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Lesertag: "Nicht nur ich werde t-online.de nun mit ganz anderen Augen sehen"

Besuch von unseren Lesern  

"Nicht nur ich werde t-online.de nun mit ganz anderen Augen sehen"

Von Svenja Dilcher

21.08.2019, 12:33 Uhr
Lesertag: "Nicht nur ich werde t-online.de nun mit ganz anderen Augen sehen". Leser in der Diskussion mit Florian Harms (Quelle: t-online.de)

"Meine Ehrfurcht vor dem Beruf des Journalisten ist gewachsen." Beim Lesertag erhielten unsere Gäste einen intensiven Einblick in die Arbeitsabläufe von t-online.de (Quelle: t-online.de)

Am 16. August 2019 fand der t-online.de-Lesertag statt. Für 19 Leser war das eine Gelegenheit, unsere Redaktion in Berlin kennenzulernen und uns bei der Verbesserung unseres Angebots zu helfen.

Nach monatelanger Programmplanung und Sichtung von Bewerbungen unserer Leserbeirat-Mitglieder aus ganz Deutschland war es endlich so weit. 19 unserer Leser statteten uns einen Redaktionsbesuch ab, um einen Blick hinter die Kulissen von t-online.de zu werfen. In sieben Gesprächsrunden konnten sie einiges über die Arbeitsweisen unserer Redaktion erfahren und ihre Meinung loswerden. Es wartete ein angenehmer, ein amüsanter, doch vor allem ein ausgesprochen konstruktiver Lesertag auf uns.

Leserbeirats-Mitglieder versammeln sich im Newsroom. (Quelle: t-online.de)Chefredakteur Florian Harms führt unsere Leser durch den t-online.de-Newsroom. (Quelle: t-online.de)

Themenkonferenz und Diskussion mit Florian Harms

Welche Nachrichten werden den Tag bestimmen? Mit welchen Geschichten können wir unsere Leser überraschen? Was gibt es nur bei t-online.de? Diese Fragen versuchen wir jeden Morgen um 9.30 Uhr in der Themenkonferenz zu beantworten. An dieser Konferenz konnten sich unsere Besucher nach einer Newsroomführung aktiv beteiligen. Es wurde deutlich, dass unsere Gäste verschiedenste Interessengebiete haben, im besonderen Maße bewegt sie aber die Klimakrise. 

Im Anschluss an die Themenkonferenz fanden wir uns zu einer Diskussion mit Chefredakteur Florian Harms zusammen, den unsere Leser mit Fragen rund um t-online.de löchern konnten. Dabei spielte nicht nur die Entstehung des Tagesanbruchs eine Rolle, auch Lob und Kritik erreichten uns. "Ich warte auf den Tag, wo der Tagesanbruch mit Humor beginnt, und ich nicht immer mit den ganz schweren Themen in den Tag starten muss", meinte eine Leserin. Einige pflichteten ihr bei, viele hielten die Struktur des Tagesanbruchs aber für ausgesprochen ausgewogen. Unsere Gäste schätzten außerdem allesamt den Umgang mit Sprache und die zahlreichen Quellenverweise. Diese sind uns als Redaktion besonders wichtig. Wir haben den Anspruch, ein Leuchtturm in der Informationsflut zu sein. Wir schauen auch auf andere Medien und vertrauen darauf, dass unsere Leser zurückkommen.

Gespräche mit Politik, Sport, Video und Audience Development: Wir sind alle gleich viel wert

Fünf Gesprächsrunden erwarteten die Leser in der Mittagszeit. Die Chefs vom Dienst Lukas Martin, Carsten Werner sowie Annemarie Munimus verschafften einen Überblick darüber, wie sie Nachrichten auswählen, Themen identifizieren, Quellen verifizieren und schließlich die Homepage bestücken. Besonders fasziniert waren die Leser von verschiedenen Arbeitsprogrammen zur Visualisierung von Nutzerverhalten.

Die 12 Kollegen des Politik- und Panoramaressorts wurden durch Nathalie Helene Rippich und Jonas Mueller-Töwe in der Sitzung "Wie wir über Politik berichten" vertreten. Dabei interessierten sich die Leser vor allem für die Frage, ob eine Parteilichkeit von Redakteuren bestehen darf. Unsere Antwort war dabei ganz klar: t-online.de rechnet sich zu keinem politischen Lager. Wir stehen in der Mitte der Gesellschaft. Ausgewogenheit ist unverzichtbar, alles andere ist in unseren Augen unvereinbar mit dem Prinzip des Journalismus.

 Wie politisch ist das Politikressort? Diese Frage interessierte unsere Besucher besonders. (Quelle: t-online.de) Wie politisch ist das Politikressort? Diese Frage interessierte unsere Besucher besonders. (Quelle: t-online.de)

Das Sportressort möchte emotionale, tiefgründige Geschichten liefern, aber auch das Tagesgeschäft abbilden und kommentieren. Robert Hiersemann, Head of Sport und Fußball, stellte sich in der Sitzung "Wie wir über Sport berichten" den Fragen der Leser. Es wird deutlich: Viele wünschen sich auch andere Sportarten auf der Seite. Wir wollen in Zukunft auf eine Thematisierung von Randsportarten hinarbeiten.

Die Gesprächsrunde "Wie wir Videos produzieren und einsetzen" wurde von Franziska von Kempis, Chefin vom Dienst Video, geführt. Was darf man im Video zeigen und was nicht? Wie stellt man sicher, dass Persönlichkeitsrechte gewahrt werden? Woher kommt das Videomaterial? Wie schützt man sich davor, durch Bilder manipuliert zu werden? Diese grundlegenden Fragen dominierten die Gesprächsrunde.

Die Sitzung "Wie wir recherchieren und unsere Themen auf verschiedenen Plattformen inszenieren" wurde mit Beiträgen von Björn Schumacher, Chef vom Dienst Audience Development, Lars Wienand, Head of Recherche, Marc Krüger, Voice Redakteur, sowie Christian Mutter, Head of Social Media, gefüllt. Wie machen wir Nachrichten hörbar? Wie messen wir die Reichweite und den Erfolg? Was eignet sich für eine Einbindung bei Social Media? Besonders begeistert waren unsere Leser vom investigativen Arbeiten von Lars Wienand. Er stellte seine spannendsten Recherchen vor. 

"Ich werde die Kolumnen heute anders lesen als vor dem Lesertag"

Auf diesen Programmpunkt hatten sich viele Leser gefreut: sie konnten mit den t-online.de-Kolumnisten Lamya Kaddor und Gerhard Spörl diskutieren. Schnell dominierte die Frage, wie die Kolumnisten mit Hasskommentaren umgehen, die Gesprächsrunde. "Charaktermorde", wie Spörl es formuliert, seien in Zeiten der Onlinemedien nicht unüblich. Wenn man für ein Onlinemedium schreibt, muss man mit unmittelbaren Reaktionen rechnen. Lamya Kaddor weiß aus eigenen Erfahrungen, dass die Strafverfolger teilweise nicht in der Lage sind, Opfer von Hass und Hetze angemessen zu vertreten. Für sie ist es trotzdem wichtig, dass sie mit ihren Kolumnen Menschen erreicht, die sich eine Meinung bilden wollen: "Wenn jemand sagt, er oder sie konnte die Argumente meines Artikels nutzen, habe ich alles richtig gemacht." Nach diesem persönlichen Gespräch mit den Kolumnisten hielt ein Leser begeistert fest: "Ich werde die Kolumnen heute anders lesen als vor dem Lesertag."

Leser im Gespräch mit unsere Kolumnisten (Quelle: t-online.de)Die t-online.de Kolumnisten Lamya Kaddor und Gerhard Spörl nahmen sich viel Zeit, um mit unseren Lesern zu diskutieren. (Quelle: t-online.de)

Eines der wichtigsten Prinzipien von t-online.de ist, dass wir nah bei unseren Nutzern sein wollen. Mit unserem Lesertag haben wir einen Teil unserer Leserschaft kennengelernt sowie die Themen, die sie bewegen. Wir arbeiten mit Herzblut, das haben auch unsere Leser wahrgenommen, denn das Feedback, das uns am Ende des Tages erreicht hat, war sehr positiv: "Wir gehen nach Hause und erzählen, was für ein tolles Medium t-online.de ist", teilte uns ein Leser mit. Eines steht auf jeden Fall fest: Auch wir sind an diesem Tag nach Hause gegangen und haben erzählt, was für tolle Leser wir haben.


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