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Hier gibt es das verrückteste Eis im Ruhrgebiet

Von Marie Illner

Aktualisiert am 19.07.2022Lesedauer: 3 Min.
Ein Mädchen hält eine Eiswaffel in einem Park (Symbolbild): Die Rekordtemperaturen schreien nach kreativen Eissorten.
Ein Mädchen hält eine Eiswaffel in einem Park (Symbolbild): Die Rekordtemperaturen schreien nach kreativen Eissorten. (Quelle: Angel Santana Garcia/imago-images-bilder)
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Ruhrpott-Stracciatella statt Vanille: Viele Eisdielen experimentieren mit ungewöhnlichen Zutaten. t-online hat die wildesten Sorten im Pott gesucht.

Josefine Steilmann steht an der Eistheke. "Was ist das denn für eine Sorte, ist das Malaga?", fragt sie einen Mitarbeiter und zeigt auf eine Sorte in der Auslage. Im gelblichen Eis sind Rosinen zu sehen, aber darin steckt ein Schild mit der Aufschrift "Süße Polenta". "Nein, das ist Maisgrieß", kommt die Antwort. Steilmann ist mutig: "Dann nehme ich eine Kugel davon", sagt sie. Nach dem Probieren das Urteil: "Lecker!".

Ausgefallene Sorten, wie hier in der "Kuhbar" mit Standorten etwa in Essen, Dortmund, Witten und Hagen, sind längst keine Seltenheit mehr. Die Sorte "Haferflocke" gehört zum Dauersortiment, zeitweise gab's schon Grießbrei, Pflaume, Sachertorte, Christstollen sowie Mozartkugel, Mohn-Käsekuchen und Russischer Zupfkuchen. Bei vielen Kunden kommt das gut an. "Ich bin bei so was experimentierfreudig", sagt Steilmann. Trotzdem bleibt ihre Lieblingssorte ein Klassiker: Amarena.

Longdrinks und exotische Früchte im Eis

Das passt zum Bundestrend: Klassiker wie Vanille, Schokolade und Stracciatella liegen regelmäßig auf den ersten Plätzen in Umfragen. "Bei uns machen Schoko und Vanille im Verkauf aber nur noch ungefähr 40 Prozent aus", sagt Philip Stasinski von der Eisdiele "Hitzefrei" in Dortmund. Auch hier setzt man inzwischen auf ungewöhnliche Sorten: Lakritz, Gin Tonic und 43er zum Beispiel, selbst Gurken-Eis wurden schon ausprobiert. Ein optischer Hingucker war auch das "Ruhrpott-Stracciatella" – durch Aktivkohle ganz in Schwarz.

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Eine Kugel vom Kult-Eis "Ruhrpott-Stracciatella": Die dunkle Farbe kommt von Aktivkohle.
Eine Kugel vom Kult-Eis "Ruhrpott-Stracciatella": Die dunkle Farbe kommt von Aktivkohle. (Quelle: Marie Illner)

"Die Ideen kommen von überall – von uns selbst, von unserem Koch und von den Kunden", sagt Stasinski. Die Inspiration für Eis mit exotischen Früchten hat Stasinski aus Urlauben in Süd- und Mittelamerika mitgebracht. Guánabana gehört beispielsweise zum Sortiment – ein Eis aus einer Riesenbeere, die bis zu 40 Zentimeter lang und bis zu vier Kilogramm schwer wird.

Inflation macht beim Eis keinen Halt

"Uns wurde auch schon Leberwurst-Eis und eine Gemüsesorte wie Süßkartoffel-Zucchini vorgeschlagen, aber das würde wohl kaum breite Zustimmung finden", sagt Stasinski. Wer fragt, kann die ausgefallenen Sorten vorab probieren, damit man nicht gleich eine ganze Portion wagen muss.

1,40 Euro kostet eine Kugel aktuell, ob es dabei bleiben kann, ist fraglich. "Sprit, Zutaten, Lohn – all das ist teurer geworden", gibt Stasinski zu Bedenken. Obwohl der Preis für die Kugel mit 1,40 Euro schon höher sei als im Vorjahr, sei die Gewinnspanne trotzdem geringer. "Die Kunden haben aber Verständnis dafür", sagt der Eisdielenbesitzer.

