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Der Braune Bär ist Schmetterling des Jahres 2021 – gefährdetes Insekt

Gefährdetes Insekt  

Brauner Bär ist Schmetterling des Jahres 2021

13.11.2020, 09:51 Uhr | dpa

Der Braune Bär ist Schmetterling des Jahres 2021 – gefährdetes Insekt. Brauner Bär: Mit seinen Flügeln warnt der Schmetterling Angreifer und Fressfeinde. (Quelle: obs/BUND/Tim Laußmann)

Brauner Bär: Mit seinen Flügeln warnt der Schmetterling Angreifer und Fressfeinde. (Quelle: obs/BUND/Tim Laußmann)

Seinen Namen verdankt er seiner bräunlich-"bärenartigen" Behaarung als Raupe. Der "Braune Bär" ist nun zum Schmetterling des Jahres gekürt worden.

Bärige Behaarung und in der Nacht aktiv: Der Braune Bär ist der Schmetterling des Jahres 2021. Das Tierchen mit dem interessanten Namen bekam den Titel vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) NRW und der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen verliehen, wie beide Organisationen am Donnerstag in Düsseldorf mitteilten. Mit der Wahl des Nachtfalters sollte darauf hingewiesen werden, welche Probleme die Tiere durch künstliche Lichtquellen und Lichtverschmutzung haben.

Bundesweit ist die Art rückläufig

"Die Braunen Bären werden von nächtlichen Lichtquellen angelockt und flattern dann orientierungslos bis zur Erschöpfung um sie herum", erläuterte Jochen Behrmann vom BUND NRW. "Neben den direkten Verlusten geht den Insekten so wertvolle Energie und Zeit für Partnersuche und Fortpflanzung verloren, und Fressfeinde wie Fledermäuse haben ein leichtes Spiel." Bundesweit sei die Art rückläufig, so der BUND – auch etwa wegen der Intensivierung der Landwirtschaft und dem Wegfall von Hecken und Feldgehölzen.

Der Name des Schmetterlings geht den Angaben zufolge auf die bräunlich-"bärenartige" Behaarung der älteren Raupen zurück. Der Falter selbst hat eine Spannweite von bis zu 65 Millimetern und gehört zu den größeren Nachtfaltern in Deutschland. Seine Hinterflügel sind leuchtend rot mit blauschwarzen Punkten gefärbt. Mit ihnen kann er zum Beispiel Vögel abschrecken. Sie warnen zudem vor der Ungenießbarkeit des Braunen Bären, dessen Körperflüssigkeit giftige Stoffe enthält.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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