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Polizei jagt unheimliche Serien-Attentäter vom Filstal


Polizei jagt unheimliche Serien-Attentäter vom Filstal

Von t-online, mtt

28.02.2023Lesedauer: 3 Min.
Eislingen: Polizisten stehen an dem Ort, an dem Unbekannte eine junge Frau angeschossen haben.Vergrößern des BildesEislingen: Polizisten stehen an dem Ort, an dem Unbekannte eine junge Frau angeschossen haben. (Quelle: Kohls/dpa)
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Eine rätselhafte Verbrechensserie hält die Menschen im Raum Stuttgart in Atem: Nachts fallen Schüsse, Menschen brechen schwer verletzt zusammen.

Bisher gibt es mindestens zwei Schwerverletzte. An einem weiteren Tatort fand die Polizei Blutspuren, aber kein Opfer. Möglicherweise reihen sich noch zusätzliche Verbrechen in die unheimliche Serie ein.

Tobt da ein Krieg unter Kriminellen? Schießen Irre auf unschuldige Zufallsopfer? Kein Erklärungsansatz scheint derzeit komplett ausgeschlossen – aber auch keiner wirkt wirklich plausibel. Vielleicht hängen auch nicht alle Taten miteinander zusammen.

Schusswechsel in Ostfildern: Blut – aber kein Opfer

Fest steht nur: Die Menschen in der Region sind verunsichert, weil nachts immer wieder Schüsse fallen und Blut fließt. Am Dienstag gab die Polizei bekannt, dass jetzt das Landeskriminalamt die Federführung übernommen hat. Bei den dortigen Ermittlern laufen die Fäden zusammen, die Polizeipräsidien Reutlingen, Stuttgart und Ulm arbeiten zu. Die Staatsanwaltschaften Stuttgart und Ulm sind eng einbezogen.

Die ersten rätselhaften Schüsse zerrissen vor zwei Wochen in Ostfildern die Nacht. Zeugen hörten am 15. Februar gegen 21.50 Uhr einen Schusswechsel auf dem Herzog-Philipp-Platz in der Parksiedlung. Einige der Verdächtigen rannten weg, mindestens ein Auto brauste davon. Als die Polizei kam, lagen am Tatort nur noch mehrere Projektile – und auf dem Boden klebte Blut. Ein Hubschraubereinsatz brachte nichts, Täter wie Opfer blieben verschwunden.

Schüsse aus Auto heraus auf junge Frau – eine Kugel trifft

Vergangenen Freitag ging es dann in Eislingen im Filstal weiter. Eine junge Frau lief gegen 2 Uhr nachts die Stuttgarter Straße entlang. Plötzlich tauchte ein Auto auf, mehrere Schüsse fielen. Eine Kugel traf die 21-Jährige ins Bein. Sie kam schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus.

Eine Stunde später knallte es in Donzdorf, etwa eine Viertelstunde mit dem Auto entfernt. Ein Zeuge hörte ein Geräusch, das sich für ihn wie ein Schuss anhörte.

Das nächste Opfer: Ein 66 Jahre alter Mann

In den frühen Morgenstunden des Samstags war Plochingen, ebenfalls im Filstal, an der Reihe. In einer Gaststätte in der Marktstraße hörten die Anwesenden gegen 3.20 Uhr das Klirren von Glas und strömten ins Freie. Draußen standen zwei maskierte Personen. Einer der Unbekannten hob eine Waffe – und feuerte mehrfach auf die Menschengruppe. Der 66-jährige Wirt wurde getroffen, musste ins Krankenhaus transportiert werden, überlebte die Attacke aber.

Wie sich herausstellte, stammten die klirrenden Geräusche von der Scheibe eines benachbarten Friseursalons, die die Tatverdächtigen offenbar zuvor zerstört hatten. Und jetzt wird es vollends bizarr: In derselben Nacht wurde auch die Scheibe eines Friseursalons im nahen Reichenbach an der Fils beschädigt – Unbekannte hatten laut Polizei mehrfach auf sie geschossen.

Polizei zeigt verstärkte Präsenz

Wieso die Anschläge auf zwei Friseursalons? Besteht zwischen diesen Taten ein Zusammenhang? Laut "Stuttgarter Nachrichten" wohl zumindest kein offensichtlicher: "Wir kennen den anderen Laden nicht", heißt es der Zeitung zufolge in Reichenbach. Und in Plochingen habe der Betreiber gesagt: "Wir arbeiten ganz normal. Mit dem anderen betroffenen Salon haben wir nichts zu tun."

Die Polizei rätselt auch. Sowohl im Landkreis Esslingen als auch im Landkreis Göppingen wurden die Einsatzkräfte auf der Straße als Konsequenz auf die Schussserie jedenfalls deutlich verstärkt, "lageorientiert" schreiben die Beamten. Heißt: Wenn es das nächste Mal knallt, hoffen die Beamten, dicht dran zu sein – um die Täter endlich dingfest machen zu können und das Filstal aufatmen zu lassen.

Verwendete Quellen
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