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Zahnmedizin-Studierende üben wegen Corona an Puppen

Von dpa
Aktualisiert am 28.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Johann Dörschner, Student der Zahnmedizin an der Universität Leipzig, übt an einem "Phantompatienten": Zahnarzt kann man nicht online lernen.
Johann Dörschner, Student der Zahnmedizin an der Universität Leipzig, übt an einem "Phantompatienten": Zahnarzt kann man nicht online lernen. (Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa-bilder)
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Zahnarzt kann man nicht online lernen: Für Zahnmedizin-Studierende an der Uni Leipzig gelten verstärkte Corona-Maßnahmen. Wie Ausbildung "am Patienten" möglich bleibt.

Für die Studierenden der Zahnmedizin an der Universität Leipzig hat die Corona-Pandemie eine Menge Änderungen gebracht. Sie müssen wie andere Studentinnen und Studenten viel mehr online lernen. Aber an einem hält die Hochschule fest: die Ausbildung "am Patienten" soll auch in der Corona-Krise möglich bleiben. "Wir versuchen alles, was unbedingt sein muss, in Präsenz durchzuführen", sagte Studiendekan Prof. Dr. Sebastian Hahnel. 274 Zahnmedizin-Studierende sind derzeit in Leipzig immatrikuliert.

Das Ziel der Uni ist es, ihnen den Abschluss trotz Corona ohne Verzögerungen zu ermöglichen. Dafür sei in der Zahnklinik einiges umsortiert worden. Die Laborarbeit sei heruntergefahren worden. Dort geht es um Zahntechnik. Das sei auch wichtig, sagte Hahnel. Aber noch wichtiger sei es, dass die angehenden Zahnärzte sicher eine Füllung anfertigen oder eine Krone präparieren könnten.

Studiendekan Prof. Dr. Sebastian Hahnel: "Wir versuchen alles, was unbedingt sein muss, in Präsenz durchzuführen."
Studiendekan Prof. Dr. Sebastian Hahnel: "Wir versuchen alles, was unbedingt sein muss, in Präsenz durchzuführen." (Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/Archivbild/dpa-bilder)

Studenten setzten Puppen Gebisse ein

Das lernen die Studierenden zunächst an "Phantompatienten". Das sind Puppen, denen immer neue Gebisse eingesetzt werden können und an deren Kunststoffzähnen die Studierenden mit den Bohrern üben können. Diese Kurse in der Propädeutik wurden geviertelt, und diese Viertel wurden noch einmal geteilt, damit die angehenden Zahnmediziner genug Abstand zueinander wahren können. Das bedeutet auch, dass die Übungszeiten in den Abend hinein ausgedehnt wurden.

Für die Arbeit an den echten Patienten würden die Hygienekonzepte ständig angepasst, sagte Hahnel. "Wir haben als Zahnärzte ja auch ohne Corona eine erhöhte Gefährdung. Es besteht immer die Möglichkeit, dass etwas ins Gesicht spritzt, weswegen wir in der Zahnmedizin immer auf guten Schutz achten."

Regelmäßige Corona-Tests in der Uni

Johann Dörschner ist einer der Studierenden. Einen wirklichen Stillstand habe es nur kurz im Frühjahr 2020 gegeben, berichtete er. Seitdem gehe das Studium voran, sagte er. Jeden Montag machen die angehenden Zahnmediziner einen Corona-Test. Geimpft seien sie noch nicht, das solle aber noch kommen. "Viele würden sich gerne impfen lassen. Aber ich kann natürlich nachvollziehen, dass erst das Personal der Corona-Intensivstationen dran ist."

Trotz der Einschränkungen wegen der Pandemie mache er sich keine Sorgen um seinen Abschluss, sagte der 22-Jährige. "Ich gehe eigentlich nicht davon aus, dass ich Schwierigkeiten haben werde, einen Job zu finden."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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