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Mücken vertreiben: Was hilft wirklich?

Mückenstichen vorbeugen  

Mücken vertreiben in Haus und Garten: Was hilft wirklich?

01.06.2016, 14:01 Uhr | kk (CF)

Mücken vertreiben: Was hilft wirklich?. Stechmücken werden besonders von Körperwärme und Kohlendioxid angezogen (Quelle: imago images/Niehoff)

Stechmücken werden besonders von Körperwärme und Kohlendioxid angezogen (Quelle: Niehoff/imago images)

Mücken lieben Wärme, Feuchtigkeit und den Geruch von Menschen. Wer Mücken vertreiben will, hat die Auswahl zwischen zahlreichen chemischen Produkten. Im Sinne der Umwelt sollten Sie Mückenstichen aber lieber schonend vorbeugen, anstatt die Tiere mit Insektiziden zu bekämpfen.

Worauf fliegen Mücken?

Um sich zu vermehren, brauchen Mücken Wasser. Sei es ein See, eine Pfütze, ein Teich, ein Brunnen oder gar eine Regentonne – Mücken können hier wunderbar ihre Larven und Puppen ablegen. Neben Feuchtigkeit lieben die Insekten Wärme. Deswegen schlüpfen sie vor allem im Frühling und Sommer an feuchten Tagen. Wer den lästigen Insekten vorbeugen will, sollte also Regentonnen und offene Wasserstellen in seinem Garten mit einer Plane abdecken. 

Einige Behauptungen rund um Mücken gehören zudem ins Reich der Mythen. Die Vermutung, Mücken würden besonders von süßem Blut angezogen, ist falsch. Und auch die Annahme, Licht ziehe Mücken an, stimmt so nicht: Die Mückenarten, die um Straßenlaternen schwirren, sind keine Stechmücken. Was die Blutsauger anzieht, sind vor allem Körpergerüche und Kohlendioxid, das beim Ausatmen entsteht. Dass Frauen häufiger gestochen werden als Männer, ist ebenfalls wissenschaftlich nicht belegt.

Mücken vertreiben: Besser vorbeugen als bekämpfen

Bevor Sie Mücken mit der chemischen Keule bekämpfen, können Sie der Plage mit einfachen Mitteln vorbeugen.

  • Insektengitter: Spezielle Netze und Gitter die außen am Fensterrahmen angebracht werden, halten Mücken am besten fern. Hier haben Sie die Wahl zwischen maßgefertigten Fliegengittern mit Rahmen bei denen Sie Fenster und Türen problemlos nutzen können und günstigen Netzen mit Klebeband, die am Fensterrahmen befestigt werden. Auch Moskitonetze über dem Bett sind ein guter Tipp.
  • Pflanzen zur Abwehr: Einige Pflanzen wie die Duftpelargonie, Tomaten oder Katzenminze verströmen einen Duft, den Mücken gar nicht mögen. Wer etwas Platz im Garten hat, kann einen Walnussbaum pflanzen. Dessen ätherische Öle helfen, die stechenden Plagegeister fernzuhalten.
  • Tragen Sie helle Kleidung, die nicht zu eng anliegt. Weiße Textilien können zwar keine Mücken vertreiben, aber sie wirken weniger anziehend auf die Tiere als dunkle. Ist die Kleidung zu dünn oder liegt sehr eng an, kann ein Stich auch durch den Stoff erfolgen. Achten Sie darauf, dass die Kleidung am Hals sowie an Hand- und Fußgelenken gut abschließt – vor allem, wenn Sie an lauen Sommerabenden noch lange draußen sitzen.
  • Auf chemischer Basis helfen sogenannte Repellents mit Hilfe eines Dufts die Blutsauger vom Körper fernzuhalten. Diese sind in Form von Stiften, Cremes, Sprays oder Pflastern erhältlich. Bei empfindlichen Menschen können die Mittel jedoch zu allergischen Reaktionen führen. Zitronenmelisse, Lorbeeröl oder Lavendel gelten als natürliche Mückenschutzmittel, konnten in Tests aber nur wenig überzeugen. Der Duft verfliegt zu schnell als dass er die Insekten wirksam fernhalten könnte.
  • Wenn Sie einen Gartenteich besitzen, helfen karpfenartige Fische, wie Goldfische und Kois die Mückenlarven zu bekämpfen, rät Thomas Wagner vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde. Zusätzlich können Sie Nistkästen für Vögel in der Nähe des Teiches aufstellen. Denn für Vögel und Fische sind Mückenlarven ein echter Leckerbissen. 
  • Leeren Sie regelmäßig die Untersetzer von Blumentöpfen. Hier sammelt sich schnell nährstoffreiches Wasser, das eine ideale Brutstätte für Mücken bildet.

Besser nicht: Chemische und technische Mittel 

Sogenannte Mückenstecker auf Basis von Insektiziden sollen Mücken wirkungsvoll vertreiben. Laut "Stiftung Warentest" tun die meisten Produkte dies auch. Aber: Ihre Gifte belasten die Raumluft, die Schleimhäute und die Umwelt. Bei empfindlichen Menschen und Kindern können die Dämpfe Kopfschmerzen und Schwindel verursachen. Greifen daher Sie nur im Notfall zu chemischen Mitteln, um Insekten zu bekämpfen.

Technische Mittel wie Ultraschallgeräte und Smartphone-Apps, die hohe Pfeiftöne aussenden, können laut einem Bericht des WDR keine Mücken vertreiben. Der Grund: Die Mückenweibchen, die für die juckenden Stiche verantwortlich sind, hören schlecht. Auch UV-Lampen, an denen die Tiere verglühen oder festkleben sollen, haben laut "Stiftung Warentest" keine Wirkung auf Mücken. Dafür töten sie aber viele nützliche Insekten, weshalb von deren Gebrauch dringend abzuraten ist. 

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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