau das Richtige.

Beim frühen Rundgang über das Kita-Gelände hat ein Kita-Mitarbeiter in Chemnitz eine besorgniserregende Entdeckung gemacht: Völlig hilflos und mit großen Augen schaute ein kleiner Fuchs den Kindergärtner an. Das etwa acht bis zehn Wochen alte Jungtier hatte sich im Kletternetz auf dem Spielplatz der Kita verfangen.

Der Mann tat genau das Richtige: Er rief den Verein "Tierrettung Chemnitz" zur Hilfe. Dort arbeiten ehrenamtlich Spezialisten, die sich auch in der Stadt um Wildtiere in Not kümmern können.

Angeschwollene Pfote unter Narkose befreit

"Das war ein klassischer technischer Notfall", sagt Sandra Kögel von der Tierrettung. Der kleine Fuchs habe vermutlich nachts im Kletternetz des Kindergartens gespielt, als sich sein Vorderlauf verhedderte und er nicht mehr loskam. In steigender Panik habe das Tier sich dann immer stärker verfangen.

"Wir waren schnell vor Ort, doch das Netz hatte sich schon so fest um den Vorderlauf verknotet, dass wir den Fuchs nur noch herausschneiden konnten", erzählt Kögel.

Anschließend sei das völlig erschöpfte Jungtier zum Tierarzt gebracht worden, der die Reste des Netzes unter Narkose entfernte. Dort stellte sich auch heraus, dass es sich um ein Fuchs-Mädchen, eine Fähe, handelte. Die Retter gaben ihr spontan den Namen "Coda".

Codas Vorderlauf ist noch ziemlich geschwollen, sagt Sandra Kögel. Deswegen müsse das Fuchs-Mädchen ein paar Tage unter Beobachtung bleiben. "Wenn alles gut geht, können wir sie danach wieder auswildern."

"Rechtliche Zitterpartie" vor der Rettung des kleinen Fuchses

Das Wildtiere mitten in der Stadt gefunden werden, sei nichts Ungewöhnliches mehr, sagt Kögel. "Das passiert öfter, der Klassiker sind Rehe, die sich in Zäunen verfangen oder Waschbären in Hausfluren oder auf Dachböden"

Wenn Retter gerufen werden, gehe aber immer eine "rechtliche Zitterpartie" los, berichtet Kögel. Denn die Untere Jagdbehörde müsse die Rettung erst genehmigen. Nur dann dürfen die ehrenamtlichen Tierretter loslegen.

"Wir haben hier in Chemnitz Glück mit der Behörde, anderswo ist das manchmal nicht so", berichtet sie. Es sei immer ein großes Zittern, denn wenn die Jagdbehörde die Rettung nicht genehmigt und sich selbst kümmert, werde das Tier dabei meist getötet.

In Leipzig gibt es keinen vergleichbaren Rettungsdienst für "jagdbare Tiere"

Coda jedenfalls blieb dieses Schicksal erspart. In ein paar Tagen kann sie wieder entlassen werden. "Vermutlich kam das Tier aus dem nahen Zeisigwald und vielleicht ist seine Mutter ja noch in der Nähe", hofft Kögel.

Es sieht also alles nach einem Happy End in Chemnitz aus. "Wenn die Kleine dann gerettet ist, das ist schon ein tolles Gefühl", sagt Sandra Kögel: "Dafür macht man das ja."

Die Tierrettung Chemnitz erreicht man täglich von 8 bis 20 Uhr unter 01573-5 80 00 22. In Leipzig gibt es kein vergleichbares Angebot für sogenannte jagdbare Tiere, zu denen auch der Fuchs gehört.

Verwendete Quellen
  • Gespräch mit der Tierrettung Chemnitz
  • Gespräch mit dem Nabu Leipzig
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