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Emissionshandel – Motivation für die Wirtschaft

Von Nathalie Rippich

Aktualisiert am 12.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Ein Fernheizwerk in Mannheim: In Deutschland sind mehr als 1.500 Anlagen in den Emissionshandel involviert.
Ein Fernheizwerk in Mannheim: In Deutschland sind mehr als 1.500 Anlagen in den Emissionshandel involviert. (Quelle: /imago-images-bilder)
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Der Emissionshandel ist vor allem für Unternehmen ein wichtiges Thema. Denn sie können damit Geld verdienen – oder verlieren. Das Prinzip ist simpel und effektiv.

Schon in den 1990er Jahren war klar, dass die Klimakrise kommen wird. Das Kyoto-Protokoll, das 1997 beschlossen wurde, beinhaltet deshalb den Mechanismus des Emissionshandels. Anlagen, die die Luft mit Treibhausgasen belasten, brauchen dafür Berechtigungen, sogenannte Emissionszertifikate. Die Gesamtzahl dieser Rechte ist begrenzt auf das sogenannte "Cap". Wenn ein Unternehmen seine Treibhausgasemissionen senkt, kann es die überschüssigen Berechtigungen verkaufen – und so mit dem Klimaschutz Geld verdienen. Der Emissionshandel ist also schlichtweg der Handel mit Rechten zum Ausstoß von Treibhausgasen. In der Europäischen Union wird das seit dem Jahr 2005 so gemacht.

Ein Staat beziehungsweise die EU legen fest, wie viel Treibhausgase entsprechende Anlagen innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausstoßen dürfen. Wo wie viel gespart wird, obliegt den Betreibern. Wer seine Emissionen reduziert, hat einen finanziellen Vorteil. Wo mehr verbraucht wird, müssen Rechte dazu gekauft werden. Das kostet. Ein Zertifikat erlaubt dem Inhaber den Ausstoß von einer Tonne Kohlenstoffdioxid, CO2, oder einem CO2-Äquivalent. Kohlenstoffdioxid ist nicht das einzige Treibhausgas. Um die Emissionen der verschiedenen Treibhausgase vergleichen zu können, wird für einen festgelegten Zeitraum ihre Wirkung beschrieben – und zwar auf Basis dessen, wie CO2 im gleichen Zeitraum die Energiebilanz der Erde verändert. Die Unternehmen sind dazu verpflichtet, ihre Emissionen jährlich zu melden.

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Emissionszertifikate werden versteigert

Dabei bleibt die Obergrenze des Gesamtausstoßes nicht gleich, die erlaubte Emissionsmenge wird nach jedem Handelszeitraum gesenkt. Die erste Periode dauerte von 2005 bis 2007 an, die zweite von 2008 bis 2012. Die dritte hat im Jahr 2013 begonnen und läuft 2020 aus. Das heißt aber nicht, dass die Regeln 2021, ihre Gültigkeit verlieren. Wenn sie nicht verändert werden, läuft alles weiter wie gehabt. Momentan ist der Plan, dass die Emissionsmenge jedes Jahr um 1,74 Prozent gesenkt wird.

Derzeit gibt es ein EU-weites "Cap" und einheitliche Zuteilungsregeln. Im Vergleich zu den vorherigen Handelsperioden wird ein Großteil der Emissionszertifikate nicht mehr kostenlos vergeben, sondern versteigert.

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In Deutschland sind weit über 1.500 Anlagen in den Emissionshandel involviert. Dazu gehören Strom- und Wärmekraftwerke mit mehr als 20 Megawatt Feuerungswärmeleistung, große Stahlwerke, Raffinierien und Zementwerke. Seit 2012 gehört auch der Flugverkehr dazu, wenn EU-Flughäfen berührt werden.

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