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Zehn interessante Fakten: Wespen können Gesichter unterscheiden

Zehn interessante Fakten  

Wespen können Gesichter unterscheiden

Von Jennifer Buchholz

14.08.2018, 21:45 Uhr
Vier nützliche Fakten über Wespen.(Screenshot: t-online.de)
Vier nützliche Fakten über Wespen

Trotz ihrer Lästigkeit gehören Wespen einfach zum Sommer. Wir zeigen euch, wofür die Insekten gut sind und wie man sich bei einem Stich verhalten sollte.

Vier nützliche Fakten über Wespen


Es gibt Insekten, die genau wissen, wem sie gegenüberstehen. Wissenschaftler haben erneut bestätigt, dass viele von ihnen, wie beispielsweise Wespen und Honigbienen, Gesichter identifizieren können – wie wir Menschen. 

Es ist nicht neu, dass sich Insekten mit Hilfe von Duftstoffen und Pheromonen orientieren und sich gegenseitig erkennen. Interessant ist für die Wissenschaft allerdings, wie die Gesichtserkennung bei der Honigbiene (Apis mellifera) und bei der Europäischen Wespe (Vespula vulgaris) funktioniert. Schließlich ist ihr Gehirn im Vergleich zum menschlichen sehr klein, schafft es aber dennoch, komplexe Aufgaben wie die Identifikation von Gesichtern zu lösen.

Das europäische Forscherteam um die Neurowissenschaftler Aurore Avargués-Weber und Daniele d’Amaro fand heraus, dass im Gehirn der Honigbienen und Europäischen Wespen die gleichen Prozesse bei der Identifikation von Lebewesen ablaufen wie beim Menschen: Einzelne Gesichtsmerkmale, wie die Nase, die Augen und der Mund, werden zu einem Bild zusammengefügt. Für die Wiedererkennung wird demnach kein großes Gehirn benötigt – auch Gehirne, die so groß wie eine Stecknadel sind, schaffen es, diese komplexen Aufgaben zu meistern. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es durch das geringere Volumen den Tieren nicht möglich ist, sich eine große Anzahl von Gesichtsmerkmalen zu merken. Stattdessen reiche die Kapazität zum kurzzeitigen Unterscheiden von Gesichtern aus.  

Es gibt allerdings noch weitere interessante Fakten über Wespen, die nicht jedem bekannt sind.

Wespen ernähren sich von Nektar

Der Speiseplan von Wespen ist sehr abweschlsungsreich. Hauptsächlich stehen Nektar, Obst und andere Insekten auf dem Speiseplan. Aber auch Zucker nehmen sie gerne zu sich. Die Honigwespe setzt bei ihrer Ernährung ausschließlich auf Pollen und Nektar, ähnlich wie die Biene. Nur die Papierwespe ernährt sich hauptsächlich von Aas und toten Insekten. 

Nicht nur Essen zieht Wespen an

Wespen nehmen nicht nur den Geruch von süßen und deftigen Speisen wahr. Auch die Exkremente der Blattläuse ziehen Wespen an. Möchten Sie keine Wespen in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon haben, sollten Sie nicht nur Ihr Essen und Ihre Getränke abdecken, sondern auch einen möglichen Blattlausbefall an Ihren Pflanzen bekämpfen. 

Zusätzlich werden Wespen auch von gärendem Obst angezogen. Denken Sie also auch daran, faulige Früchte an Bäumen oder auf dem Boden zu entfernen.

Ohne Feigenwespen gäbe es keine Feigen

Die einzigen Bestäuber von Feigenpflanzen sind Feigenwespen. Ohne Feigenwespen gäbe es keine Feigen. Bei dem Bestäuben müssen die Wespen allerdings durch derart enge Öffnungen fliegen, dass sie ihre Flügel, ihre Antennen und teilweise auch ihre Beine verlieren und in der Feigenblüte sterben.

Zwar befindet sich das tote Insekt dann noch in der Feige, durch zahlreiche Enzyme wird es allerdings so stark zersetzt, dass in der Frucht keine Wespenteile mehr zu finden sind. 

Wespen sind die besseren Drogenfahnder

US-amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass Wespen Rauschgift und Sprengstoff aufspüren können. Sie können dazu trainiert werden, die Gerüche von Drogen und Sprengstoff zu erkennen und davon unruhig zu werden. Diese Hektik der Insekten erkennt ein Computer und löst einen entsprechenden Alarm aus. 

Das Problem dabei ist allerdings, dass die Insekten höchstens 22 Tage leben und somit ständig neue Insekten gezüchtet und trainiert werden müssen. 

Wespen stechen und beißen

Wespen stechen nicht nur. Es gibt auch Arten, die beißen. Laut dem Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) gibt es nur eine geringe Anzahl von Wespenarten, die bei Bedrohung zustechen. Und auch männliche Wespen sind nicht in der Lage, wirklich zuzustechen. Sie führen lediglich die gleiche Bewegung mit ihrem Hinterteil aus, führen jedoch keinen Stachel in die Haut. Männliche Wespen imitieren durch die Bewegung einen Angriff. 

Ursachen, Folgen, Tipps: Das Ratgeber-Video für Insektenstiche. (Quelle: t-online.de)

Wespen tragen ihre Rivalen davon

Ameisen sind für Wespen Konkurrenten bei der Nahrungssuche. Bedienen sich Ameisen an dem Essen der Wespen, werden diese von den fliegenden Insekten an einen anderen Ort getragen. Ein Kampf um die Nahrungsquelle ist laut Wissenschaftlern für die Wespen gefährlich, da die Ameisen ein Gift spritzen. 

Wespe und Ameise (Quelle: Getty Images/Алексей Филатов)Wespen: Ameisen sind Futterkonkurrenten von Wespen. Aber anstatt mit ihnen zu kämpfen, tragen Wespen ihre Rivalen einfach an einen anderen Ort. (Quelle: Алексей Филатов/Getty Images)

Wespen sind nützlich

Wespen sind natürliche Schädlingsbekämpfer. Sie ernähren sich unter anderem von Faltern und Blattläusen und helfen auch beim Bestäuben von Blüten. Darüber hinaus sind sie Nahrungsquelle vieler Vogelarten. 

Wespen töten kann bis zu 50.000 Euro Strafe kosten
In Deutschland stehen die beiden Wespenarten Deutsche Wespe (Paravespula germanica) und Gemeine Wespe (Paravespula vulgaris) unter Naturschutz. Es ist daher verboten, Wespen "mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten," so § 39 Abs. 1 Nr. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG).

Auch tote Wespen können stechen

Der Stechreflex einer Wespe dauert über ihren Tod hinaus an. Auch das Gift, welches die starken Hautreaktionen und den Schmerz auslösen, sind noch im Stachel enthalten. Es ist daher wichtig, tote Wespen nicht anzufassen. Entfernen Sie die Tiere mit einer Pinzette. 

Größte Wespe ist sechs Zentimeter groß

Die größte bisher bekannte Wespe wurde in Indonesien gefangen. Sie misst bis zu sechs Zentimeter, ist schwarz und gehört zur Gattung Dalara. Die Männchen haben einen sehr großen Kiefer, den sie vor allem zur Verteidigung einsetzen.


Verwendete Quellen:


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