Sie sind hier: Home > Regional > Stuttgart >

Ausstellung zeigt "Fantastische Welten" auf Landkarten

Stuttgart  

Ausstellung zeigt "Fantastische Welten" auf Landkarten

03.08.2021, 14:36 Uhr | dpa

Ausstellung zeigt "Fantastische Welten" auf Landkarten. Eröffnung der Ausstellung "Fantastische Welten"

Ein Betrachter läuft durch die Ausstellung von Landkarten mit dem Titel "Fantastische Welten". Foto: Bernd Weißbrod/dpa (Quelle: dpa)

Die Karte des Schiffbrüchigen Robinson Crusoe, ein Plan der sagenumwobenen Goldstadt El Dorado oder der Nordpol als Wassergebiet hinter dem Land, in dem die Pygmäen wohnen? Gab's zwar alles nicht, ist aber alles auf Karten verzeichnet. Mal bunt, mal schwarz-weiß, reich verziert oder mit schnellem Strich gezeichnet - auf Landkarten und Stadtplänen haben sich Menschen über Jahrhunderte eine Welt aus Fantasie und Vorstellungen zusammengezeichnet. Dutzende dieser "Fantastischen Welten" sind bis zum 3. Oktober in der gleichnamigen Ausstellung der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart zu sehen. Sie spiegeln neben der Fantasie auch eine Welt der Mythen und des Unwissens wider.

"Wo das exakte Wissen endete, setzt auch in der ernsten Kartographie die Fantasie ein", sagte Kurator Hans-Christian Pust am Dienstag vor der Eröffnung der Ausstellung. Da wird das Magnetfeld des Pols zum schwarzen Stein, der Nil entspringt bei dem um das Jahr 100 geborenen Ptolemäus einer Quelle in den legendären Mondbergen und Kalifornien ist eine Insel. Auch verunsicherte das Unbekannte lange die Kartographen. Deshalb schmückten mythologische Figuren wie Drachen, exotische Pflanzen oder kopflose Menschen die Landkarten. "In Ermangelung von Informationen wurden Hypothesen aufgestellt, hinterfragt und verworfen", beschreibt der Kurator.

Die Lücken haben unter anderem Forschungsreisende wie Henry Morton Stanley (1841-1904) und Alexander von Humboldt (1816-1831) sowie Eroberer gefüllt. Andere Welten wurden als literarische Ideen angelegt. Die Karte der Insel Liliput aus dem Roman "Gullivers Reisen" von Jonathan Swift (1667–1745) zum Beispiel oder J.R.R. Tolkiens (1892–1973) Fantasiewelt Mittelerde. Die Ausstellung schließt mit einem Blick ins 19. und 20. Jahrhundert. Damals sind Landkarten insbesondere zu Kriegszeiten ein beliebtes Mittel gewesen, um Gegner und Verbündete als Karikaturen darzustellen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: