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Mehr Sozialwohnungen in Baden-W├╝rttemberg fertiggestellt

Von dpa
21.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Wohnungsbau
Wohnungsbau. (Quelle: J├Ârg Carstensen/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Trotz knapper Baumaterialien und hoher Baupreise sind in Baden-W├╝rttemberg 2021 deutlich mehr Sozialwohnungen fertig gebaut geworden als in den Jahren zuvor. Nach Angaben der L-Bank wurden im vergangenen Jahr 1545 neue, sozial gebundene Mietwohnungen fertig gestellt, wie die "Stuttgarter Nachrichten" (Freitag) berichteten. 2020 waren es nur 1131 - in den Jahren davor ein paar Hundert. Hinzu kamen im vergangenen Jahr 411 Wohnungen in schon bestehenden Geb├Ąuden, die in Sozialwohnungen umgewandelt wurden - das waren etwa so viele wie 2020 (412).

Doch das hei├čt noch nicht, dass der Abw├Ąrtstrend bei der Gesamtzahl der Sozialwohnungen gestoppt wurde. Das damals noch f├╝r den Wohnungsbau zust├Ąndige Wirtschaftsministerium hatte 2017 eine Studie beim Forschungsinstitut Prognos in Auftrag gegeben. Die kam zu dem Schluss, dass es pro Jahr mindestens 1500 neue Sozialwohnungen brauche, um den R├╝ckgang an sozial gebundenem Wohnungsraum aufzuhalten. Bei der letzten Erhebung Ende 2020 z├Ąhlte das Land 54 093 Sozialwohnungen. Aktuelle Zahlen f├╝r 2021 liegen nicht vor. Zur Jahrtausendwende waren es aber noch mehr als doppelt so viele.

Das Land f├Ârdert sozialen Wohnungsbau, im Gegenzug verpflichten sich Vermieter, die Wohnungen Menschen mit Berechtigungsschein zu preisg├╝nstigeren Mieten anzubieten - allerdings nur f├╝r einen bestimmten Zeitraum. Weil der soziale Wohnungsbau jahrelang vernachl├Ąssigt wurde, sinkt die Zahl der Wohnungen mit Sozialbindung seit Jahren. Das Land hatte 2017 gegengesteuert und F├Ârdermittel aufgestockt. Im Haushalt 2022 ist mit 377 Millionen Euro noch mehr Geld vorgesehen.

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"Die Entwicklung der Zahl neuer Sozialwohnungen im Land zeigt, dass die vor Jahren vorgenommene Aufstockung der F├Ârdermittel von Land und Bund allm├Ąhlich Fr├╝chte tr├Ągt", sagte Wohnungsbauministerin Nicole Razavi (CDU) den "Stuttgarter Nachrichten". Es brauche einen langen Atem. Die Zahlen seien Ansporn, dabei nicht nachzulassen, im Gegenteil: "Wir m├╝ssen eher noch eine Schippe drauflegen. Dann kann uns noch in dieser Legislaturperiode eine Trendwende gelingen."

SPD-Fraktionschef Andreas Stoch sagte, es sei erfreulich, dass das Bewusstsein f├╝r das Ausma├č der Wohnungsnot inzwischen in den K├Âpfen ankomme. "Sogar in den K├Âpfen bei der CDU, die in fr├╝heren Landesregierungen ma├čgeblich die heutige Wohnungsnot auf den Weg brachte, indem sie Wohnbauf├Ârderung strich und alles dem Markt ├╝berlie├č." Der FDP-Politiker Friedrich Haag fragte, wo eine Wohnraumpolitik f├╝r mittlere Einkommen bleibe. "Diese profitieren nicht von Sozialwohnungen, gleichzeitig fehlt ihnen aber die Finanzkraft der oberen Schichten."

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