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VfB-Stuttgart-Fans gehen auf Distanz zum Vorstandsvorsitzenden


VfB-Fans gehen auf Distanz zum Vorstandsvorsitzenden

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Von Michael Ströbel

Aktualisiert am 12.09.2022Lesedauer: 3 Min.
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Alexander Wehrle sitzt neben Sami Khedira: Der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart steht bei den Fans in der Kritik. (Quelle: IMAGO/Julia Rahn)
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Khedira, Lahm und Gentner – drei VfB-Legenden kehren zurück nach Stuttgart: Doch was als Coup gedacht war, könnte schnell zum Bumerang werden.

Wenn ein Verein wie der VfB Stuttgart – bei dem es sportlich zuletzt nicht immer ganz rund lief – zwei Weltmeister und einen zweifachen Deutschen Meister als neue Mitarbeiter und Berater vorstellt, kann eigentlich nichts schiefgehen. Oder? So etwas Ähnliches dürfte sich jedenfalls Alexander Wehrle, der Vorstandsvorsitzende des Fußball-Bundesligisten, gedacht haben, als er den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung verkündete, dass künftig Sami Khedira und Philipp Lahm als Berater für den VfB tätig werden – und dass VfB-Urgestein Christian Gentner als Leiter der Lizenzspielerabteilung eingebunden werden soll.

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Bei der Vorstellung der drei neuen Personalien mit VfB-Vergangenheit betonte Alexander Wehrle das starke Zeichen, das von allen drei Personalien ausgehe. Ein Signal, das wohl vor allem auch seine Position im Verein festigen sollte; schließlich kam Wehrle erst im Frühjahr dieses Jahres vom 1. FC Köln zurück zum VfB Stuttgart.

VfB-Stuttgart-Fans sehen sich an "dunkle Zeiten" erinnert

Doch das starke Zeichen wollen viele der Fans nicht sehen – vielmehr besteht nun die Gefahr, dass die Aktion als Bumerang zurückkommt und die Stellung des Vorstandsvorsitzenden im Verein, bei den Mitgliedern und Fans alles andere als festigt. Viele Beobachter wähnen sich gar in "dunkle Zeiten" des VfB Stuttgart zurückversetzt, als es vielen Vereinsoberen eher um Selbstinszenierung denn um das Wohl des Vereins zu gehen schien.

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Im Kern entzündet sich die Kritik an Alexander Wehrle an der Art und Weise, wie er mit Sportdirektor Sven Mislintat umgeht. Dessen Vertrag läuft am Ende der Saison aus und auch wenn dieser gerne bereits Gespräche zur Verlängerung in Stuttgart geführt hätte, so ist genau das bislang nicht passiert.

Im Gegenteil: Auf der Pressekonferenz, bei der es um die Herren Khedira, Lahm und Gentner gehen sollte, ließ Wehrle es sich nicht nehmen, einige Spitzen in Richtung des Sportdirektors loszuwerden, der in die Entscheidung der Verstärkungen offenbar nicht eingebunden war. "Sven ist Profi und deswegen bin ich mir auch ziemlich sicher, dass er sich darüber freut, wenn auch andere Perspektiven mit einfließen", so Wehrle.

Wehrle: Kein Bekenntnis zu Sven Mislintat

Zu möglichen Vertragsgesprächen mit Sven Mislintat sagte der Vorstandsvorsitzende: "Ich werde mir aber die Zeit nehmen, um im Sinne des VfB Stuttgart eine gute Entscheidung zu treffen." Ein klares Bekenntnis sieht anders aus. Und das, wo auch Wehrle nicht müde wird zu betonen, wie wichtig Kontinuität im Fußball ist. "Das werden intensive Gespräche, denn wir haben ein paar Punkte zu besprechen und wir sind beide keine angenehmen Vertragsgesprächspartner", so Wehrle weiter.

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Im Internet – etwa auf Twitter, im eigenen Forum des VfB und auf dem Portal transfermarkt.de – wird die gesamte Pressekonferenz eifrig diskutiert. Dutzende bis hunderte Beiträge wurden binnen weniger Stunden veröffentlicht. Viele sehen sich "um Jahrzehnte zurückversetzt" und werfen Alexander Wehrle Selbstdarstellung, fehlende Professionalität und Machtspiele vor. Sie befürchten, dass mit dieser Pressekonferenz endgültig der Anfang des Endes von Sven Mislintat beim VfB Stuttgart eingeläutet wurde.

Des Mannes also, der sich in den vergangenen drei Jahren zum absoluten Publikumsliebling im Schwabenländle entwickelt hat. Die Vermutung der Fans: Er sei inzwischen zu stark geworden für die Führungsebene rund um Präsident Claus Voigt und eben Alexander Wehrle. Der Vorstandsvorsitzende wird indes nicht müde zu betonen, wie wichtig Zusammenarbeit sei und auch eine breit aufgestellte sportliche Kompetenz. Er freue sich auf die Vertragsverhandlungen mit Sportdirektor Sven Mislintat, die in Kürze beginnen sollen.

Dem VfB Stuttgart stehen damit einmal mehr turbulente Zeiten ins Haus. Die Zukunft wird zeigen, ob sich die Befürchtungen der Fans bewahrheiten und Sven Mislintat "vom Hof gejagt" wird, oder ob eine gute Basis für eine konstruktive Zusammenarbeit gefunden werden kann.

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Verwendete Quellen
  • Pressekonferenz des VfB Stuttgart
  • swr.de: "VfB-Sportdirektor Sven Mislintat im exklusiven SWR-Sport-Interview"
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