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Mainz/Rheinland-Pfalz: Corona-Teststruktur soll bleiben

"Pandemie ist noch nicht vorbei"  

Rheinland-Pfalz will Corona-Teststruktur aufrechterhalten

23.06.2021, 11:02 Uhr | dpa, t-online

Mainz/Rheinland-Pfalz: Corona-Teststruktur soll bleiben. Eine Mainzer Kneipe, die zum Corona-Testzentrum umfunktioniert wurde (Symbolbild): In Rheinland-Pfalz sollen die bisherigen Teststrukturen weiter bestehen bleiben. (Quelle: imago images/Hoffmann)

Eine Mainzer Kneipe, die zum Corona-Testzentrum umfunktioniert wurde (Symbolbild): In Rheinland-Pfalz sollen die bisherigen Teststrukturen weiter bestehen bleiben. (Quelle: Hoffmann/imago images)

Rheinland-Pfalz möchte die Schnelltestzentren im Bundesland trotz der abnehmenden Nutzung nicht großartig herunterfahren. Ein Grund dafür sind die zunehmenden Nachweise der Corona-Varianten.

Die Corona-Zahlen in Mainz und dem Rest des Bundeslandes fallen, vielerorts wird für die kleinen Freuden in der Freizeit kein Schnelltest mehr benötigt und somit schwinden die Schlangen vor den Testzentren. Trotzdem möchte Rheinland-Pfalz an den Testzentren festhalten – nicht zuletzt wegen der Virusvarianten.

Auch bei einer sinkenden Nachfrage nach Corona-Schnelltests will Rheinland-Pfalz die "mittlerweile flächendeckenden Teststrukturen im ganzen Land weitestgehend" aufrechterhalten. Das sagte Detlef Placzek, Koordinator des Projekts "Testen für Alle" in Rheinland-Pfalz.

"Wegfall des kostenlosen Testangebots wäre verfrüht"

Dies sei nicht zuletzt mit Blick auf die Ausbreitung von Virusvarianten notwendig. Die Teststellen hätten seit März "hervorragende Arbeit" geleistet und eine zentrale Rolle in der Pandemiebekämpfung gespielt. "Die Pandemie ist aber noch nicht vorbei", sagte Placzek, der auch Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) ist.

Rheinland-Pfalz warte nun auf den Erlass der neuen Testverordnung des Bundes, die ab Juli greifen soll, damit die Teststellen auch für die kommenden Monate Planungssicherheit hätten, erklärte Placzek weiter. "Ein Wegfall des kostenlosen Testangebots für die Bürgerinnen und Bürger wäre zu diesem Zeitpunkt verfrüht, auch wenn der Bedarf nach unseren Informationen aktuell tendenziell sinkt."

Aktuell sind den Angaben zufolge knapp 1.700 Corona-Teststellen beim Land registriert. Ein starker Rückgang ist dabei nicht zu erkennen: Ende April lag deren Anzahl bei 1.375, Anfang April waren es 963.

Nach Beobachtung Placzeks passen viele Teststellen ihre Kapazitäten beispielsweise durch verkürzte Öffnungszeiten an die aktuell niedrigere Nachfrage im Land an. Betriebseinstellungen würde der Testkoordinator "in dieser weiterhin pandemischen Lage als wenig sinnvoll" erachten: Dazu sei es bislang auch nur vereinzelt gekommen.

Wirtschaftlichkeit für Apotheken fraglich

Die Apotheken, die bislang eine wichtige Rolle bei den Bürgertests spielten, werden nach Einschätzung des Landesapothekenverbandes ihr Angebot schrittweise zurückfahren. Ein wichtiger Grund dafür sei die zu beobachtende sinkende Nachfrage, sagte Sprecherin Petra Engel-Djabarian. Genaue Zahlen für Rheinland-Pfalz habe der Verband allerdings nicht, da dies eine Entscheidung jeder einzelnen Apotheke sei.

Auch die Frage nach der Wirtschaftlichkeit spiele für die Apotheken eine wichtige Rolle, wenn es darum gehe, weiter Schnelltests anzubieten oder nicht, sagte Engel-Djabarian weiter. Testangebote brächten für die Apotheken stets auch einen Mehraufwand an Personal und Räumlichkeiten. Zudem bekommen die Apotheken der "Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände" (Abda) zufolge anstelle der anfänglich 18 Euro pro vorgenommenem Antigentest nun nur noch bis zu 12,50 Euro.

Zusätzlich sei seit Mitte Juni noch eine weitere Aufgabe für viele Apotheken hinzugekommen: das Ausstellen digitaler Impfzertifikate.

In der Corona-Pandemie waren Tests im Frühjahr ein Schlüssel dafür, dass Menschen mit einem negativen Ergebnis Restaurants oder Läden besuchen konnten. Allerdings sind die Infektionszahlen inzwischen so niedrig, dass Lockerungen greifen und der Gastronomiebesuch oder Einkauf auch ohne den Nachweis eines negatives Testergebnis erlaubt ist. Hinzu kommt, dass vollständig Geimpfte von Testvorgaben ausgenommen sind.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherchen

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