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Stadt reagiert distanziert auf Studie zu Stuttgart 21-Zusatz

Von dpa
15.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Verkehrsminister Hermann
Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen), der Verkehrsminister von Baden-Württemberg. (Quelle: Bernd Weißbrod/dpa/dpa-bilder)
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Trotz der jüngsten Studie zum Bau einer zusätzlichen Station für Stuttgart 21 ist der Streit um das kostspielige Projekt nicht vom Tisch. "Wir haben bei der ersten Durchsicht feststellen müssen, dass zentrale Aspekte, die wir in das Verfahren eingebracht haben, fehlen", sagte ein Sprecher der Stadt Stuttgart am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Nach der Machbarkeitsstudie, von der sich Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) in seinen Plänen bestätigt sieht, greife ein möglicher Bau wesentlich in die Stadtflächen und deren Verfügbarkeit ein. Hermann hatte zuvor Zahlen und Zeitplan für den Vorschlag eines unterirdischen Bahnhofs vorgelegt.

Der Grünen-Minister hält die zusätzliche Station für den Regionalverkehr trotz lautstarker Zweifel für notwendig und durch das Gutachten bestätigt. "Es bringt was und wir brauchen es", sagte er am Dienstag bei der Präsentation der Studie. Technisch und baulich sei die Station unabhängig vom Mega-Bauprojekt Stuttgart 21 machbar. Zuschläge und Baukosten summieren sich nach Schätzung des Landes auf 785 Millionen Euro. Diese müssten zum großen Teil über den Bund und das Gemeindefinanzierungsgesetz gezahlt werden. Ein Viertel würden nach Hermanns Vorstellungen auf die Rechnung von Stadt, Verband Region Stuttgart und Land gehen.

Ohne weiteren Zulauf, neue Gleise und einen unterirdischen Kopfbahnhof zusätzlich zu den Stuttgart-21-Planungen werde es nicht möglich sein, doppelt so hohe Fahrgastzahlen auf der Schiene auch im Schienenknoten Stuttgart zu erreichen, argumentierte er. Das Projekt ist auch Teil der grün-schwarzen Koalitionsvereinbarungen.

"Ich bin sehr optimistisch, dass wir das schaffen", zeigte sich der Minister weiter überzeugt. Er räumte aber auch erneut ein, "dass es nicht so einfach ist, wie ich es mir am Anfang vorgestellt habe". Es gebe Varianten mit Vor- und Nachteilen.

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Von Michael Ströbel
Bündnis 90/Die GrünenDeutsche Presse-Agentur

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