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"SWR1 Leute"-Moderator Wolfgang Heim hört auf

Von dpa
Aktualisiert am 23.06.2022Lesedauer: 2 Min.
SWR-Moderator Wolfgang Heim
Der Moderator der Gesprächssendung "SWR1 Leute", Wolfgang Heim. (Quelle: Alexander Kluge/SWR/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Seine einfühlsamen Gespräche mit Menschen aus Politik, Sport und Gesellschaft machten ihn bekannt: Nach fast vier Jahrzehnten als Moderator der Sendung "SWR1 Leute" geht Wolfgang Heim in den Ruhestand. Heims letzte Moderation der Gesprächssendung werde am Donnerstag nächster Woche (30. Juni) sein, teilte eine Sprecherin des Südwestrundfunks am Mittwoch in Stuttgart mit.

Der 67-Jährige werde mit den beiden ehemaligen SWR-Kollegen Thomas Roth und Rüdiger Becker sprechen und auf seine Anfänge sowie die erste Ausgabe der Gesprächssendung vom 4. April 1985 zurückblicken. Zu Gast war damals der Friedensaktivist Klaus Vack.

Heim wurde in Offenburg geboren und studierte in Stuttgart Germanistik und Politik. Er arbeitet seit dem Jahr 1980 als Redakteur und Moderator für den damals noch als Süddeutscher Rundfunk bekannten Sender. Auf die Zeit im Ruhestand blickt der Moderator mit Gelassenheit: "Ich werde nicht am Bedeutungsverlust leiden", sagte Heim der "Heilbronner Stimme".

Trotz der unzähligen Gespräche in Jahrzehnten der Sendung blieben ihm einige in besonderer Erinnerungen. Beim Treffen mit dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt, der damals bereits "Zeit"-Herausgeber war, in dessen Büro habe er sich wie in die 70er Jahre katapultiert gefühlt, sagte Heim der Zeitung. Zugleich hat er das Treffen als eine der unfreundlichsten Begegnungen in Erinnerung. "Allein um meine erste Frage zu korrigieren, hat er fast vier Minuten gebraucht, bis zum nächsten Song." Anders dagegen das Gespräch mit dem Grünen-Politiker Robert Habeck im Sommer 2021: "Er hat viel Substanz, redet ohne Floskeln und wäre für mich der bessere Kanzlerkandidat gewesen", befand Heim.

Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann war oft in Heims Sendung zu Gast. "Das ist die hohe Kunst des Journalismus, relevante Gespräche zu führen, sich ernst genommen fühlen - und am Ende immer wieder zu überraschenden Einsichten zu kommen", sagte der Grünen-Politiker nach Angaben eines Sprechers am Mittwoch. Deshalb sei er immer gerne im Studio bei Wolfgang Heim gewesen.

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