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R├Âmischer Soldat bekommt Kopf zur├╝ck: Restaurierung

Von dpa
20.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Grabstein aus der R├Âmerzeit wird resaturiert
Einen r├Âmischen Grabstein restauriert Katrin Elsner im Zentralmuseum in Mainz. (Quelle: Boris Roessler/dpa/dpa-bilder)
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Vor rund 77 Jahren verlor die Figur eines r├Âmischen Soldaten auf einem Grabstein im Zweiten Weltkrieg ihren Kopf. Nun werden im rheinland-pf├Ąlzischen Landesmuseum in Mainz K├Ârper und Haupt wieder zusammengebracht. Bis Freitag k├Ânnen Besucher bei den ├Âffentlichen Restaurationsarbeiten zuschauen, wie die Direktorin des Landesmuseums, Birgit Heide, am Donnerstag mitteilte. Der Eintritt daf├╝r ist kostenlos.

Den verloren gegangenen Kopf habe man bei Umzugsarbeiten im Depot des Landesmuseums wiedergefunden. Wegen der Dichte und Farbe des Materials sei schnell klar gewesen, dass der Kopf zu einem Grabstein geh├Âre, der im Limesmuseum Pohl (Rhein-Lahn-Kreis) ausgestellt sei, erkl├Ąrte Restauratorin Katrin Elsner. F├╝r das Zusammenbringen der Teile sei das rund 150 Kilogramm schwere Artefakt nach Mainz gebracht worden. Anschlie├čend gehe es wieder zur├╝ck nach Pohl, erkl├Ąrte Museumsdirektorin Heide. Bis Ende n├Ąchster Woche k├Ânne das antike St├╝ck aus dem ersten Jahrhundert nach Christus jedoch noch im Steinhaus des Landesmuseums besichtigt werden.

In den 1980er Jahren habe man schon die abgetrennten F├╝├če des Soldaten nachger├╝stet, sagte die Kuratorin der Arch├Ąologischen Sammlungen, Ellen Riemer. "Daf├╝r kannte man schon gen├╝gend Vergleiche, dass man sagen konnte: So haben die F├╝├če eines r├Âmischen Soldaten ausgehen." Den Kopf zu ersetzen sei jedoch schwieriger gewesen, weil es sich dabei um eine bildhauerische Arbeit handle. Umso sch├Âner sei, dass der Kopf wieder aufgetaucht sei.

In Zukunft plane man weitere solcher Aktionen vor einem Live-Publikum, "sofern die Art der Arbeiten dies zul├Ąsst", sagte die Museumsdirektorin. "Die ├ľffentlichkeit soll an der Arbeit des Museums beteiligt werden und einen Einblick in sonst nicht-├Âffentliche Aufgabenfelder erhalten." Das Land Rheinland-Pfalz besitzt eine Sammlung von rund 2000 Steinen, die als eine der bedeutendsten und gr├Â├čten Kollektionen r├Âmischer Steindenkm├Ąler n├Ârdlich der Alpen gilt.

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