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StĂ€dtetag besteht auf Landesmitteln fĂŒr Lehrer-Laptops

Von dpa
23.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Lehrer an Laptop
Ein Lehrer arbeitet am Laptop. (Quelle: Felix KĂ€stle/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Der StĂ€dtetag sieht das Land in der Pflicht, ab 2023 die Kosten fĂŒr die Ausstattung neuer LehrkrĂ€fte mit Laptops zu ĂŒbernehmen. "Die Kommunen können sich zwar weiter um Beschaffung und Administration der GerĂ€te kĂŒmmern, aber ab 2023 muss das Land als Arbeitgeber fĂŒr neue Computer seiner Bediensteten aufkommen", sagte Bildungsdezernent Norbert Brugger der Deutschen Presse-Agentur.

Derzeit sei der Kommunalverband in Verhandlungen mit dem Land, wie es mit der Digitalisierung der Schulen im nĂ€chsten Jahr weitergehe. Das 650 Millionen Euro starke Bundesprogramm und das 65 Millionen Euro Zusatzprogramm fĂŒr LeihgerĂ€te fĂŒr LehrkrĂ€fte seien in Baden-WĂŒrttemberg fast ausgeschöpft. Der Kommunalverband verlangt vom Land eine dauerhafte und vollstĂ€ndige Finanzierung von LehrergerĂ€ten ab 2023. "Milliarden fĂŒr digitale Schulen auszugeben und nichts fĂŒr digitale LehrergerĂ€te macht absolut keinen Sinn", betonte Brugger.

Auch fĂŒr den bis Jahresende geregelten Support und die Wartung sowohl der Lehrer- als auch der SchĂŒlergerĂ€te mĂŒsse eine dauerhafte und faire Lösung gefunden und gesetzlich verankert werden. Aus Sicht des StĂ€dtetags ist das Fernziel eine Ausstattung der landesweit 133.000 LehrkrĂ€fte und 1,5 Millionen SchĂŒler mit einem persönlichen GerĂ€t. 280.000 SchĂŒler aus bedĂŒrftigen Familien hĂ€tten diese fĂŒr 130 Millionen Euro aus dem Sofortprogramm von Land und Bund fĂŒr Onlineunterricht wĂ€hrend der Pandemie bekommen.

Die weiteren Verhandlungen zur Digitalisierung werden zwischen dem Land und der kommunalen Seite in der Gemeinsamen Finanzkommission gefĂŒhrt. Das Ressort von Theresa Schopper (GrĂŒne) zeigte sich zuversichtlich, dass dort auch eine gute Lösung bezĂŒglich der EndgerĂ€te fĂŒr LehrkrĂ€fte gefunden werde.

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Experte Brugger monierte die aus seiner Sicht miserable Datenlage. Seit 2006 sei der Stand der Digitalisierung an den Schulen im Land nicht mehr erhoben worden. Damals kamen auf ein GerĂ€t zehn SchĂŒler. Das heutige VerhĂ€ltnis sei unbekannt. Ebenso unklar sei, wie viele LehrkrĂ€fte und SchĂŒler bereits eigene GerĂ€te nutzten und welche digitale Infrastruktur an den Schulen vorhanden sei.

"Wir wissen da nicht, wo wir landesweit stehen", bemĂ€ngelte Brugger. "Wer die Gegenwart nicht kennt, kann die Zukunft nicht seriös planen." Benötigt werde ein Ausbauplan fĂŒr die nĂ€chsten Jahre. Der Kommunalvertreter schlug vor, das Statistische Landesamt mit regelmĂ€ĂŸigen Erhebungen zur digitalen Ausstattung der Schulen im Land zu beauftragen.

Brugger warnte davor, dass mit dem Abflauen der Pandemie die Digitalisierung wieder an Bedeutung verliere. Manche Lehrer seien einfach froh, wieder im Klassenzimmer zu unterrichten, und legten digitale Lernformen ad acta. "Auch beim Ministerium vermisse ich die Ermutigung fĂŒr Lehren und Lernen per Computer - einen Ruck fĂŒr die Digitalisierung sehe ich nicht."

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