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Stuttgart testet Distanztracker im Nachtleben

Feiern trotz Corona  

Stuttgart testet Distanztracker im Nachtleben

30.06.2021, 12:39 Uhr | dpa

Stuttgart testet Distanztracker im Nachtleben. Menschen feiern in einem Club (Symbolbild): In Stuttgart sollen Distanztracker auf Partys vor Corona-Massenausbrüchen schützen. (Quelle: imago images/ANP)

Menschen feiern in einem Club (Symbolbild): In Stuttgart sollen Distanztracker auf Partys vor Corona-Massenausbrüchen schützen. (Quelle: ANP/imago images)

Im Stuttgarter Nachleben sollen bald sogenannte Distanztracker zum Einsatz kommen. So soll unbeschwertes Feiern auch in der Pandemie möglich werden.

Ein Messgerät für Corona-Abstände soll Kulturveranstaltungen in Stuttgart künftig sicherer machen. Der Gemeinderat in Stuttgart entschied am 17. Juni nach Stadtangaben mit breiter Mehrheit, bald sogenannte Distanztracker in ausgewählten Clubs und Kulturstätten einzusetzen.

Die Abstandsmesser in Größe einer Scheckkarte sollen Besucher mit einem Alarmton oder einem Vibrationssignal warnen, wenn Abstände zu anderen Menschen zu klein sind. Die Landeshauptstadt will rund eine halbe Million Euro in das gemeinsam mit der Universität des Saarlandes entwickelte Modellprojekt investieren.

Insgesamt neun Monate lang sollen die Tracker nun getestet werden. Bei der anonymisierten Auswertung der Veranstaltung könnten nicht nur die Zahl der kritischen Kontakte, sondern auch die Orte, an denen diese stattgefunden hätten, ermittelt werden, hieß es. So helfen die Tracker nach Angaben des Saarbrücker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr auch bei der Kontaktnachverfolgung von Infizierten.

Nicht alle müssen in Quarantäne

"Das System hat den Charme, dass man auf einem engen Raum die Leute mit Kontakten schnell identifizieren kann, und nicht gleich die ganze Masse der Menschen im Raum in Quarantäne schicken muss", sagte Lehr der Deutschen Presse-Agentur.

Das Projekt kann laut Stadt unabhängig von den aktuellen Regelungen der Corona-Verordnung laufen. Wann genau die Abstandsmesser getestet werden sollen, steht noch nicht fest. Die Stadt plant nun, Teilnehmer aus dem Club- und Kulturbereich nach einer Ausschreibung auswählen.

Nach den neusten Corona-Lockerungen dürfen Clubs in Baden-Württemberg auch unabhängig von Modell-Projekten öffnen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz niedrig ist.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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