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Geflügelpest: 76.000 Hühner werden im Kreis Plön getötet

Geflügelpest-Ausbruch  

76.000 Hühner werden im Kreis Plön getötet

08.03.2021, 11:24 Uhr | dpa, t-online

Geflügelpest: 76.000 Hühner werden im Kreis Plön getötet. Legehennen in einem Stall (Symbolbild): In Schleswig-Holstein ist in einem Geflügelbetrieb die Geflügelpest ausgebrochen. (Quelle: imago images/Countrypixel)

Legehennen in einem Stall (Symbolbild): In Schleswig-Holstein ist in einem Geflügelbetrieb die Geflügelpest ausgebrochen. (Quelle: Countrypixel/imago images)

In einem Geflügel-Großbetrieb in Schleswig-Holstein ist die Geflügelpest nachgewiesen worden. Zehntausende Legehennen müssen nun getötet werden.

Wegen eines nachgewiesenen Falls von Geflügelpest müssen in einem landwirtschaftlichen Betrieb im Kreis Plön etwa 76.000 Legehennen getötet werden. Dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) zufolge handele es sich bei dem festgestellten Fall um Geflügelpest des Subtyps H5N8, teilte das Landwirtschaftsministerium am Sonntag in Kiel mit.

Die Keulung der Tiere sei nötig, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Zudem darf das Betriebsgelände nicht betreten werden. Des Weiteren ist die Region in einem Radius von drei Kilometern zum Sperrbezirk und in einem Umkreis von zehn Kilometern zum Beobachtungsgebiet erklärt worden.

Polizisten sperren die Straße um einen Geflügelbetrieb in der Gemeinde Kühren (Kreis Plön) ab: In dem landwirtschaftlichen Betrieb mit etwa 76.000 Legehennen ist ein Fall von Geflügelpest festgestellt worden.  (Quelle: dpa/Daniel Bockwoldt)Polizisten sperren die Straße um einen Geflügelbetrieb in der Gemeinde Kühren (Kreis Plön) ab: In dem landwirtschaftlichen Betrieb mit etwa 76.000 Legehennen ist ein Fall von Geflügelpest festgestellt worden. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa)

"Das ist ein schwerer Schlag für den betroffenen Betrieb und zeigt, dass sich die Situation im Land in Bezug auf das Geflügelpestgeschehen leider wieder verschärft", sagte Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Sonntag laut Mitteilung. "Nachdem wir seit Ende Dezember keine Fälle in Geflügelhaltungen mehr verzeichnen mussten, zeigt die derzeitige Zunahme von Fällen bei Wildvögeln und Hausgeflügel, dass der Infektionsdruck wieder deutlich zugenommen hat."

Blick auf einen Geflügelbetrieb im Kreis Plön: In dem landwirtschaftlichen Betrieb müssen nach dem Geflügelpest-Ausbruch alle Legehennen gekeult werden. (Quelle: dpa/Daniel Bockwoldt)Blick auf einen Geflügelbetrieb im Kreis Plön: In dem landwirtschaftlichen Betrieb müssen nach dem Geflügelpest-Ausbruch alle Legehennen gekeult werden. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa)

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Er appellierte deshalb an alle Geflügelhalter, auf die entsprechende Hygiene zu achten. Landesweit gilt noch immer in allen Kreisen und kreisfreien Städten die Stallpflicht für Hausgeflügel. Mit dem Ausbruch der Geflügelpest in dem Legehennenbetrieb sind innerhalb von zwei Tagen nun bereits Fälle in drei Kreisen in Schleswig-Holstein in Geflügelhaltungen amtlich bestätigt worden.

Wie die "Kieler Nachrichten" berichten, bestehe keine Gefahr für Menschen. Das Virus sei nach bisherigen Informationen für Menschen ungefährlich und es seien keine möglicherweise schädlichen Eier verkauft worden. Alle Tiere in dem betroffenen Betrieb sollen nun vergast werden. Albrecht versicherte demnach, dass der Betrieb dafür entschädigt werde.

Neun betroffene Betriebe

In Schleswig-Holstein ist damit in bislang neun Geflügelhaltungen mit insgesamt rund 81.000 Tieren die Geflügelpest nachgewiesen worden. Zudem hat sich der Nachweis der Krankheit bei Wildvögeln auf rund 485 erhöht.

Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, ist eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln vorkommt. Mit den angeordneten Aufstallungen soll verhindert werden, dass die Krankheit Haus- und Nutztierbestände befällt.

Die Geflügelpest-Epidemie von November 2016 bis Frühjahr 2017 war die schlimmste Tierseuchenwelle dieser Art in Deutschland seit Jahrzehnten. Mehr als 900.000 Tiere mussten bundesweit gekeult werden, allein in Schleswig-Holstein etwa 65.000. Auch, wenn die derzeit zirkulierenden Erreger dem FLI zufolge nicht auf den Menschen übertragen werden können, sollten tote Tiere nicht angefasst werden.

Verwendete Quellen:

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