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Manager und Militärs: Diese Russen kamen unter rätselhaften Umständen ums Leben


Aus dem Fenster gefallen, über Bord gegangen
Diese Russen kamen unter rätselhaften Umständen ums Leben

Aus dem Fenster gestürzt: Rawil Maganow (r.) hatte 2019 noch einen Orden von Kremlchef Wladimir Putin bekommen. Im September 2022 fiel der 67-jährige Ölmanager dann in einem eigentlich gut bewachten Krankenhaus nach einer Behandlung aus einem Fenster im sechsten Stock. Er war für das Unternehmen Lukoil tätig, das unter den Sanktionen litt und eine schwere Krise auf Führungsebene erlebte. Lukoil teilte nach Maganows Tod mit, er sei einer schweren Krankheit erlegen, habe an Herzproblemen und Depressionen gelitten. Behörden meldeten, er habe Suizid begangen, und russische Medien schrieben, er sei beim Rauchen gestolpert. Russlandkenner halten die Erklärungen für wenig überzeugend und gehen davon aus, dass ein Zeichen innerhalb der Wirtschaftselite gesetzt werden sollte. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Quelle: Mikhail Metzel/Imago

Aus dem Fenster gestürzt: Rawil Maganow (r.) hatte 2019 noch einen Orden von Kremlchef Wladimir Putin bekommen. Im September 2022 fiel der 67-jährige Ölmanager dann in einem eigentlich gut bewachten Krankenhaus nach einer Behandlung aus einem Fenster im sechsten Stock. Er war für das Unternehmen Lukoil tätig, das unter den Sanktionen litt und eine schwere Krise auf Führungsebene erlebte. Lukoil teilte nach Maganows Tod mit, er sei einer schweren Krankheit erlegen, habe an Herzproblemen und Depressionen gelitten. Behörden meldeten, er habe Suizid begangen, und russische Medien schrieben, er sei beim Rauchen gestolpert. Russlandkenner halten die Erklärungen für wenig überzeugend und gehen davon aus, dass ein Zeichen innerhalb der Wirtschaftselite gesetzt werden sollte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Beim Schamanen gestorben: Unter geradezu bizarren Umständen ist der frühere hochrangige Vertreter des russischen Ölkonzerns Lukoil, Alexander Subbotin, im Mai ums Leben gekommen. Der 43-jährige Manager hat sich angeblich im Norden Moskaus von einem Schamanen mit Hahnenblut und Krötengift behandeln lassen. Nach Abschluss einer Zeremonie habe er sich russischen Medienberichten zufolge dann im Keller des Schamanen schlafen gelegt, sei aber nicht mehr aufgewacht. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Quelle: Yevgeny Biyatov/Imago

Beim Schamanen gestorben: Unter geradezu bizarren Umständen ist der frühere hochrangige Vertreter des russischen Ölkonzerns Lukoil, Alexander Subbotin, im Mai ums Leben gekommen. Der 43-jährige Manager hat sich angeblich im Norden Moskaus von einem Schamanen mit Hahnenblut und Krötengift behandeln lassen. Nach Abschluss einer Zeremonie habe er sich russischen Medienberichten zufolge dann im Keller des Schamanen schlafen gelegt, sei aber nicht mehr aufgewacht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Pawel Antow: Seine Leiche wurde am 24. Dezember in einer Blutlache vor einem Luxushotel im indischen Bundesstaat Odisha gefunden worden. Polizeiangaben zufolge sehe es so aus, als sei der Politiker und Unternehmer von der Hotelterrasse gefallen. Antow hatte in Indien mit drei anderen russischen Staatsbürgern Urlaub gemacht. Zwei Tage vor seinem Tod war mit Wladimir Bidenow bereits ein anderes Mitglied der Reisegruppe ums Leben gekommen. Antow war seit 2018 für Einiges Russland, die Partei des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Mitglied eines Regionalparlaments rund 150 Kilometer östlich von Moskau. Vor seinem Einstieg in die Politik hatte er ein Unternehmen im Lebensmittelbereich gegründet.
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Quelle: Telegram/Vyacheslav Kartukhin

