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Freiwilligendienste auch während Corona-Krise gefragt

Erfurt  

Freiwilligendienste auch während Corona-Krise gefragt

24.07.2021, 09:42 Uhr | dpa

Freiwilligendienste auch während Corona-Krise gefragt. Freiwilligendienste in Thüringen auch während Corona gefragt

Ein Mann, der ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, hilft einer Bewohnerin einer WG für Demenzkranke. Foto: Friso Gentsch/dpa (Quelle: dpa)

Ältere Menschen umsorgen, Bäume pflanzen oder in der Denkmalpflege arbeiten: Die Zahl der Menschen, die in Thüringen ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvierten, blieb in den Corona-Jahren 2020 und 2021 konstant. "Ein Rückgang der Zahl an Freiwilligen, eine Zunahme von Abbrüchen und vorzeitigen Beendigungen waren nicht zu verzeichnen", teilte das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport auf Anfrage mit. Die meist zwischen 16 und 20 Jahre alten Freiwilligen hätten trotz Corona-Pandemie soweit wie möglich ihren Dienst vollständig absolviert und die Einrichtungen unterstützt.

War das nicht möglich, etwa weil die Einrichtung geschlossen werden musste, bestand laut Ministerium die Möglichkeit, das FSJ zwischenzeitlich in einer anderen Einrichtung weiterzuführen. Ein alternativer Einsatz sei jedoch nur mit Zustimmung der Freiwilligen - bei Minderjährigen mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten - zugelassen worden. In Einzelfällen habe die Einsatzstelle gemeinsam mit dem Träger eine Einschätzung der Gefahrenlage vorgenommen und abgewägt, ob die dienstliche Verpflichtung der Freiwilligen weiter bestand. Ein konkreter Einsatz im Bereich "Pandemie-Managment" war dem Ministerium nicht bekannt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines FSJ müssen zwischen 16 und 26 Jahre alt sein und erhalten laut Ministerium im Schnitt monatlich 300 Euro "Taschengeld". Sie werden sozialversichert und bekommen weiterhin Kindergeld. Das FSJ wird oft zur beruflichen Orientierung genutzt. Viele junge Menschen sind dann etwa in Schulen und Kindergärten, Behindertenwerkstätten, Pflegeheimen und Sporteinrichtungen tätig.

Finanziert wird das Freiwillenjahr überwiegend vom Bund, aus dem Europäischen Sozialfonds und dem Freistaat. In diesem Rahmen stehen laut Bildungsministerium gegenwärtig 683 Plätze in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport zur Verfügung. Davon blieben 13 (Stand April 2021) unbesetzt. Neben den geförderten Stellen gibt es rund 200 weitere Stellen für die Ableistung eines FSJ in Thüringen in den Bereichen Soziales, Kultur und Denkmalpflege.

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