Pinke Schokolade und Lavendel-Eis

Auch bei "Sorrelli’s" mit Standorten in Essen und Mülheim an der Ruhr steht noch nicht fest, ob der Preis für eine Kugel weiter bei 1,30 Euro bleiben kann. Dafür ist aber Kreativität als Zutat des täglich selbst hergestellten Eises garantiert: Bekannt ist die Eisdiele vor allem für ihr Blaubeer-Lavendel-Eis, mit einem Öl aus der Provence.

Karamellkeks mit pinker Schokolade von Sorelli's: Ob die Kugel weiterhin bei 1,30 bleiben kann, ist noch unklar.
Karamellkeks mit pinker Schokolade von Sorelli's: Ob die Kugel weiterhin 1,30 Euro kosten kann, ist noch unklar. (Quelle: Marie Illner)

Probiert haben sich die Eismacher aber auch schon an einem Keks-Eis mit pinker Schokolade, Basilikum-Pinienkern-Eis und Schoko-Rum-Traube. "Wir haben sogar mal ein Bier-Eis aus Astra gemacht", erinnert sich Wilken. Das biete man mittlerweile aber nicht mehr an – zu gering sei die Nachfrage gewesen, zu aufwendig die Anmeldung wegen des Alkoholgehaltes.

Fleischhaltiges Eis wagen

Auch die Klassiker bringen bei "Sorelli’s" Besonderheiten mit: "Für unser Vanilleeis ziehen wir die Vanille selber und unsere Antwort auf Amarena-Eis heißt Joghurt-Schoko-Kirsche", sagt Wilken. Neben Speiseeis gibt es auch "Frozen Yoghurt", der mit den normalen Eissorten kombiniert werden kann.

"Der Trend geht auf jeden Fall zum Ausgefallenen", beobachtet die Eisdielen-Inhaberin. In der Zukunft will man sich vielleicht auch an ein fleischhaltiges Eis wagen. "Für Hunde allerdings!", sagt Wilken. Beispielsweise ein Leberwurst-Eis sei denkbar, damit auch die vierbeinigen Kunden auf ihre Kosten kommen.

Beim "Kugelpudel" in Bochum ist Eis-Macherin Julia Bernecker auf eine Kreation ganz besonders stolz: das Rotkäppchen-Eis. Was dahintersteckt? "Ein Schokoladeneis, das nach Tanne schmeckt", erklärt sie. Dafür sei neben Marmelade auch ein verzehrbares Kieferöl im Eis gelandet. Harmoniert und geschmeckt hat das am Ende – anders als beim Versuch, ein Eis mit Ketchup zu machen.

Schokoeis mit Tannengeschmack

Ein Eisbecher mit Zitronen und Teeblättern: Das Earl-Grey-Eis von "Kugelpudel" ist mit Schwarztee und Bergamotte.
Ein Eisbecher mit Zitronen und Teeblättern: Das Earl-Grey-Eis von "Kugelpudel" ist mit Schwarztee und Bergamotte. (Quelle: Marie Illner)

"Das sollte in die Richtung eines mexikanischen Tomatendrinks gehen, wurde aber irgendwie nicht rund", erinnert sich Bernecker. Kein Problem – dafür hat's beim Kokosnusseis mit Passionsfrucht-Variegato geklappt und auch beim jetzigen Renner "Strand-Maté". Bernecker erklärt: "Das ist ein Zitroneneis mit Maté-Tee und kandiertem Ingwer".

Die Liste ihrer ungewöhnlichen Kreationen ist noch länger: Earl-Grey-Eis mit schwarzem Tee und Bergamotte zählt ebenso dazu wie Matcha-Weiße-Schokolade und Bienenstich-Eis. "Immer mehr nachgefragt wird veganes Milcheis", beobachtet Bernecker. Nur zu Sorbets greifen müssten Veganer längst nicht mehr. "Hafermilch bietet in der Herstellung eine Alternative", sagt sie.

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