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Rosen schneiden im Herbst: Sinnvoll oder nicht? Das sagt der Pflanzenarzt

Das sagt der Pflanzenarzt  

Rosen schneiden im Herbst: ja oder nein?

26.09.2021, 15:01 Uhr
Rosen schneiden im Herbst: Sinnvoll oder nicht? Das sagt der Pflanzenarzt. Rückschnitt: Einige Sträucher benötigen nach der Blüte einen Pflegeschnitt. (Quelle: Getty Images/Lex20)

Rückschnitt: Einige Sträucher benötigen nach der Blüte einen Pflegeschnitt. (Quelle: Lex20/Getty Images)

Sobald die Temperaturen sinken, die Tage kürzer werden und sich die Blätter gelb und rot färben, beginnt die Herbstzeit. Bei vielen Sträuchern heißt dies zugleich, dass ein letzter Rückschnitt ansteht. Gilt das auch für Rosen? Der Pflanzenarzt René Wadas erklärt's.

Sträucher und Stauden sollten regelmäßig zurückgeschnitten werden. Allgemein sagt man, dass vor und nach der Blüte die idealen Zeitpunkte hierfür sind. Aber gilt das auch für Rosen? Ist es sinnvoll, Rosen im Herbst und somit vor dem Winter zurückzuschneiden, Herr Wadas?

Das sagt der Pflanzenarzt

"Ja, Rosen können noch im Herbst zurückgeschnitten werden. Aber Achtung: Höchsten ein Drittel! Ein Drittel der Rosenpflanze kann man im Herbst zurückschneiden. Mehr allerdings nicht. Durch diesen Rückschnitt sieht der Rosenstrauch etwas schöner, ordentlicher und gepflegter im Herbst und Winter aus. 

Beim Rückschnitt ist jedoch darauf zu achten, die Teile stehen zu lassen, die Hagebutten gebildet haben. Das ist ein tolles Futter für die wild lebenden Vögel, die durch dieses natürliche Nahrungsmittelangebot in den Garten gelockt werden. 

René Wadas (Quelle: Patrice Kunte) (Quelle: Patrice Kunte)
René Wadas, Gartenmeister, arbeitet seit mehreren Jahren als Pflanzenarzt und hilft Hobbygärtnern, dass ihre "Sorgenkinder" wieder prächtig wachsen und gedeihen – sowohl mit seinen zahlreichen Büchern als auch bei seinen Hausbesuchen oder in seiner digitalen Pflanzensprechstunde.

Das Problem bei einem zu starkem Rückschnitt: Wenn es im Winter einen harten Frost gibt, frieren die Rosen von sich aus ein Stück zurück. Schneidet man die Rosen nun zu weit zurück, dann nehmen sie beim Zurückfrieren einen großen Schaden. Dieser kann irreparabel sein. Die Folge: Die Blüte ist an dieser Stelle im Folgejahr kraftlos und mau oder fällt sogar ganz aus. Im Herbst sollte die Rose also nur ein Stück zurückgeschnitten werden.

Sobald die große Frostgefahr im Frühling allerdings gebannt ist, schneidet man die Rose auf drei Augen zurück. Das bedeutet: Auf drei Augen, die austreiben, also Seitentriebe bilden. Das kann teilweise bis zu 30 Zentimeter über dem Boden sein."

Verwendete Quellen:
  • Interview René Wadas

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