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Fensterbohrer: Diese Einbrecher kommen nachts, wenn ihre Opfer schlafen

Einbrecher spezialisieren sich  

Fensterbohrer brechen in der Nacht ein

14.10.2018, 13:35 Uhr | Ralph Wefer sive Evermann, t-online.de, jb

Immer mehr Einbrüche: Wie sich Eigentümer und Mieter von Wohnungen und Häuser schützen können. (Screenshot: Imago)
So schützen Sie Ihre Häuser und Wohnungen

Einbrecher finden viele Wege in Wohnungen und Häuser. So können Sie sich schützen. (Quelle: t-online.de)

Schutzmaßnahmen: Einbrecher finden viele Wege in Wohnungen und Häuser. (Quelle: t-online.de)


Fast alle Einbrecher schlagen zu, wenn niemand zuhause ist. Nicht so die Tätergruppe der Fensterbohrer. Immer wieder macht sie in unterschiedlichen Regionen Deutschlands von sich reden. Die Täter kommen nachts, wenn ihre Opfer schlafen.

Sicherheitsschlösser an Türen vermitteln Hausbewohnern ein vermeintliches Schutzgefühl. Dabei sind die Schwachstellen im Haus oft die Fenster. Denn nahezu lautlos bohren hier Einbrecher ein Loch in den Rahmen. Durch diese Öffnung schieben sie dann einen stabilen Draht oder eine dünne Stange und legen damit den Fenstergriff um.

Das macht Fensterbohrer aus 

Bekannt ist diese Methode schon länger. Sie ist vor allem bei sogenannten Homejackern beliebt. Das sind Täter, die es auf den Diebstahl hochwertiger Autos samt Schlüssel abgesehen haben. Expertenschätzungen zufolge gehen etwa ein Prozent aller Einbrüche auf ihr Konto.

Mittlerweile haben sich auch Täter mit geringerer Beuteerwartung aufs Fensterbohren spezialisiert. Sie sind auf Bargeld oder Smartphones aus – Dinge also, die man nur dann im Haus vorfindet, wenn auch die Opfer zuhause sind.

Zwar sind Fensterbohrer derzeit noch selten, dennoch kann es in manchen Regionen vorkommen, dass binnen kürzester Zeit zu einer extremen Häufung der Vorfälle kommt. Das Muster ähnelt sich stets: Wie die Heuschrecken fallen die Täter über ein bestimmtes Gebiet her und machen in kürzester Zeit massiv Beute. Nach wenigen Tagen ist der Spuk vorbei und die Einbrecher verschwinden. 

So schützen Sie sich vor Fensterbohrern

Auch Helmut Adolf vom Polizeipräsidium Freiburg hat Erfahrung mit Fensterbohrern. Er empfiehlt zur Abwehr von Fensterbohrern unter anderem den Bohrblocker des Schweizer Herstellers Scherrer. Das ist eine Stahlplatte, die auf den Rahmen montiert wird, so dass er sich nicht mehr durchbohren lässt. "Das allein reicht aber nicht aus, um Fenster einbruchsicher zu machen", mahnt Adolf. Es schützt nämlich ausschließlich gegen Fensterbohrer.

Die häufigste Einbruchmethode ist das Aufhebeln des Fensters. Dagegen ist der Fensterbohrer wirkungslos. Nachrüstbare Pilzkopfzapfenbeschläge oder Aufschraubsicherungen bieten wirksamen Schutz.

Außerdem sollten abschließbare Fenstergriffe installiert sein, die einem Drehmoment von mindestens 100 (besser 200) Newtonmetern widerstehen. Sie verhindern, dass Einbrecher mit einem Schraubenzieher die Glasdichtung durchstechen und dann den Fenstergriff umlegen können –  die zweithäufigste Einbruchmethode.

Weiterhin können Fenstergitter und eine richtige Verglasung vor Einbrüchen schützen. Dabei ist es ausreichend, Fenster im Erdgeschoss mit diesen Schutzvorkehrungen auszustatten.

Unser Tipp
Vergessen Sie nicht, auch Fenster, die über Mülltonnen, das Garagendach oder die Garage erreicht werden können, entsprechend abzusichern.

Terrassentür und Kellerfenster sichern

Darüber hinaus sollten Sie die Terrassentüren und die Kellerfenster Ihres Hauses mit entsprechenden Verriegelungen sichern. Denn auch diese werden von Fensterbohrern gerne als Einstiegsmöglichkeiten genutzt. Für die Terrassen- und Kellertür empfehlen Experten beispielsweise ein Querriegellschloss, oder auch Panzerriegel.

Verwendete Quellen:
  • eigene Recherche


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