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Weihnachtsbaum aufstellen: Tipps für den Christbaumständer

Weihnachtsbaum sicher aufstellen

24.12.2019, 10:39 Uhr | dpa-tmn

Weihnachtsbaum aufstellen: Tipps für den Christbaumständer. Christbaumständer: Tragen Sie beim Aufstellen Handschuhe, um Verletzungen zu vermeiden. (Quelle: dpa)

Christbaumständer: Tragen Sie beim Aufstellen Handschuhe, um Verletzungen zu vermeiden. (Quelle: dpa)

Ein schön geschmückter Weihnachtsbaum ist für viele Familien an Heiligabend feste Tradition. Doch es kommt am Fest nicht nur auf den passenden Weihnachtsbaumschmuck an. Besonders wichtig ist es, den Weihnachtsbaum im Ständer gut zu verankern. Ansonsten kann das Fest schnell zur Katastrophe werden

Auch wenn Ihr Christbaumständer bereits seit Jahren gute Dienste leistet, sollten Sie ihn immer wieder auf seine Funktionstüchtigkeit überprüfen. Wichtig ist es auch, zu kontrollieren, ob der Baum nicht etwa zu hoch für den Ständer ist. Angaben hierzu finden Sie meist auf der Originalverpackung – die deswegen nicht weggeworfen werden sollte.

Seilzugsystem erleichtert das Aufstellen

Bei Christbaumständern hat sich in den vergangenen Jahren das Seilzugsystem durchgesetzt. Anstelle von Flügelschrauben halt bei diesen Ständern ein Drahtseil den Baumstamm in der Senkrechten. Das hat den Vorteil, dass Sie nicht mehr zwischen piksenden Ästen kriehcen müssen, um die Schrauben in den Stamm einzudrehen. Die Halterung wird per Fuß durch mehrmaliges Treten betätigt. So sei es einfacher, den Weihnachtsbaum aufzustellen.

Ständer regelmäßig mit Wasser füllen

Der Ständer sollte ein Wasserreservoir haben, das regelmäßig aufgefüllt werden muss, damit der Baum nicht austrocknet. "Trockene Weihnachtsbäume brennen wie Zunder", warnt der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie in Bad Honnef bei Bonn. Zusätzlich könne ein Teelöffel Zucker ins Wasser kommen. Allerdings ist nicht jeder vom Nutzen des Zuckerwassers überzeugt. Dass ein Baum noch frisch ist und Wasser aufsaugen kann, lässt sich beim Kauf an der noch feuchten Schnittstelle erkennen.

Vorsicht mit Kerzen

Der Baum sollte erst kurz vor dem Fest ins Zimmer kommen. Wer ihn mit echten Kerzen schmückt, sollte Folgendes beachten: Sie gehören so weit außen an die Zweige, dass die Flamme keine darüberliegenden Zweige entzünden kann, erläutert der Deutsche Feuerwehrverband in Berlin. Gerade ausgetrocknete Zweige brennen leicht. Der Weihnachtsbaum sollte deshalb nach dem Fest bald aus der Wohnung kommen.

Bodenvase mit Wasser zum Löschen füllen

Auch auf den Abstand zu den umliegenden Möbeln und vorhängen sollten Sie achten. In der Nähe eines Weihnachtsbaums mit Kerzen sollte stets ein Feuerlöscher oder ein Eimer Wasser stehen – damit sich ein Brand schnell löschen lässt. Wer einen Eimer im Wohnzimmer hässlich finde, nimmt am besten eine hübsche Bodenvase. Sinnvoll ist es auch auf jeden Fall, ausreichend Rauchmelder in der Wohnung zu installieren.

Vorsicht vor gefährlichen Lichterketten

Viele fühlen sich sicher, wenn sie auf Kerzen verzichten und den Weihnachtsbaum mit Lichterketten schmücken. Aber auch diese können Brände oder Stromschläge auslösen. Fallen beispielsweise bei alten oder günstig verarbeiteten Modellen mehrere Lämpchen einer Lichterkette aus, können sich die restlichen teils so stark erhitzen, dass sie trockene Zweige oder Papier in Brand setzen, erklärt der TÜV Rheinland in Köln.

Die Lämpchen sollte man deshalb regelmäßig kontrollieren und defekte Lampen austauschen. Sonst ziehe die Kette so viel Energie, dass sich die dünnen Stromkabel überhitzen und möglicherweise Schwelbrände auslösen. "Auf keinen Fall sollte man mehrere Lichterketten zusammenstecken oder sie reparieren", warnt der TÜV.

Auf Siegel achten

Der TÜV rät zu Produkten, die das CE-Zeichen, besser noch ein GS-Zeichen für "Geprüfte Sicherheit" tragen. Indizien für Qualität seien außerdem eine Bedienungsanleitung in deutscher Sprache und eine deutlich auf der Verpackung lesbare Adresse des Herstellers. Wer Bäume oder Sträucher im Vorgarten oder auf dem Balkon beleuchten will, sollte Lichterketten mit dem Kürzel "IP44" kaufen. Dieses gibt an, dass die Produkte für den Außeneinsatz taugen.

Als sicher gelten LED-Lichterketten. Laut Diekmann reduziert ein Transformator die Stromspannung von 230 Volt auf etwa 12 bis 24 Volt. Die Gefahr eines gefährlichen Stromschlags bestehe somit nicht. Lichterketten mit den Leuchtdioden erhitzen sich beim Ausfall von einzelnen Lämpchen auch nicht. Der Experte rät daher dazu, diese LEDs in Haushalten mit Kindern zu verwenden. Und es gibt noch einen Vorteil: Die Lichterschlacht in der Weihnachtszeit wird günstiger. LEDs verbrauchen weniger Energie als normale Lichterketten. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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