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Leipzig: Verkaufsverbot von Corona-Antikörpertest in Apotheken

Gesetz verbietet  

Leipziger Corona-Antikörpertest wird nicht in Apotheken verkauft

03.09.2020, 14:47 Uhr | dpa

Leipzig: Verkaufsverbot von Corona-Antikörpertest in Apotheken. Der in Leipzig entwickelte Corona-Antikörpertest: Er darf nicht an Privatpersonen verkauft werden. (Quelle: dpa/Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild)

Der in Leipzig entwickelte Corona-Antikörpertest: Er darf nicht an Privatpersonen verkauft werden. (Quelle: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa)

Sogar Sachsens Ministerpräsident Kretschmer war für die Vorstellung des Corona-Antikörpertests nach Leipzig gekommen. Nun hat es einen Dämpfer für die Forscher gegeben. 

Der in Leipzig entwickelte Corona-Antikörpertest darf derzeit nicht von Apotheken direkt an Privatpersonen verkauft werden. Die Abgabe solcher In-vitro-Tests sei in der Medizinprodukteabgabeverordnung (MPAV) und dem Infektionsschutzgesetz geregelt und nur an medizinische Fachkreise erlaubt, teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) am Donnerstag mit. Zunächst hatte "MDR Aktuell" berichtet.

Sollte ein Apotheker entgegen dem Verbot einen Schnelltest an Patienten abgeben, wäre dies eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet werden könne, hieß es in einer Mitteilung der ABDA. Deren Vizepräsident Mathias Arnold betonte: "Wenn die zuständigen Behörden in Zukunft die Ansicht vertreten sollten, dass Endverbraucher entsprechende Selbsttests bekommen können, wäre dies durch eine Bekanntmachung des Robert Koch-Instituts oder eine Änderung der Medizinprodukteabgabeverordnung rechtlich leicht umsetzbar."

Verkauf sollte im September starten

Am Montag war der Corona-Antikörpertest unter Beisein von Ministerpräsident Michael Kretschmer in Leipzig vorgestellt worden. Das Besondere daran sei, dass man dafür nicht zu einem Arzt gehen müsse, sondern die Probeentnahme auch zu Hause möglich sei, hatte Prof. Jörg Gabert von der Firma Adversis Pharma erläutert, die den Test gemeinsam mit dem Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig entwickelt hatte und vertreibt. Das Unternehmen war am Donnerstag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Ursprünglich sollte der Test für den Preis von 49 Euro von vergangenen Dienstag an bundesweit von Apotheken vertrieben werden. Dabei muss zunächst eine Fingerkuppe desinfiziert und mit einer kleinen Lanzette eingestochen werden. Die Bluttropfen werden dann auf einer Filterkarte aufgebracht, 60 Minuten getrocknet und an Adversis geschickt. Dort werden die Proben analysiert und das Ergebnis kann innerhalb von 24 bis 48 Stunden online abgefragt werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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