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Corona: Ladenbetreiber führt 1G ein – er hat genug von Fälschungen


Laden führt 1G-Regel ein – und kassiert Shitstorm

Von dpa, mtt

Aktualisiert am 16.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Der Aufsteller vor dem Laden: Der Betreiber sagt, er habe genug gehabt von offensichtlich gefälschten Maskenbefreiungs- und Genesungsattesten.Vergrößern des BildesDer Aufsteller vor dem Laden: Der Betreiber sagt, er habe genug gehabt von offensichtlich gefälschten Maskenbefreiungs- und Genesungsattesten. (Quelle: Christoph Schmidt/dpa-bilder)
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Genesen reicht nicht: Der Betreiber eines Geschäfts bei Stuttgart lässt nur noch Menschen in seinen Copy-Shop, die geimpft sind. Dafür erntet er jetzt einen Shitstorm – und zwar nicht nur im Netz.

Der Betreiber eines Copy-Shops in Backnang bei Stuttgart lässt nur noch Geimpfte in seinen Laden. Ein Schild vor dem Geschäft weist ausdrücklich darauf hin.

Dort ist zu lesen: "Hier kommen Sie nur rein, wenn Sie geimpft sind und Maske tragen. Da sich manche Menschen nicht an die bundesweite 2G-Regel halten wollen, sehe ich mich dazu genötigt." Scharfer Zusatz: "Sie hatten den ganzen Sommer Zeit."

Hintergrund der Aktion sei ein Vorfall vor etwa einer Woche gewesen, als jemand, der nicht gegen Corona geimpft gewesen sei, ohne Maske und Sicherheitsabstand das Geschäft betreten habe, erzählt die Frau des Ladenbetreibers.

Einzige Ausnahme: Die Einschränkung für Kunden gilt nicht für den Teil des Ladens, der dem Brief- und Paketversand gewidmet ist und damit zur Grundversorgung gehört. Dort herrscht 3G.

Shitstorm gegen Ladenbetreiber bei Stuttgart

Im Internet sorgt die Entscheidung für großen Unmut. In einer lokalen Facebookgruppe brach ein Shitstorm über den 49-jährigen Ladenbetreiber Süleyman Higde herein. "Da ist wohl jemandem das Menschsein etwas kaputtgegangen", schreibt laut Bericht der "Stuttgarter Zeitung" jemand.

Das sei "genauso", als würde Higde sagen, in sein Geschäft dürften keine Ausländer, meint ein anderer. Die Spaltung der Gesellschaft wird dem Ladenbetreiber ebenso vorgeworfen wie hanebüchene Vergleiche mit der Nazizeit gezogen werden.

Ein Aufruf zur Gewalt – und ein echter Angriff

"Einer hat sogar dazu aufgerufen, mein Schaufenster einzuwerfen", zitiert die "Stuttgarter Zeitung" Higde. "Wissen die Leute nicht, dass sie damit eine Straftat begehen?"

Auf eine Anzeige habe er aber verzichtet. Es gebe ohnehin schon genug Ärger wegen des Schilds – und das bekomme er nicht nur online mit schlechten Google-Bewertungen und Hass auf Facebook zu spüren. Higde: "Immer wieder zeigen mir Leute den Stinkefinger." Auch ein Vorgängerschild von dem, das nun vor dem Laden steht, sei bereits zerstört worden.

Allerdings: Es gebe auch Lob und Zuspruch. Und Hidge betont, seine Kundenzahl sei stabil, er lasse sich von den Attacken gegen ihn nicht unterkriegen. Wenn ihn jemand mit obszöner Geste begrüße, dann zeige er eben zurück, sagte Higde der "Stuttgarter Zeitung".

Verwendete Quellen
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