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Forum: Industriekultur stärker als immaterielles Erbe

Von dpa
Aktualisiert am 22.06.2022Lesedauer: 2 Min.
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Im Reigen des immateriellen Kulturerbes finden sich nach Ansicht des Bundes Heimat und Umwelt bislang zu wenig Zeugnisse der Industriekultur wieder. In den vergangenen Jahren habe der Fokus vor allem auf Bräuchen und Festen gelegen, konstatierte Annette Schneider-Reinhardt, Expertin für immaterielles Kulturerbe des Verbandes, am Montag bei einem Forum in Chemnitz. Dagegen lasse sich nur etwa eine Handvoll der 131 Einträge im bundesweiten Verzeichnis der Industriekultur zuordnen. Hier gebe es Nachholbedarf, erklärte sie. Der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland mit Sitz in Bonn ist ein Dachverband von Bürger- und Heimatvereinen.

Als erfolgreiches Beispiel verwies sie auf die Herstellung von mundgeblasenem gläsernen Christbaumschmuck im südthüringischen Lauscha, die voriges Jahr in das Verzeichnis aufgenommen wurde. Sie sei ein wichtiges Zeugnis der Glasindustrie im Thüringer Wald, aus der eine Vielzahl von Patenten hervorgegangen sei, erläuterte Jürgen Müller-Blech vom Lauschaer Heimat- und Geschichtsverein auf der Tagung. Zudem sei dieses Erbe wichtig für die Identität und den Tourismus in der Region. Als weitere Kandidaten wurden bei dem Forum etwa die Herstellung von Ziegeln und Hochbrandgips vorgestellt, wie sie in Hundisburg bei Magdeburg gepflegt wird, sowie Techniken des Schmiedens und Saigerns im Erzgebirge.

Beim immateriellen Kulturerbe in der Industriekultur gehe es aber nicht nur um Wissen und Können zu technischen Abläufen, betonte Schneider-Reinhardt. Ein weiterer Bereich seien soziale Praktiken wie das Gewerkschafts- und das Knappschaftswesen oder musikalische Zeugnisse wie das Steigerlied. Das über viele Bergbauregionen hinaus bekannte Lied steht im Landesinventar Nordrhein-Westfalens, fehlt aber bislang in der bundesweiten Liste. Ein dritter Bereich ist der Expertin zufolge die Vielfalt der Kulturen, wozu auch migrantisches Erbe in der Industriekultur zähle.

Ihrer Einschätzung nach hat es bisher offensichtlich am Bewusstsein dafür gefehlt, dass auch solche Zeugnisse unter die Kriterien für immaterielles Kulturerbe fallen können. Ziel des Forums in Chemnitz unter dem Titel "Lebendiges Erbe der Industriekultur" sei gewesen, Initiativen hierzu gegenseitig bekannt zu machen, sich auszutauschen und zu vernetzen.

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