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Warum Kompostwürmer im Garten so nützlich sind

dpa-tmn, t-online, Dorothée Waechter

Aktualisiert am 17.03.2020Lesedauer: 3 Min.
Kompostwurm (Eisenia fetida): Viele Menschen finden Regenwürmer ekelig, dabei sind sie nützliche zweckmäßige Kompostierer.
Kompostwurm (Eisenia fetida): Viele Menschen finden Regenwürmer ekelig, dabei sind sie nützliche zweckmäßige Kompostierer. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)
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Er hilft, Ihre Gartenabfälle schnell in fruchtbaren Biodünger umzuwandeln: der Kompostwurm. Lesen Sie, wie der kleinere Bruder des Regenwurms Sie bei der Gartenarbeit unterstützt.

Regenwürmer kennen Sie bestimmt. Dass es aber allein in Deutschland 46 Arten gibt, weltweit sogar über 3.000, wussten Sie vielleicht eher nicht. Am bekanntesten sind hierzulande der Gemeine Regenwurm (Lumbricus terrestris), auch Tauwurm genannt, und der Kompostwurm (Eisenia fetida).


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Letzterer trägt auch die wenig schmeichelhaften Beinamen Mist- oder Stinkwurm. Dabei hilft er mit, Ihren Bioabfall schnell in fruchtbaren Kompost zu verwandeln. Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Kompostwurm.

Wie sieht der Kompostwurm aus?

Er ist mit durchschnittlich vier bis 14 Zentimetern Länge etwas kleiner als der Gemeine Regenwurm. Typisch für ihn ist seine rötliche Farbe.

Welche Arten gibt es noch?

Neben dem Eisenia fetida gibt es noch die Kompostwurmarten Eisenia andrei, auch Rotwurm, und Eisenia hortensis (Europäischer Regenwurm). Zwar unterscheiden sie sich in Aussehen und Lebensweise, sind aber alle drei nützliche Komposthelfer.

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Wo kommt der Kompostwurm vor?

Im Unterschied zum Gemeinen Regenwurm kommt der Eisenia fetida fast ausschließlich auf dem Kompost oder Misthaufen vor. Der Grund: Er braucht zum Überleben besonders nährstoffhaltige Erde, die reich an organischem Material ist. Dabei hält er sich zumeist in der oberen Bodenschicht auf.

Kompostwürmer (Eisenia fetida): Im Vergleich mit dem Gemeinen Regenwurm ist der Kompostwurm deutlich kleiner.
Kompostwürmer (Eisenia fetida): Im Vergleich mit dem Gemeinen Regenwurm ist der Kompostwurm deutlich kleiner. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)

Welche klimatischen Bedingungen mag er?

Der Kompostwurm fühlt sich bei Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius wohl. Wird es im Herbst kühler, ist er weniger aktiv. Auch Hitze mit Temperaturen über 25 Grad mag er nicht. Deshalb sollten Sie in heißen Sommern den Misthaufen gut feucht halten.

Warum ist der Kompostwurm nützlich?

Er baut keine Tunnel wie der Gemeine Regenwurm, sondern erzeugt feine, krümelige Erde. So entsteht aus Küchen- und Gartenabfällen fruchtbare Komposterde. Er kann täglich die Hälfte seines Körpergewichts an Kompost fressen und als dunklen, nährstoffreichen, krümelstabilen Wurmhumus wieder ausscheiden.

Info
Dieser sogenannte Wurmkompost, gut eingearbeitet in den Gartenboden, verbessert die Qualität des Bodens erheblich und ist einer der besten organischen Dünger.

Was fressen Kompostwürmer?

Sie ernähren sich von abgestorbenen organischen Resten. Dennoch empfiehlt es sich, den Kompostwurm mit seinen Lieblingsspeisen anzulocken: Kaffeesatz, Zwiebelabfälle und Stallmist. Diese Nahrung ist geeignet – und diese nicht:

Geeignetes Wurmfutter Ungeeignetes Wurmfutter
Rohe Obst- und Gemüsereste Bananenschale, Zitrusfrüchte, Rhabarber
Zerbröseltes altes Brot bzw. Brötchen Essensreste (gekocht, gebraten)
Eierschalen rohe Eier
Tee- und Kaffeesatz Fleisch, Milchprodukte
Pappe und Papier Bedrucktes Papier

Kann man Kompostwürmer kaufen?

Ja, Sie können diese sowohl im Fachhandel als auch online kaufen. Dabei werden sie in speziellen Kisten oder Beuteln mit etwas Erde versendet. Hier ist es wichtig, die Würmer direkt nach Erhalt in den Kompost zu setzen. Beachten Sie zudem die Hinweise des Herstellers auf der Verpackung.

Kompostwürmer (Eisenia fetida): Ihre Ausscheidungen ergeben den dunklen, nährstoffreichen, krümelstabilen Wurmhumus.
Kompostwürmer (Eisenia fetida): Ihre Ausscheidungen ergeben den dunklen, nährstoffreichen, krümelstabilen Wurmhumus. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)
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Kann man Kompostwürmer züchten?

Ja, Kompostwürmer brauchen aber passende Bedingungen, um sich zu vermehren. In einer sogenannten Wurmbox lassen sie sich am besten züchten. Das brauchen Sie dazu:

Materialien: fertige Holzkiste mit Deckel oder Plastikbox, Zeitungspapier oder unbedruckte Wellpappe

Werkzeug: Holzbohrer

Anleitung:

  • Bohren Sie ein paar kleine Löcher in den Boden der Holzkiste, sodass Wasser ablaufen kann.
  • Legen Sie den Holzboden mit ein paar Lagen Zeitungspapier aus.
  • Für eine zweite Schicht knüllen Sie das restliche Zeitungspapier zusammen oder nutzen unbedruckte Wellpappe, die Sie in Streifen reißen. Wichtig: Wässern Sie das Papier vor dem Einlegen und drücken Sie es vorsichtig aus, sodass es nicht tropft, aber feucht ist.
  • Streuen Sie Erde darauf und setzen Sie die gekauften Kompostwürmer in die Kiste.
  • Geben Sie Küchenabfälle als Futter für die Würmer dazu.
  • Stellen Sie die Holzkiste an einemn warmen Ort mit Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad auf.

Tipp
Stellen Sie die Holzkiste erhöht auf kleine Füße mit einer Auffangschale. Mit der Flüssigkeit können Sie Topf- und Balkonpflanzen düngen.

Bis sich die Kompostwürmer vermehrt haben, dauert es eine Weile. Haben sich genügend Würmer vermehrt, können Sie diese in den eigentlichen Kompost umziehen.

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Von Jennifer Buchholz
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