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Lackschäden vermeiden: Katze vom Auto fernhalten

Lackschäden und Dreck vermeiden  

So halten Sie Katzen von Ihrem Auto fern

03.12.2020, 11:30 Uhr | jb, t-online

Lackschäden vermeiden: Katze vom Auto fernhalten. Lackschäden: Katzen sitzen gerne auf der Motorhaube. Nicht immer hinterlassen sie danach ihren Platz unbeschadet. (Quelle: Getty Images/Bilanol)

Lackschäden: Katzen sitzen gerne auf der Motorhaube. Nicht immer hinterlassen sie danach ihren Platz unbeschadet. (Quelle: Bilanol/Getty Images)

Pfotenabdrücke, Kratzer und Tierhaare: Katzen lassen sich gerne auf dem Autodach oder der Motorhaube nieder. Für den Autobesitzer ist dies ärgerlich, da sie deutliche Spuren hinterlassen. Wie können Sie das verhindern?

Graue oder braune Pfotenabdrücke sind eindeutige Zeichen dafür, dass eine Katze auf der Motorhaube oder dem Dach Ihres Wagens saß. Aufgrund der erhöhten Position, die sie dort haben, und der Wärme, die der Wagen nach der Fahrt abgibt, halten sich die Haustiere gerne dort auf. Zum Ärgernis vieler Autobesitzer. Welche Mittel halten Katzen vom Auto fern? Und welche Schäden hinterlassen die Tiere wirklich auf dem Lack?

Welche Schäden hinterlassen Katzen auf dem Auto?

Laut ADAC verursachen Katzen nicht durch ihre Krallen Lackschäden. Es sind eher kleine Steine oder Sand, die sich zwischen den Pfoten der Tiere befinden und daher zu Schäden am Lack führen können. Verscheuchen Sie allerdings eine Katze, die auf der Motorhaube oder dem Autodach sitzt, kann es vorkommen, dass sie vor Schreck ihre Krallen ausfährt. Dadurch könnten dann tiefe Kratzer entstehen. Sehen Sie eine Katze auf Ihrem Auto sitzen, verscheuchen Sie sie daher nicht lautstark oder mit wilden Gesten.

Wie kann ich Lackschäden durch Katzen vorbeugen?

Es gibt unterschiedliche Methoden, mit denen Sie Katzen von Ihrem Auto fernhalten können. Nicht alle sind effektiv. Das bestätigt auch der ADAC auf Nachfrage von t-online: "Uns sind keine angemessenen Maßnahmen bekannt um die Katzen von Autos fernzuhalten", bestätigt Katharina Lucà, Unternehmenssprecherin des ADAC e. V.. Sie empfiehlt Präventationsmaßnahmen. 

Katzenschreck / Ultraschall

Geräte wie Katzenvertreiber oder Katzenschreck sollen dafür sorgen, dass sowohl Katzen als auch Marder vom Auto fern bleiben – mithilfe von Ultraschall oder Blitzlichtern. Ihr Preis liegt zwischen zehn und 50 Euro. Die Wirksamkeit der Geräte ist allerdings nicht erweisen. Teilweise stellt sich bei den Tieren nach kurzer Zeit auch ein Gewöhnungseffekt ein, sodass sich die Katzen durch die Geräusche oder das Licht nicht mehr gestört fühlen.

Abdeckplane

Eine Abdeckplane schützt Ihr Auto sowohl vor Lackschäden durch Katzen und Vogelkot als auch vor klebrigen Pollen, Eis, Schnee und Feinstaub. Wichtig ist, dass Sie die Plane richtig befestigen. Andernfalls können die Tiere unter der Abdeckung auf das Auto klettern – schließlich sind sie dadurch ebenfalls vor den äußeren Witterungsbedingungen gut geschützt.

Gerüche

Durch unangenehme Gerüche, wie beispielsweise durch Katzengranulat, sollen die Stubentiger ferngehalten werden. Dafür muss jedoch ein fester Stellplatz vorhanden und das Mittel regelmäßig neu ausgetragen werden. Dies kann zu hohen Kosten führen. Günstiger sind Chilischoten oder Pfeffer. Für die feinen Katzennasen sind diese scharfen Gewürze sehr unangenehm. Denselben Effekt sollen übrigens auch Kaffeepulver, Rasenschnitt und Essig haben.

Lack

Kratzer am Auto vorbeugen können Sie auch durch eine spezielle Versiegelung. Das Hartwachs soll die Oberfläche wesentlich unempfindlicher und demnach widerstandsfähiger machen. Die Kosten hierfür können dabei zwischen 300 und 500 Euro liegen. Die Lackversiegelung schützt Ihr Auto rund zwei Jahre vor leichten Schäden. Vor der Versiegelung sollten allerdings bereits bestehende Lackschäden aufgearbeitet werden. Das kann zusätzliche Kosten verursachen. Auch der ADAC empfiehlt eine spezielle Lackversiegelung, um Kratzern am Auto vorzubeugen.

Garage

Das effektivste Mittel, Katzen von Ihrem Auto fernzuhalten, ist eine Garage. Hier ist Ihr Wagen sowohl vor Katzen als auch vor Mardern und der Witterung geschützt.

Pflanzen

Wer keine Garage, dafür jedoch einen Carport oder einen festen Stellplatz vor seinem Vorgarten besitzt, kann beim Vertreiben von Katzen auf ein günstiges und natürliches Mittel setzen: die Verpiss-Dich-Pflanze (Plectranthus ornatus). Sie strömt einen Duft aus, der sowohl Katzen als auch Marder und Hunde vertreibt. Menschen hingegen nehmen den Geruch kaum wahr. Auch andere Pflanzen werden aufgrund ihres Geruchs von Katzen vermieden: Echter Lavendel, Pfefferminze, Zitronengras und Weinraute.

Achtung
Beachten Sie bei all diesen Methoden, dass die Katze nicht zu Schaden kommt.

Wer haftet für die von Katzen verursachten Schäden?

Der Halter kann das Verhalten seines Tieres nur im eingeschränkten Maße beeinflussen. Dementsprechend ist er auch nur bei bestimmten Schäden, die es verursacht, haftbar. Dazu zählt beispielsweise eine Verletzung an Leib, Leben oder auch dem Eigentum, so die Eigentümerschutzgemeinschaft Haus & Grund Deutschland e. V.

Normalerweise muss der Tierhalter für die Kosten, die seine Katze verursacht hat, aufkommen. Der Autobesitzer muss dann nachweisen, dass die Schäden – ausschließlich – durch das Tier verursacht wurden. Das kann unter Umständen sehr aufwendig werden. Zudem kann es zu einem Nachbarschaftsstreit führen. Experten empfehlen daher, lieber das Gespräch mit dem Tierbesitzer zu suchen.

Verwendete Quellen:
  • ADAC
  • ATU
  • Haus & Grund Deutschland e. V.
  • weitere Quellen
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