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Neue Corona-Regeln: Fitnessstudios hoffen auf Neujahrs-Boom

Von dpa
17.01.2022Lesedauer: 2 Min.
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Die sĂ€chsischen Fitnessstudios dĂŒrfen unter strengen Auflagen wieder öffnen - die Betreiber hoffen auf einen spĂ€ten Neujahrsboom. Mit Blick auf den Rest Deutschlands sei man optimistisch, heißt es von der Kette FitX, die im Freistaat vier Studios betreibt. "Die Zahl der Neuanmeldungen bleibt aufgrund der Auflagen natĂŒrlich hinter den Zahlen zurĂŒck, die wir vor der Pandemie hatten - wir merken aber trotzdem, dass die Menschen Lust auf Sport haben", sagte eine Sprecherin. Die Erfahrung aus anderen BundeslĂ€ndern zeige, dass es ein paar Tage Eingewöhnung brauche - dann pendelten sich die Besuchszahlen in den Studios aber wieder recht schnell ein.

Die seit Freitag gĂŒltige Corona-Verordnung sieht fĂŒr Fitnessstudios im Freistaat die 2G-plus-Regel vor: Geimpfte und Genesene dĂŒrfen in die Studios, wenn sie zusĂ€tzlich ein negatives Testergebnis oder eine Booster-Impfung vorzeigen können. Ausgenommen von der Pflicht sind etwa Personen, die erst in den vergangenen drei Monaten ihre Zweitimpfung erhalten haben oder eine Infektion durchgemacht haben.

FĂŒr die Studiobetreiber und Mitglieder stelle die Regelung einen Mehraufwand dar, sagte Pierre Geisensetter von der Studiomarken RSG Group, zu der die Kette John Reed gehört. Der Januar sei traditionell der umsatzstĂ€rkste Monat fĂŒr die gesamte Fitnessbranche. "Im Vergleich zu den Zahlen vor der Pandemie erkennen wir zum jetzigen Zeitpunkt eine VerĂ€nderung der Nutzungszahlen unserer Studios, die nicht wie sonst voll ausgelastet sind." Sehr viele Menschen wollten jedoch nicht auf Fitness und Bewegung verzichten.

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Wie hoch die Mitgliederverluste der sÀchsischen Studios im vergangenen Jahr waren, kann der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) noch nicht beantworten. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 waren den Angaben zufolge 380.000 Menschen Mitglieder einer Fitnessanlage - gut 90.000 weniger als im Vorjahr. "Eine Erhebung im Sommer hat ergeben, dass die Fitnessstudios wÀhrend des Lockdowns durchschnittlich weitere 25 Prozent an Mitgliedern verloren haben", teilte der Verband mit.

Besonders fĂŒr die geschlossenen Betriebe in Sachsen sei die Lage dramatisch. Mit den Schließungen oder hohen Auflagen sei wirtschaftliches Arbeiten fĂŒr die betroffenen Unternehmen kaum möglich. Auch die Hilfsprogramme seien keine langfristige UnterstĂŒtzung.

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