Pawel Antow: Seine Leiche wurde am 24. Dezember in einer Blutlache vor einem Luxushotel im indischen Bundesstaat Odisha gefunden worden. Polizeiangaben zufolge sehe es so aus, als sei der Politiker und Unternehmer von der Hotelterrasse gefallen. Antow hatte in Indien mit drei anderen russischen Staatsbürgern Urlaub gemacht. Zwei Tage vor seinem Tod war mit Wladimir Bidenow bereits ein anderes Mitglied der Reisegruppe ums Leben gekommen. Antow war seit 2018 für Einiges Russland, die Partei des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Mitglied eines Regionalparlaments rund 150 Kilometer östlich von Moskau. Vor seinem Einstieg in die Politik hatte er ein Unternehmen im Lebensmittelbereich gegründet. Mehr dazu lesen Sie hier.

General Alexei Maslow: Der ehemalige Befehlshaber der russischen Landstreitkräfte starb der russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge einen "plötzlichen" Tod im Militärkrankenhaus N.N. Burdenko. Maslow erhielt demnach in Russland viele Auszeichnungen und Medaillen. Von 2008 bis 2011 war er der oberste militärische Vertreter der Russischen Föderation bei der Nato. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Quelle: Quelle: Jason L. Austin, Public domain, via Wikimedia Commons

General Alexei Maslow: Der ehemalige Befehlshaber der russischen Landstreitkräfte starb der russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge einen "plötzlichen" Tod im Militärkrankenhaus N.N. Burdenko. Maslow erhielt demnach in Russland viele Auszeichnungen und Medaillen. Von 2008 bis 2011 war er der oberste militärische Vertreter der Russischen Föderation bei der Nato. Mehr dazu lesen Sie hier.

Erschossen im Büro: Der stellvertretende Leiter einer russischen Marine-Ausbildungsstätte in Wladiwostok, Wadym Bojko, 44, wurde am 16. November 2022 mit mehreren Schusswunden in der Brust in seinem Büro gefunden. Behörden sprachen von Suizid, allerdings sollen ihn laut Medienberichten insgesamt fünf Schüsse getroffen haben. Er war auch für die Mobilisierung von Reservisten für den Krieg in der Ukraine zuständig. Mehr zu Wadym Bojko lesen Sie hier.
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Quelle: Foto via Telegram

Erschossen im Büro: Der stellvertretende Leiter einer russischen Marine-Ausbildungsstätte in Wladiwostok, Wadym Bojko, 44, wurde am 16. November 2022 mit mehreren Schusswunden in der Brust in seinem Büro gefunden. Behörden sprachen von Suizid, allerdings sollen ihn laut Medienberichten insgesamt fünf Schüsse getroffen haben. Er war auch für die Mobilisierung von Reservisten für den Krieg in der Ukraine zuständig. Mehr zu Wadym Bojko lesen Sie hier.

Tot im Pool gefunden: Juri Woronow, 61, wurde im Juli im Pool seiner Villa in einem St. Petersburger Vorort mit einer Schusswunde im Kopf entdeckt. Der Multimillionär führte ein Logistikunternehmen, das Gazprom zuarbeitete. Fünf Manager aus dem Umfeld des Energieunternehmens starben allein in diesem Jahr.
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Quelle: yuri voronov/e2w

Tot im Pool gefunden: Juri Woronow, 61, wurde im Juli im Pool seiner Villa in einem St. Petersburger Vorort mit einer Schusswunde im Kopf entdeckt. Der Multimillionär führte ein Logistikunternehmen, das Gazprom zuarbeitete. Fünf Manager aus dem Umfeld des Energieunternehmens starben allein in diesem Jahr.

Über Bord gegangen: Iwan Petschorin starb mit 39 Jahren bei einem Bootsausflug. Er arbeitete in der staatlichen russischen Wirtschaftsförderung und war unter anderem für den Fernen Osten zuständig. Kurz vor seinem Tod im September 2022 hatte er noch auf einem Wirtschaftsforum eine Rede gehalten, auf dem auch Kremlchef Putin sprach, der Petschorin zuvor protegiert haben soll. Vor Petschorin war bereits sein früherer Vorgesetzter an einem Herzinfarkt gestorben. Mehr zu dem Fall lesen Sie hier.
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Quelle: Corporation for the Development of the Far East and the Arctic

Über Bord gegangen: Iwan Petschorin starb mit 39 Jahren bei einem Bootsausflug. Er arbeitete in der staatlichen russischen Wirtschaftsförderung und war unter anderem für den Fernen Osten zuständig. Kurz vor seinem Tod im September 2022 hatte er noch auf einem Wirtschaftsforum eine Rede gehalten, auf dem auch Kremlchef Putin sprach, der Petschorin zuvor protegiert haben soll. Vor Petschorin war bereits sein früherer Vorgesetzter an einem Herzinfarkt gestorben. Mehr zu dem Fall lesen Sie hier.

