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Experten: Infektions- und Kinderschutz gemeinsam beachten

Von dpa
19.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Corona-Schnelltest in der Schule
Ein Sch├╝ler h├Ąlt einen negativen Corona-Schnelltest in der Hand. (Quelle: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Ma├čnahmen des Infektionsschutzes und des Kinderschutzes m├╝ssen zusammen gedacht und umgesetzt werden, um Kinder, Jugendliche und Familien bestm├Âglich zu sch├╝tzen. Das ist die Kernforderung einer Expertengruppe aus Medizinern, Virologen und Kinderpsychologen. "Kinder und Jugendliche leiden extrem unter den vielen Facetten der Pandemie", betonte Prof. Julian Schmitz von der Universit├Ąt Leipzig. Er hatte gemeinsam mit sieben weiteren Fachkollegen eine entsprechende Stellungnahme f├╝r den Expertenrat der Bundesregierung verfasst.

Darin sprechen sich die Fachleute f├╝r einen besseren Infektionsschutz von Kindern und Jugendlichen aus, unter anderem durch effizientes Impfen. Au├čerdem fordern sie niedrigschwellige, an sozialen Kriterien orientierte, Notbetreuungskonzepte, eine Verst├Ąrkung der Jugendhilfema├čnahmen sowie mehr psychosoziale Angebote mit schulischer Anbindung.

Aktuelle Zahlen zeigten nahezu eine Verdopplung der behandlungsbed├╝rftigen psychischen Probleme bei Kindern und Jugendlichen, hei├čt es in der Stellungnahme. Gleichzeitig sei das bereits vor der Pandemie stark ausgelastete psychosoziale Versorgungssystem nicht in der Lage, die Mehrzahl der Betroffenen zu versorgen. Unhaltbar lange Wartezeiten auf Beratungs- und Therapieangebote seien die Folge.

Kinder haben mittlerweile deutschlandweit fast die h├Âchsten Inzidenzen aller Bev├Âlkerungsgruppen und sind damit h├Ąufig von Infektion, Isolation und Quarant├Ąne betroffen. "Je l├Ąnger die Pandemie dauert, desto schlimmer wird die Situation f├╝r Kinder und Jugendliche", betonte Prof. Menno Baumann von der Intensivp├Ądagogik der Fliedner Fachhochschule D├╝sseldorf. Zwar w├╝rde der Mensch mit der Zeit gewisse Anpassungsstrategien entwickeln, aber "an eine soziale Isolation kann er sich nicht gew├Âhnen". Zudem gehe die Schere zwischen Arm und Reich, zwischen Wohnraumangebot und sozialer Vernetzung in der Gesellschaft durch die Pandemie weiter auseinander.

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Besonders das unbedingte Festhalten an dem Pr├Ąsenzunterricht in der jetzigen Form habe enorme Defizite mit teils fatalen Folgen aufgezeigt, sind sich die Experten einig. "Schule ist nur dann stabilisierend, wenn sie tats├Ąchlich Bildung vermittelt, Ressourcen und Interessen f├Ârdert und st├Ąrkt, wenn sie eine stabile p├Ądagogische Infrastruktur hat und Tagesstruktur und Rhythmus bietet", betonte Baumann. Diese Funktionen erf├╝lle Schule nicht, wenn sie durch st├Ąndige Infektions- und Quarant├Ąnef├Ąlle im Chaos versinke, Familien dadurch unberechenbar unter Druck gerieten, wenn Lehrkr├Ąfte ausfielen und vertreten werden m├╝ssten, Leistungsdruck auf schlechte Lehr- und Lernbedingungen treffe. Dann k├Ânne eine "um jeden Preis offene Schule" auch psychisch gesehen Teil des Problems werden und ihre Funktion als Teil der L├Âsung einb├╝├čen.

Man m├╝sse die Schulen aktiv sicherer machen, forderte Jana Schroeder, Fach├Ąrztin f├╝r Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie und Infektiologin aus Rheine (NRW). Infektionsschutz sei auch Kinderschutz, schlie├člich sage eine milde Prim├Ąrinfektion nichts ├╝ber Langzeitfolgen aus. "Langzeitfolgen viraler Erkrankungen sind bestens bekannt und auch bei Sars-CoV-2 werden die Hinweise darauf immer deutlicher, zum Beispiel bei dem Thema PIMS und LongCovid."

Statt auf der Pr├Ąsenzpflicht als einziger L├Âsung zu beharren, sollte es eher eine Bildungspflicht mit der gleichzeitigen Ber├╝cksichtigung der besonderen Aspekte des Kinderschutzes geben, erl├Ąuterte Schroeder. Es fehle die Abw├Ągung und Flexibilit├Ąt, dass nicht jede Familie in der Pandemie die gleichen Bed├╝rfnisse habe. "Es muss doch m├Âglich sein, f├╝r Schulen entwickelte Konzepte umzusetzen, den Fernunterricht in Gang zu bringen, auch f├╝r Isolationen und Quarant├Ąnen, und gleichzeitig den Kinderschutz an die besonderen Erfordernisse anzupassen und auszubauen."

So sollte auch eine Impfung an den Schulen angeboten werden. "Es geht um ein niederschwelliges Impfangebot f├╝r Kinder und Jugendliche insbesondre aus sozial schw├Ącheren Familien." Schlie├člich seien noch 90 bis 95 Prozent der unter Zw├Âlfj├Ąhrigen in Deutschland ungeimpft.

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