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Rot-Weiß Erfurt: Trainer Robin Krüger verlässt Traditionsverein

"Ich gehe nicht gerne"  

RWE-Trainer Robin Krüger verlässt Erfurt

29.06.2020, 11:46 Uhr | t-online.de, cf

Rot-Weiß Erfurt: Trainer Robin Krüger verlässt Traditionsverein. Trainer Robin Krüger bei einem Spiel von im Dezember 2019 im Steigerwald-Stadion: "Ich habe wahnsinnig gerne für Rot-Weiß Erfurt gearbeitet." (Quelle: imago images/Karina Hessland/Archiv)

Trainer Robin Krüger bei einem Spiel von im Dezember 2019 im Steigerwald-Stadion: "Ich habe wahnsinnig gerne für Rot-Weiß Erfurt gearbeitet." (Quelle: Karina Hessland/Archiv/imago images)

Trainer Robin Krüger wollte beim Neuaufbau des insolventen Traditionsvereins Rot-Weiß Erfurt helfen. Doch feste Zusagen für die Zukunft gab es von den Verantwortlichen nicht. Jetzt läuft sein Vertrag aus.

Der 30-jährige Trainer Robin Krüger verlässt Rot-Weiß Erfurt und zieht weg. Das gab er in einer mehr als vierminütigen Videobotschaft des Vereinssenders "RWE.tv" am Sonntag bekannt. "Ich möchte euch das, liebe Fans und Freunde von RWE, als erstes direkt mitteilen", so Krüger. 

Hintergrund sind fehlende Perspektiven beim insolventen Traditionsverein. "Ich gehe nicht gerne. Vor allem habe ich wahnsinnig gerne für Rot-Weiß Erfurt gearbeitet", sagte Krüger sichtlich bewegt. Auch sei Erfurt in den vergangenen zwei Jahren nicht nur ein Wohnort, sondern auch Heimat geworden. "Es war für mich eine besondere Ehre, fünf Pflichtspiele der Cheftrainer der ersten Mannschaft zu sein."

Er habe frühzeitig signalisiert, dass er gerne beim Neuaufbau des Vereins dabei gewesen wäre, weil er auch eine sportliche Chance darin gesehen hätte. Doch bis auf lose Unterhaltungen und Absichtsbekundigungen habe es keine konkreten Gespräche dazu gegeben. "Fakt ist aber, dass mein Vertrag am 30. Juni endet", betonte Krüger. Deshalb habe er auch seine Wohnung zum 30. Juni gekündigt. 

Krüger: "Seid euch dieser Verantwortung bewusst"

Generell sei 2020 ein "finanziell katastrophales" Jahr für ihn gewesen, mit "den Ereignissen" im Januar und der Corona-Krise. Ende Januar hatte der insolvente RWE aus finanziellen Gründen die erste Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet, t-online.de hatte berichtet. Nun sei der Punkt für ihn gekommen, nach vorne zu blicken und sich um seine Zukunft zu kümmern.

Dennoch belaste ihn auch die ungewisse Zukunft des Vereins selbst, wie er sagte. Denn RWE sei ein Traditionsverein und Herzensangelenheit vieler Menschen. Deshalb appellierte er an Insolvenzverwalter Volker Reinhardt und die weiteren Verantwortlichen: "Seid euch dieser Veranwortung bewusst und tut, was zu tun ist, damit dieser Verein eine positive Zukunft hat." Er selbst bleibe Mitglied und Fan des Vereins. 

Unklar ist, wie es für Rot-Weiß Erfurt nun weitergeht. Wie die "Thüringer Allgemeine" am Wochenende berichtete, will RWE eine neue Mannschaft zusammenstellen. Dafür benötige man allerdings eine Einigung mit dem Insolvenzverwalter, hieß es. Zum Abschied von Robin Krüger gab es vom Verein bisher noch keine offizielle Mitteilung.

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