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Mückenlarven können weit und schnell springen

Durch die Luft  

Maden haben eine überraschende Fortbewegungsmethode

12.08.2019, 10:07 Uhr | dpa-AFX, jb

Mückenlarven können weit und schnell springen. Eine Zeitrafferaufnahme illustriert den Sprung einer Made: Obwohl sie keine Beine haben, können Maden mit einer komplizierten Methode springen.  (Quelle: dpa/Journal of Experimental Biology)

Eine Zeitrafferaufnahme illustriert den Sprung einer Made: Obwohl sie keine Beine haben, können Maden mit einer komplizierten Methode springen. (Quelle: Journal of Experimental Biology/dpa)

Sie gehören wohl zu den weniger beliebten Insekten: Mückenlarven. Um sich fortbewegen zu können, haben sie sich eine ganz besondere Methode angeeignet, die sie weit bringt. 

Obwohl sie keine Beine haben, können manche Maden einer Studie zufolge mit einer komplizierten Methode weit springen. Drei Jahre lang beobachteten US-Forscher kleine Larven der Gallenmücken der Gruppe Asphondylia mit speziellen Kameras und Mikroskopen. Nun schildern sie ihre Beobachtungen im Fachblatt "Journal of Experimental Biology".

"Sie pflanzen ein Ende ihres Körpers auf den Boden und rutschen das andere Ende heran, bis sich beide Enden treffen", sagt Co-Autor Jacob Harrison von der Duke University in Durham (US-Staat North Carolina). An beiden Enden der Maden entdeckten die Forscher winzige Härchen. Diese könnten dazu dienen, dass die beiden Körperenden vorübergehend aneinander befestigt werden, schreiben die Wissenschaftler.

Mit bis zu 3 km/h 

Dann drückt die nun schlaufenförmige Made ihren oberen Teil nach unten durch und speichert so elastische Energie. Wenn sich nun das vordere Ende des Körpers löst, wird die Larve durch die plötzlich freiwerdende Energie mit einer mittleren Geschwindigkeit von 0,85 Metern pro Sekunde (umgerechnet 3,06 km/h) hoch in die Luft geschleudert.



So kann das etwa drei Millimeter kleine Insekt bis zu 12,1 Zentimeter weit springen -– das 36-Fache seiner Körperlänge. Nach Berechnung der Forscher verbraucht diese Methode deutlich weniger Energie als das Kriechen. Die Maden benutzen die Methode, um sich bei Gefahr in Sicherheit zu bringen. Die Forscher wollen nun intensiver in dem noch unentschlossenen Bereich der kleinen, beinlosen Springer forschen. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-afx

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