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Essen: Tumult nach "Knolle" für Falschparker – Männer in Gewahrsam

Männer in Gewahrsam  

Strafzettel für Falschparker löst Tumult in Essen aus

19.04.2021, 07:36 Uhr | dpa

Essen: Tumult nach "Knolle" für Falschparker – Männer in Gewahrsam. Hände in Handschellen (Symbolbild): Nach einem Tumult in Essen sind drei Personen festgenommen worden. (Quelle: dpa/Uli Deck)

Hände in Handschellen (Symbolbild): Nach einem Tumult in Essen sind drei Personen festgenommen worden. (Quelle: Uli Deck/dpa)

In Essen wurden zwei Mitarbeiterinnen der Verkehrsüberwachung zunächst in ihrem Dienst bedroht. Doch damit nicht genug: Am Abend eskalierte die Situation.

Eine "Knolle" wegen Falschparkens hat in Essen einen Tumult mit zahlreichen Teilnehmern ausgelöst. Laut Polizei hatten zwei Mitarbeiterinnen der Verkehrsüberwachung am Samstagnachmittag den Fahrer eines Geländewagens an der Vogelheimer Straße Ecke Grünstraße wegen Falschparkens verwarnen wollen.

Die drei Insassen des Wagens hätten sich daraufhin den Frauen bedrohlich genähert. Als diese Schutz in ihrem Auto gesucht hätten, habe ein Mann den Wagen gerüttelt und zum Schaukeln gebracht, ein anderer habe schnell das Kennzeichen des Geländeautos abgeschraubt, um eine Verwarnung zu verhindern. Als die herbeigerufene Polizei gekommen sei, seien Auto und Männer bereits weg gewesen.

Frauen erkennen Männer wieder

Später hätten die beiden Frauen auf ihrem Kontrollgang im Essener Norden aber einen der Männer wiedererkannt und erneut die Polizei gerufen. Beamte nahmen den 29-Jährigen fest. Zu dem Zeitpunkt hätten sich aber bereits zahlreiche Männer – überwiegend ohne Abstand und Maske – auf dem Altessener Markt versammelt.

Einige hätten sich bedrohlich den Beamten genähert und die Freilassung des 29-Jährigen verlangt. Ein 40-Jähriger attackierte einen der Polizisten, im Getümmel sei der 29-Jährige entkommen. Der 40-Jährige wurde festgenommen, ebenso ein 25-Jähriger und ein 20-Jähriger, der den Einsatz filmte und den Einsatz laut Polizei behinderte.

Ermittelt werde wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Beamte, Gefangenenbefreiung und Nötigung. Die Polizei sei mit starken Kräften im Einsatz gewesen, hieß es im Bericht. 

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