Beim Wandern abgerutscht: Andrej Krukowskij, Manager eines von Gazprom betriebenen Skiresorts, kam im April 2022 ums Leben. Während einer Tour zu einer Festung nahe Sotschi soll der 37-Jährige von einer Klippe gestürzt sein. Das Resort Krasnaya Poljana und die staatliche Nachrichtenagentur Tass schrieben anschließend: "Er liebte die Berge und fand dort Ruhe." Da sich seit Jahresbeginn und verstärkt nach Beginn des russischen Kriegs in der Ukraine die Todesfälle häufen, zweifeln Beobachter daran, dass jeder dieser Fälle auf natürliche Ursachen oder Unfälle zurückzuführen sei. Sie betonen aber auch, dass jeder Fall für sich betrachtet werden müsse. Die Hintergründe bleiben oft wegen fehlender Informationen im Unklaren. Auch unterscheiden sich die Fälle nach Branchen: Teils handelt es sich um Militärs, teils um Manager staatlicher oder privater Konzerne. Inwieweit der Kreml Einfluss nimmt, ist ebenfalls nur schwer verifizierbar.
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Quelle: Krasnaya Polyana Resort

Beim Wandern abgerutscht: Andrej Krukowskij, Manager eines von Gazprom betriebenen Skiresorts, kam im April 2022 ums Leben. Während einer Tour zu einer Festung nahe Sotschi soll der 37-Jährige von einer Klippe gestürzt sein. Das Resort Krasnaya Poljana und die staatliche Nachrichtenagentur Tass schrieben anschließend: "Er liebte die Berge und fand dort Ruhe." Da sich seit Jahresbeginn und verstärkt nach Beginn des russischen Kriegs in der Ukraine die Todesfälle häufen, zweifeln Beobachter daran, dass jeder dieser Fälle auf natürliche Ursachen oder Unfälle zurückzuführen sei. Sie betonen aber auch, dass jeder Fall für sich betrachtet werden müsse. Die Hintergründe bleiben oft wegen fehlender Informationen im Unklaren. Auch unterscheiden sich die Fälle nach Branchen: Teils handelt es sich um Militärs, teils um Manager staatlicher oder privater Konzerne. Inwieweit der Kreml Einfluss nimmt, ist ebenfalls nur schwer verifizierbar.

Tot nach Treppensturz: Anatoli Geraschtschenko, ehemaliger Rektor des Moskauer Luftfahrtinstituts MAI, stürzte Medienberichten zufolge am 21. September 2022 aus "großer Höhe" und mehrere Treppenstufen im Gebäude des MAI herunter. Sanitäter konnten dem 72-Jährigen demzufolge nicht mehr helfen. Sie erklärten noch im Treppenhaus seinen Tod. Geraschtschenko ist Träger etlicher russischer Medaillen. Medienberichten zufolge soll er einst zu Putins innerem Zirkel gehört, dann aber verstoßen worden sein.
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Quelle: Ria Nowosti/Wladimir Fedorenko

Tot nach Treppensturz: Anatoli Geraschtschenko, ehemaliger Rektor des Moskauer Luftfahrtinstituts MAI, stürzte Medienberichten zufolge am 21. September 2022 aus "großer Höhe" und mehrere Treppenstufen im Gebäude des MAI herunter. Sanitäter konnten dem 72-Jährigen demzufolge nicht mehr helfen. Sie erklärten noch im Treppenhaus seinen Tod. Geraschtschenko ist Träger etlicher russischer Medaillen. Medienberichten zufolge soll er einst zu Putins innerem Zirkel gehört, dann aber verstoßen worden sein.


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